Haustiere kosten Zeit. Hunde sollte man nie mehr als vier bis fünf Stunden alleine lassen. Manche vertragen es überhaupt nicht, wenn sie ohne menschliche Gesellschaft sind. Ein Hund bedeutet auch Ausgaben – für die Anschaffung selbst, für Zubehör wie Leine, Halsband, Körbchen oder Futter oder für Tierarztrechnungen. Wer das nicht aufwenden kann oder will, braucht dennoch nicht unbedingt auf vierbeinige Gesellschaft verzichten.

Die Idee

Sie können Kontakt zu Hunden haben, ohne selbst einen zu besitzen: Damit ihre Hunde zumindest ein wenig Auslauf bekommen, freuen sich viele Tierheime über Besucher, die mit ihren Tieren Gassi gehen. Die wenigen Hauptamtlichen schaffen diese zeitaufwendige Aufgabe nicht.

Meist ist es ganz unkompliziert, einen netten Vierbeiner für einen Spaziergang auszuleihen. Am Anfang steht meist eine kurze Einweisung in die Hausregeln durch einen Mitarbeiter des Tierheims. Einen Personalausweis sollte man mit dabei haben. Fragen Sie am besten telefonisch im nächstgelegenen Tierheim an, zu welchen Tageszeiten bzw. an welchen Tagen Besucher mit den Tieren spazieren gehen können.

Vorteile: Hunde tun der Seele gut

Der Kontakt mit Hunden und ihrer Lebendigkeit tut der Seele gut. Das ist wissenschaftlich erwiesen und das kann auch jeder bestätigen, der schon mal mit einem Vierbeiner unterwegs war. Und es ist eine ideale Möglichkeit, um etwas Bewegung ins Leben zu bringen. Auch Sportmuffel haben meist Spaß daran, mit einem Hund eine Runde zu drehen.

Auch das Tier profitiert: Es freut sich über den Auslauf. Außerdem bleibt es auf diese Weise im wichtigen Kontakt mit dem Menschen. Oft sind die Gassi-Geher die einzigen Bezugspersonen des Hundes.

Nachteile

Schon so mancher Gassi-Geher wurde durch den regelmäßigen Besuch im Tierheim zum Hundebesitzer. Das passiert vor allem dann, wenn man sich einen bestimmten Hund für seine Spaziergänge aussucht, der mit der Zeit das Herz seines Teilzeitherrchens erobert.

Ideal für

Eine ideale Möglichkeit für all jene, die keine Vollzeit-Hundebesitzer sein wollen oder können. Vor allem dann, wenn Kinder im Haushalt leben, die sich sehnlichst einen Hund wünschen.

Kosten

Für ein „Haustier auf Zeit“ fallen keine Kosten an.

Tipp

Wenn Sie sich kein Tier leisten können oder ein Hund aus anderen Gründen einfach nicht in Ihr Leben passt, dann sollten Sie lieber keinen „Lieblingshund“ im Tierheim haben. Nehmen Sie einfach an die Leine, was die Betreuer anbieten. Dann ist der Abschiedsschmerz beim Heimgehen auch nicht so groß (besonders dann, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind!)-

Kontakt

Kotaktdaten von über rund 1.000 deutschen Tierheimen (Suche nach Ort oder PLZ-Gebiet) finden Sie online unter www.tierheimlinks.de.

Bild: s.media/www.pixelio.de

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