Hundehasserin aus dem Internetvideo vermutlich identifiziert

Irre Hundehasserin aus dem Internet identifiziert - Heike Berse / pixelio.de
Irre Hundehasserin aus dem Internet identifiziert - Heike Berse / pixelio.de
03.09.2010: Das Mädchen, das auf einem Internetvideo wehrlose Hundewelpen in einen Fluss warf und weltweit für Empörung sorgte, ist vermutlich enttarnt.

Ein Video kursierte seit einiger Zeit im Internet und empörte die ganze Welt. Eine junge Frau im roten Kapuzenpullover steht an einem Fluss und wirft wehrlose kleine Hundewelpen in einen reißenden Fluss, wo die Hundebabys einen grausamen Tod finden. Das Mädchen lacht dabei und amüsiert sich königlich. Über Internetplattformen wie Youtube, Facebook und Co verbreitete sich dieses krasse und unglaubliche Video rasend schnell im Internet und eine gesamte weltweite Community fahndete nach der Tiermörderin. Auf dem sozialen Netzwerk Facebook wurden gar Community-Gruppen gegründet, um die junge Frau zu identifizieren. Eine amerikanische Tierschutzorganisation setzte sogar ein Kopfgeld auf sie aus.

Die irre Tiermörderin stammt vermutlich aus Bosnien und ist erst zwölf Jahre alt

Nun scheint sie endgültig identifiziert zu sein. Die deutsche Tierrechtorganisation PETA hat verlässliche Informationen, dass es sich bei der jungen Frau aus dem Video um eine junge Bosnierin handeln soll. Das besonders perverse daran ist, dass sie erst zwölf Jahre alt ist. „Wir sind froh, dass die Täterin nun anscheinend identifiziert werden konnte und die wilden Spekulationen im Internet ein Ende haben“, sagte Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA Deutschland e.V. gegenüber dem Onlineportal der BILD. Eine bosnische Tierschutzorganisation hatte gegen das Mädchen aus einer bosnischen Kleinstadt Anzeige erstattet. Eine weitere Zeugin hat gegenüber PETA ebenfalls dieses Mädchen als die irre Tiermörderin benannt. Nun arbeiten die Tierschützer eng mit der bosnischen Polizei zusammen und hoffen, dass in Bosnien eine schnelle Reaktion erfolgt und das Mädchen überführt und gefasst werden kann.

Hoffen auf ein Ende der Hetzjagd im Internet

Die Fahndung nach der jungen Frau im roten Kapuzenpullover führte quer durch das gesamte World Wide Web und barg einige große Gefahren. In diversen Foren oder sozialen Netzwerken wurde gefährliches Halbwissen geteilt und teilweise wahllos Gerüchte und Spekulationen in die Welt verbreitet. So wurde auf der Internetplattform Facebook die Adresse eines jungen Mädchens aus dem bayerischen Ayding bei München veröffentlicht. Der unbekannte Verfasser dieser Nachricht glaubte wohl, dass es sich bei dem jungen Mädchen, Melanie S., um die irre Tiermörderin aus dem Internetvideo handelte.

Wie das RTL-Magazin „Punkt 12“ in seiner Sendung vom 3.September 2010 berichtete, wurde Melanie S. anschließend massiv bedroht und erhielt sogar Morddrohungen. Seitdem steht das junge Mädchen unter Polizeischutz. Dass es sich bei ihr um die irre Tiermörderin, die wehrlose Hundewelpen in einen reißenden Fluss geworfen hatte, handelt, schließt die Münchener Polizei zu 100 Prozent aus. „Das Mädchen auf dem Video ist definitiv nicht Melanie S. Da gibt es keinen Zweifel“, betont der Münchner Polizeisprecher Peter Reichl gegenüber der BILD.

Bildnachweis: (c) Heike Berse / pixelio.de

Stephan Schulz, (c) Stephan Schulz

Stephan Schulz - Stephan Schulz schreibt seit Jahren erfolgreich für diverse Printmedien (unter anderem die Fachzeitschrift "Computer" und die ...

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