HTC Sensation: Das Smartphone der Superlative und seine Schwächen

HTC Sensation - HTC
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Jeder Hersteller hat ein Flaggschiff im Smartphone-Portfolio. Sie werden wegen ihrer Power als Superphones betitelt. Das HTC Sensation ist eines davon.

Geballte Kraft steckt in dem aus einem Block gefrästen Aluminium-Wundergerät (Unibody-Design) der Südkoreaner. Anders als beim Apple iPhone fällt der Aluminumblock aber etwas spärlich aus. Der Großteil wird von Kunststoff ummantelt, dies soll vor allem dazu dienen, dass die Empfangsqualität für Telefon und 3G-Modul (Internetzugang) gewährleistet ist. Die schlechte Presse um das von Medien getaufte Antennagate und die Empfangsqualität des iPhone 4 will man sich von vornherein ersparen. Schon von Weitem entpuppt sich das HTC Sensation als ein typisches HTC-Smartphone. Runde Formen und der Hörer an der Oberseite sind die Merkmale, die sich auch hier wiederfinden lassen.

Es zählen die inneren Werte des HTC Sensation

Technisch gibt es nur das Feinste: 1,2 GHz Qualcomm Snapdragon Dual-Core-Prozessor mit Adreno GPU und 768 MB Arbeitsspeicher, der praktisch alle Anwendungen spielend stemmen können sollte. Der mit 1 GB etwas magere interne Speicherplatz kann per MicroSD-Kartenslot auf bis zu 32 GB aufgerüstet werden. Die 8 Megapixel-Kamera auf der Rückseite schießt gute Bilder, die aber etwas blass ausfallen. Dafür kann die Kamera Videos in einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln aufnehmen und gehört in den noch elitären Kreis der Smartphones, die 1080p Videoaufnahme-Genuss bieten können. Dual-LED-Blitz und Auto-Fokus runden die Kamera bestens ab. Die Frontkamera reicht mit ihrer VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) für Videochat vollkommen aus. Bei den Anschlüssen wird, neben dem angesprochenen MicroSD-Karteneingang, Bewährtes aufgefahren. Außerdem bietet das Smartphone Mikro-USB 2.0 und Audio-Mikro-Kombinations-Anschluss.

HTC Sense trifft den Lebkuchenmann

HTC setzt auf Android Gingerbread und dessen bewährte und angepasste Oberfläche HTC Sense. Dabei wird eine spürbar bessere Bedienung zu Lasten der Leistung erbracht. Heißt, die Sense-Oberfläche fordert mehr Systemkapazitäten und kitzelt bei leistungsfordernden Anwendungen sichtbare Ruckler aus dem Smartphone. Größere Webseiten sollten allenfalls erst vollständig geladen werden, bevor man scrollt oder per Pinch-to-Zoom sich Seitenobjekte vergrößert, da während des Ladeprozesses auch der Dual-Core Prozessor nur schwer hinterher kommt und flüssige Animationen garantieren kann. Da sind sich aber die Android-Hersteller allesamt gleich. Wer das nicht mag, sollte direkt zum Google Nexus S von Samsung greifen, welches keine angepasste Oberfläche, Software-Updates direkt von Google liefert und trotz Single Core-CPU flüssige Animationen bietet, selbst wenn die Webseite mal etwas größer ausfällt. Dennoch ist das HTC Sensation eine würdige Multimedia-Maschine, die als mobiler Begleiter ab 500 Euro erhältlich ist und für jene Leute interessant ist, die mehr als nur ein Handy wollen.

Wer bei der Telefonsperre auf wichtige Daten zugreifen möchte, der bekommt mit HTC Sense 3.0 idealerweise eine ausgeklügelte Mechanik, die es dem Nutzer erlaubt, schnell mal auf Wetter oder andere Informationen zuzugreifen, die sonst ein Entriegeln der Sperre erfordern würden. So sicher wie immer, nur cleverer gelöst. Viel wichtiger ist aber noch zu erwähnen, dass die Sense-Oberfläche weiter auf die Stumm-Schaltung per Umdrehen des Handys reagiert, denn da hat HTC etwas wirklich Intuitives hervorgebracht, was HTC-User zu schätzen wissen.

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