H.P. Lovecraft - ein wegweisender Autor

Eine kurze Biographie des berühmten Horrorschriftstellers

Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse im Leben des H.P. Lovecraft.

Im Bereich der Horrorliteratur gilt Howard Phillips Lovecraft als einer der einflussreichsten Autoren aller Zeiten. In zahlreichen Geschichten hat er einen ganzen Mythos um unheimliche Kreaturen und finstere Götter wie "Cthulhu" und die "Großen Alten" geschaffen.

Lovecrafts Kindheit

H.P. Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence geboren. Sein Vater, welcher als Handelsreisender arbeitete, verstarb acht Jahre Später an Syphilis. Lovecraft zeigte ein frühes Talent für Literatur. Bereits im Alter von sechs Jahren begann er eigene Gedichte zu verfassen. Dieses Talent wurde hauptsächlich von seinem Großvater unterstützt, der ihm Literatur zu fantastischen Themen beschaffte und ihm auch selbsterfundene Horrorgeschichten erzählte. Noch bevor Lovecraft 12 Jahre alt war, hatte er bereits mehre Artikel zum Thema Chemie und Astrologie in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht.

Als sein Großvater 1904 verstarb, geriet die Familie schnell in Armut. Sie waren gezwungen, Lovecrafts Geburtshaus, in dem sie bisher gelebt hatten, zu verkaufen. Diese Veränderungen setzten ihm so sehr zu, dass es ihm nicht möglich war seinen High-School-Abschluss zu erwerben. Es war ihm deshalb nie möglich eine Universität zu besuchen, was ihm noch sein ganzes Leben lang schwer zusetzte.

Das spätere Leben von Lovecraft

1914 trat Lovecraft der "United Amateuer Press Association", einer Vereinigung amerikanischer Autoren, bei. In dieser Zeit schrieb er Dagon, seine erste kommerzielle Kurzgeschichte. Sie wurde später in einem Magazin für Horrorliteratur veröffentlicht. Auch schaffte er es, eine rege Korrespondenz zu vielen anderen Autoren in ganz Amerika aufzubauen. Im Jahr 1921 verstarb seine Mutter, Sarah Susan Phillips, im Butler Hospital, was ihn sehr erschütterte.

Auf einer Tagung lernte Lovecraft die Ukrainerin Sonia Greene kennen, welche er 1924 gegen den Willen seiner beiden Tanten heiratete. Die Beiden zogen nach New York City, wo ihre Ehe jedoch nach kurzer Zeit und schweren finanziellen Problemen scheiterte. Durch viele Rückschläge in seinem Leben steigerte sich in diesen Jahren Lovecrafts Menschenhass, welcher bis in eine panische Angst vor Fremden mündete.

Die Hochzeit seines Schaffens

Die Meisten seiner Geschichten schrieb Lovecraft in den letzten Jahren seines Lebens, die er bei seinen Tanten verbrachte. Er veröffentlichte in dieser Zeit hauptsächlich für das Magazin Weird Tales, arbeitete aber häufig auch als Ghostwriter und Lektor für andere Autoren. Am 15. März 1937 verstarb er aufgrund schlechter Ernährung an Darmkrebs. Lovecraft hinterließ neben seinen Literarischen Werken auch eine Sammlung von fast 90 000 Briefen, die er im Laufe seines Lebens mit anderen Autoren ausgetauscht hatte.

Große Bekanntheit erreichte Lovecraft erst nach seinem Tod, als seine Geschichten von August Derleth in einem eigens dafür gegründeten Verlag neu aufgelegt wurden. Neben seinen Gedichten fand vor allem der Cthulhu-Mythos eine große Anhängerschaft, welcher die Phantasie von Autoren, Regisseuren und anderen Künstlern noch bis in die heutige Zeit hinein beflügelt.