House of IT in Darmstadt mit viel Vorschusslorbeeren am Start

House of IT in  Darmstadt - House of IT
House of IT in Darmstadt - House of IT
In Darmstadt fiel der Startschuss für ein House of IT. Ziel der neuen Institution ist es, den südhessischen IT-Standort weiter auszubauen und zu vernetzen.

Eine Gründungsinitiative aus hessischer Landesregierung, der Stadt Darmstadt, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Software-Unternehmen und IT-Dienstleistern wird in Darmstadt ein „House of IT“ (HIT) etablieren. Die Partner u.a. Accenture, Stadt Darmstadt, Ernst & Young, die beiden Fraunhofer Institute für Graphische Datenverarbeitung und Sichere Informationstechnologie, Goethe Universität Frankfurt, Land Hessen, SAP AG, Software AG und TU Darmstadt haben sich als Konsortium fest initialisiert, die Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen und ihr Konzept Mitte März der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel dieser dritten Institution seiner Art neben dem „House of Finance“ und dem „House of Logistics and Mobility“ (beide in Frankfurt am Main) ist es, Hessen als IT-Standort zu stärken und weiter auszubauen. Als sogenannte Querschnittsinitiative sollen Synergieeffekte zwischen dem maßgeblich von der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der TU Darmstadt getragenen regionalen Software-Cluster Rhein-Main-Neckar und dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Spitzen-Cluster erzielt und unnötige Redundanzen möglichst vermieden werden.

Informations- und Kommunikationsbranche in Hessen klarer Marktführer

„Als Hessische Landesregierung wollen wir mit unserer Beteiligung am House of IT auf Schwerpunkte der wirtschaftlichen Entwicklung hinweisen und deutlich machen, welchen Stellenwert die Informations- und Kommunikationsbranche (IKT) sowohl in der Region Südhessen als auch in Hessen insgesamt hat“, sagt Dieter Posch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Mit rund 77.000 Beschäftigten in 9.500 Unternehmen und einem Jahresumsatz von 7,8 Milliarden Euro (Stand 2009) sei die IKT-Branche eindeutig Marktführer in Hessen. Die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft über das HIT weiter auszubauen ist das Ziel der TU Darmstadt. Der Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel erläutert: „Beide Seiten werden in die neue Plattform House of IT ihre jeweiligen Stärken einbringen und sich weiter vernetzen.“

Doppelentwicklungen sollen in Querschnittsinitiative HIT vermieden werden

„Wir planen im Rahmen der neuen Plattform HIT zusammen mit der TU Darmstadt und den ansässigen Museen ein innovatives Museumsprojekt aufzusetzen“, berichtet der Vorstandsvorsitzende der Software AG, Karl-Heinz Streibich, bereits über erste gemeinsame Projekte. Museumsbesuchern sollen zukünftig über moderne Informationstechnik sehr individuelle Ansichten und Informationen zu den Exponaten zur Verfügung gestellt werden. Vor diesem Hintergrund sieht Streibich den Stellenwert des House of IT neben dem bereits länger bestehenden regionalen Software-Cluster Rhein-Main-Neckar und dem BMBF-geförderten Spitzen-Cluster als eine sogenannte Querschnittsinitiative an. „Alle unsere Themen bleiben erhalten, werden aber im House of IT neue Wurzeln schlagen.“ Doppelentwicklungen und Redundanzen sollen möglichst vermieden und die Aktivitäten aus Hochschulen und Wirtschaft in der neuen Institution gebündelt werden.

Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen in das House of IT einbringen

„Unsere Hauptklientel in der Region sind primär die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die in den angesprochenen Fragestellungen wie Vernetzung und Kooperation eine starke IHK brauchen“, sagt Karlfried Thorn, stellvertretender Bereichsleiter Innovation und Umwelt der IHK Darmstadt. Im HIT-Günderkonsortium dagegen ist kein einziges kleines und mittleres Unternehmen mit an Bord. Vor diesem Hintergrund sieht der IHK-Bereich Innovation und Umwelt eine wichtige Aufgabe darin, die spezifischen Anliegen der KMUs in diese neue Institution einzubringen. Thorn: „Da das Software-Cluster Rhein-Main-Neckar diese Kompetenz bereits hat, sehen wir es als sehr sinnvoll an, dass ein House of IT dieses Know-how auch mitnutzt.“ Die IHK Darmstadt-Rhein-Main-Neckar strebt mit dem HIT eine gute Zusammenarbeit an. „Wenn wir in der Vernetzung und Kooperation vorankommen wollen, müssen wir das Wissen demjenigen geben, der die Region international gut vermarkten kann“, betont Thorn.

Harald Lutz, fotografiert von: Gudrun Vekony

Harald Lutz - Harald Lutz (Jg. 1960) arbeitet als Fachjournalist sowie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Standort Frankfurt am ...

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