
- Zieleinlauf beim Hundeschlittenrennen - Almut Winkler
Hundeschlittenrennen sind längst nicht mehr ein Sport der fast ausschließlich in Alaska, Russland oder den skandinavischen Ländern betrieben wird. Auch in Mitteleuropa, genauer gesagt in Süddeutschland und Österreich finden immer mehr Rennen statt, die zum Teil auch sehr viele Zuschauer anlocken.
Verschiedene Klassen treten beim Rennen an
Nicht nur für Musher, also die Lenker einen Schlittens, sondern auch für Laien sind Hundeschlittenrennen interessant. Bei den meisten gehen die Gespanne in verschiedenen Klassen an den Start. Neben der Anzahl der Zugtiere, die von zwei bis acht variieren kann, werden auch verschiedene Hunderassen eingesetzt. Neben den klassischen wie Huskys sind auch Jagdhunde immer öfter als Zugtiere zu sehen. Denn anders als bei den traditionellen Langstreckenrennen in Alaska oder Kanada, spielt bei den Kurzstrecken die Wärmeempfindlichkeit der Tiere eine untergeordnete Rolle.
Langstreckenrennen in Alaska und Kanada
In Europa finden in der Regel nur kleinere Rennen statt, die von örtlichen oder nationalen Vereinen veranstaltet werden. Das berühmteste Rennen ist aber immer noch das Iditarod in Alaska. Es führt über 1.850 Kilometer von Anchorage bis Nome in Alsaka, entlang des historischen Iditarod Trail. Die meisten Musher treten hier mit Gespannen von bis zu 16 Hunden an, um die weite Distanz zwischen Start und Ziel zu überwinden.
Ein weiteres Langstreckenrennen ist das Yukon Quest in Kanada, das alle zwei Jahre ausgetragen wird. Es führt über 1.600 Kilometer von Faibanks in Alaska nach Whitehorse im Yukon Territory. Je nach Wetter benötigen die Gespanne für diese Route bis zu 14 Tage. Dabei müssen sie ihre Ausrüstung auf dem Schlitten transportieren und dürfen nur an bestimmten Checkpoints Nahrungsmittel entgegen nehmen.
Rennwochenenden in Deutschland und Österreich
Doch wer sich nun einmal ein Hundeschlittenrennen aus der Nähe anschauen will, muss dafür nicht nach Kanada oder Alaska reisen. Auch in Deutschland und Österreich finden zahlreiche Rennen statt. Hier sind die Distanzen und die Größe der Gespanne zwar etwas übersichtlicher, was dem Ereignis an sich aber wenig schadet. An einigen Wochenenden in den Monaten Dezember bis März finden in Bayern, Thüringen und Tirol zahlreiche Rennen statt. Unter anderem in Neuhaus, Längenfeld oder Wallgau.
Alpentrail von Lü nach Sexten
Ein kleiner Hauch von Alaska ist bei Alpentrail zu spüren, der jedes Jahr von Lü in der Schweiz nach Sexten in Südtirol führt. Auf sieben Etappen und 300 Kilometern kämpfen seit 1996 jedes Jahr rund 50 Musher um den Sieg. In verschiedenen Disziplinen, wie Nachfahrt oder Massenstart müssen die Teilnehmer ihre Fahrkünste beweisen. An den Start gehen hier Gespanne mit sechs und acht Hunden.
