
- Die Augen Afrikas sehen keine Zukunft - Fotograf Rike/ Pixelio.de
Hungersnöte sind in Afrika schon lange verbreitet, denn selbst in der heutigen Zeit sterben viele Menschen noch an Unterernährung. In einem Industrieland wie Deutschland ist es fast unvorstellbar, dass einen der Tod durch Hunger einholt. Übergewicht und zu fettige Ernährung sind in Deutschland an der Tagesordnung und Diätfirmen verdienen Millionen - während in Afrika die Menschen um jeden Bissen kämpfen müssen.
Die Kinder leiden am meisten - wenn der Bauch weh tut
Schockierende Bilder erreichen uns täglich über die Medienwelt, Bilder von hungernden Kindern, von eingefallen Gesichtern und traurigen Augen. Solche Bilder schockieren und hallen lange nach, das müssen sie auch, denn während immer mehr "Fressstände" die Industrieländer überfüllen, immer wieder neue Wassersorten die Supermarktregale zieren, sterben auf der anderen Erdhälfte Kinder an Unterernährung. Welches Gleichgewicht herrscht auf dieser Welt? Was muss getan werden, um Menschen vor dem schmerzhaften Tod zu bewahren? Hilfsorganisation rufen zu Spenden auf, um nach der unngewöhnlich langen Dürreperiode, den Menschen in Afrika wieder Hoffnung zu schenken. Etwa 12 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht und kämpfen ums überleben. Wie schrecklich muss es sein, wenn Menschen wie die Tiere auf Nahrungssuche gehen, aber nichts finden? Die Kinder, die am meisten leiden, verstehen nicht, warum der Bauch leer bleibt. World Vision machte bereits im Februar 2011 auf die dramatischen Umstände aufmerksam - ohne Erfolg. Jetzt, wenige Monate später, wird die Dürrekatastrophe als schlimmste humanitäre Krise weltweit eingestuft.
Wie wird vor Ort geholfen?
Hilfsorganisation wie World Vision, UNICEF und oraInternational helfen direkt vor Ort und versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Die Menschen werden mit Nahrungsaufbaumitteln und Wasser versorgt und es wird medizinische Hilfe geleistet. Die Helfer vor Ort gehen selbst an ihre Grenzen und sind auf viel Hilfe von außen angewiesen. Hier finden Sie einige Zahlen (von World Vision), die Sie motivieren könnten, auch zu spenden.
- Schon 35 Euro reichen, um 50 Personen in mobilen Kliniken zu behandeln. Vor allem geschwächte Kinder und Mütter, die kaum noch Abwehrkräfte haben, werden hier gegen gefährliche Krankheiten geimpft.
- Mit 80 Euro kann man zehn unterernährte Kinder eine Woche lang mit Zusatznahrung versorgen.
- Und 110 Euro ermöglichen es, etwa 150 Personen einen Monat lang sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen.
Woher kommt das Phänomen Hungersnot?
In einer Region oder einem Land wird von Hungersnot gesprochen, wenn ein Großteil der Menschen einer Bevölkerung unterernährt sind, wenn Menschen verhungern oder wenn Krankheiten durch zu wenig Ernährung ausbrechen. Im Mittelalter war das Leiden an Hunger weit verbreitet und neben Kriegen und Seuchen eine der häufigsten Todesursachen.
Die UN definiert eine Hungersnot mit der Integrated Food Security Phase Classification, die wie folgt aussieht:
- mindestens 20 Prozent der Bevölkerung hat Zugang zu weniger als 2.100 Kilokalorien pro Tag
- mindestens 30 Prozent der Kinder sind sehr unterernährt
- mindestens zwei von 10.000 Menschen (oder vier von 10.000 Kindern) sterben täglich an Nahrungsmangel.
Wie entsteht eine Hungersnot?
Entwicklungsländer leben zum Großteil von Landwirtschaft, diese kann durch Missernten total aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Dürren, so wie derzeit in Afrika, Unwetter wie im letzten Jahr in Pakistan oder Schädlinge sind Ursachen für Missernten und damit auch für Hungersnöte. Es gibt aber auch unnatürliche, sogenannte künstliche Ursachen für Hungersnöte, diese können durch Kriege oder fehlende Politik ausgelöst werden. Manchmal wird eine "Hungersnot" auch als Waffe eingesetzt, damit die Bevölkerung unterdrückt wird und somit unter Kontrolle bleibt. Hungernde Menschen sind erpressbar und können sich nicht wehren.
Wichtige und hilfreiche Informationen finden Sie auch hier:
- Helfen Sie langfristig, durch eine Kinderpatenschaft
- Auslandsadoption: Die Chance für ein Kind auf ein besseres Leben?
- Tipps zum Thema Sachspenden
Quellenangaben: ora international, world vision
Bildquellen: pixelio.de/ Fotograf: Rike
