
- Dark Corners of the Earth: The Call of Cthulhu - Headfirst Productions
Es gibt nicht viele Spiele, die sich in Sachen Atmosphäre und Horrorspannung mit Amnesia – The Dark Descent messen können. Zwei eher unbekannte Geheimtipps seien deshalb jedem ans Herz gelegt, der sich ähnlich gut gruseln will wie im Klassenprimus.
Dark Corners of the Earth: The Call of Cthulhu
2005 machte es sich Headfirst Productions zur Aufgabe, den Horror des H.P. Lovecraft und seinen Cthulhu-Mythos in einem Computerspiel umzusetzen. Das Ergebnis lässt sich als beeindruckend bezeichnen, denn nie zuvor hat ein Spiel derart viele Elemente, Orte und Personen aus Lovecrafts Geschichten in sich vereint. Die Geschichte dreht sich um das abgelegene Fischerdorf Innsmouth, in dem der Privatdetektiv Jack Walters einige vermisste Personen aufspüren soll. Im Laufe der Handlung wird schnell klar, dass unheimliche Dinge am Werk sind, bei denen die Großen Alten selbst ihre schleimigen Finger im Spiel haben.
Die anfängliche Atmosphäre in Call of Cthulhu kann sich durchaus mit der von Amnesia messen. Im Adventure-Stil muss Walters Hinweise zusammen tragen, sich an finsteren Gestalten vorbei schleichen und so dem Geheimnis auf die Spur kommen. Das Spiel legt dabei großen Wert auf eine realistische Darstellung der Eindrücke, welche Walters auf seiner Reise erfährt. Schnelle Kameraschwenks etwa lassen das Bild verschwimmen und Verletzungen im Gesicht wirken sich ebenfalls direkt auf den Sichtbereich aus. Diese Effekte wirken Anfangs atmosphärisch, nerven im späteren Spielverlauf aber auch zunehmend. Was jedoch noch viel ärgerlicher ist: Das Spiel entwickelt sich von dem anfänglich sehr spannenden Adventure zu einem reinen Shooter. Denn ab einem gewissen Zeitpunkt treten Rätsel und Hinweise in den Hintergrund und es gilt nur noch, so viele von Lovecrafts Kreaturen wie nur irgendwie möglich über den Haufen zu ballern – enttäuschend.
Von den wilden Schießereien einmal abgesehen, ist Headfirst Productions mit The Call of Cthulhu eine sehr solide und spielenswerte Lovecraftumsetzung gelungen. Dem Spiel sollten ursprünglich noch zwei weitere Titel rund um Lovecrafts Cthulhu-Mythos folgen, welche allerdings aufgrund finanzieller Schwierigkeiten abgesagt wurden
- Titel: Dark Corners of the Earth: The Call of Cthulhu
- Entwickler: Headfirst Productions
- Publisher: Bethesda Softworks
- Erscheinungsjahr: 2005
- Plattform: Windows, Xbox
Penumbra – Horror von Frictional Games
Es ist kein Zufall, dass die schwedischen Entwickler Frictional Games mit ihrem Amnesia so gut zu gruseln wussten, denn schließlich konnten sie mit Penumbra bereits ausgiebig Erfahrung in diesem Gebiet sammeln. Das Spiel fühlt sich ähnlich wie Amnesia an, auch wenn man den Ungeheuern nicht ganz so wehrlos gegenüber steht. Denn obwohl man auch hier keine Feuerwaffen verwenden kann, bleibt zumindest der Nahkampf mit Spitzhacke oder anderen improvisierten Waffen, um sich der fiesen Widersacher zu erwehren.
Die Handlung von Penumbra versetzt den Spieler in die Rolle des dreißigjährigen Philip, der einen Brief von seinem vermeintlich toten Vater erhält. Verwundert über dieses Schreiben folgt Philip nun einer Serie von Hinweisen, die ihn schließlich nach Grönland führen, wo er nach einigen unvorhergesehenen Ereignissen Zuflucht in einem alten Minenschacht suchen muss. An dieser Stelle beginnt das Abenteuer für Alle, die von Amnesia noch nicht genug geängstigt wurden. 2008 erschienen zwei Nachfolger, welche die Handlung fortsetzten.
- Titel: Penumbra
- Erschienen: März 2007
- Hersteller: Frictional Games
- Plattform: Windows, Linux
