"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!": Das große Wiedersehen

Brigitte Nielsen wurde zur Dschungelkönigin 2012 gekürt - RTL / Stefan Menne
Brigitte Nielsen wurde zur Dschungelkönigin 2012 gekürt - RTL / Stefan Menne
Für den 29.01.2012 nahm RTL die Re-Union aller Teilnehmer vom Dschungelcamp 2012 ins Programm. Hier: Wie die Kandidaten und ihre Performance abschnitten.

Am sonntäglichen Abend des 29. Januar 2012 präsentierte der Kölner Privatsender RTL seinen Zuschauern noch einmal die schönsten Momente aus der sechsten Staffel der Event-Programmierung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Am Vorabend kürten die Zuschauer per Telefon- und SMS-Voting mit 56,73 Prozent aller Stimmen die Schauspielerin Brigitte Nielsen zur neuen Dschungelkönigin. Überglücklich darüber, diesen Wettbewerb gegen die Zweitplatzierte Kim Debkowski und Nummer drei Rocco Stark gewonnen zu haben, sparte der Hollywood-Star nicht mit an das Publikum adressierten Dankesworten. Wie schon im gesamten Verlauf der zwei Wochen täglichen Dschungel-Wahns zeigte sich die Ex-Frau von Sylvester Stallone und Titelheldin des Films "Red Sonja“ ganz als Profi im Geschäft, erwies Sportsgeist, gab sich als Teamplayer ohne jede Starallüren und offenbarte auch menschliche Wärme. Dass das Volk nun weiß, dass Sylvester "Rocky“ Stallone Schrumpfhoden hat und im Bett ein Rammler sei, hat es der Offenherzigkeit der Nielsen (48) zu verdanken. Doch wie waren ihre Mitkandidaten um die Dschungelkrone drauf? Was zeichnete die Sänger Kim Debkowski (19), Jazzy (36), Daniel Lopes (35), Martin Kesici (38), die Schauspieler Rocco Stark (25), Radost Bokel (36) sowie Moderatorin Ramona Leiß (54) aus? Wie schlugen sich Erotik-Model Micaela Schäfer (28), Magier Vincent Raven (44) und Fußballer Ailton (36) während ihres Einsatzes im RTL-Dschungel? Die Performance der Stars von Suite101.de zusammengefasst, während sich die Protagonisten im Baumhaus mit den Moderatoren Sonja Zietlow (43) und Dirk Bach (59) trafen.

"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" 2012: Die Performance der Stars

Martin Kesici, der Sieger von "Star Search“ 2003, fiel von Anfang an durch eigentlich gar nichts auf. Er lag in erster Linie faul auf seiner Pritsche, grunzte, nahm am Lagerleben real gar nicht teil, vermisste seine Freundin und verließ das Lager auch als Erster und freiwillig. Wieso? Er hatte wohl genug Honorar beisammen, um die ihn in Berlin drückenden Steuerschulden bezahlen zu können, verzichtete aber auf die Schlussrate, um schneller zu seiner Liebsten zu kommen. Klug war das nicht. Ein Zuschauer: "Ziemlich läpsch, nur wegen ein paar Tagen auf eine so hohe Rate zu verzichten.“ Sänger Daniel Lopes und Magier Vincent Raven hatten auch früh nie Nase voll, warteten aber, bis die Fans sie rauswählten.

Lopes flog dabei zuerst: Offenbar hatte der Brasilianer keine nennenswerte Zahl an Fans. Aus seinem Umfeld verlautete, dass er sich im Team perfekt verhalten, gekocht, gespült und sich teamorientiert benommen habe; was der Schnittschere von RTL zum Opfer gefallen sein muss. Vielleicht hätte ihm ein solches auf dem Bildschirm sichtbares Wohlverhalten mehr Stimmen gebracht, als das Geheule wegen seines Sohnes und seiner Schulden. Von der Bildzeitung als Dschungel-Memme bezeichnet, vermisste ihn nach dem Weggang von der Performance der Show her gesehen niemand. Er selbst fühlte sich im Palazzo Versace, dem Teamhotel, wohl auch wohler: Fünf Sterne kostenlos; das ist so eher die Welt des Ex-DSDS-Stars.

Ailton fehlbesetzt im Dschungelcamp?

Fußballstar Ailton vermisste Lopes da schon eher. Ihre gemeinsamen brasilianischen Wurzeln verbanden die beiden Dschungelcamper. Ailton wusste in zweierlei Hinsicht zu unterhalten: Einerseits mit Spaß an der Sache beim Thema Dschungelprüfung und andererseits durch das Hadern mit seinem Hormonspiegel, der durch eine Nacht mit Micaela in Wallung geraten schien. Es war sichtlich schwer für ihn, die Nacht mit dem Erotik-Model in der Höhle einer Schatzsuche zu verbringen. Doch mehr kam vom Ex-Torschützenkönig nicht, denn der Kommunikation in deutscher Sprache nicht ganz mächtig sagte er lieber gar nichts. Ailton hat offenbar auch nicht wirklich Spaß bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ gehabt.

Kein Spaß für Vincent - kein Gewinn für den Zuschauer

Ein paar Weisheiten hier, ein paar kluge Worte da, etwas Pendeln und Spirituelles, Beichtvater für den weinenden Daniel und die Zuschauer immer wieder anflehend, nicht mehr für ihn anzurufen. Prädikat: Überflüssig. Radost und Jazzy brachten dem Zuschauer ebenfalls nicht viel: Die frühere Momo-Darstellerin war sympathisch und lieb und auch Marlene Tackenberg – Jazzys wirklicher Name – brachte nur als Teamchefin richtigen Kommandoton, war ansonsten aber umgänglich. Ein Zuschauer: "Sarah Knappik hat gefehlt.“ In der Tat brachte das Model – von Dirk Bach Sarah Dingens genannt – mit ihrem Outing von Jay Khan und den Diskussionen darüber, wie gestellt dessen Liebesaffaire zu Indira Weis sei, Anfang 2011 richtig Stimmung auf den Bildschirm.

Das Liebespärchen der sechsten Staffel: Kim Debkowski und Rocco Stark

Von den Medien Baby-Amazone genannt erwies sich Kim als echt hart im Nehmen: Dschungelprüfungen absolvierte sie klaglos, aus Zickereien hielt sie sich raus, das wegen ihrer Vorliebe für Kosmetik – Kim Gloss wurde sie genannt – erwartete Getue blieb aus und im Umgang mit den anderen Campern blieb sie stets freundschaftlich. Sie hätte es verdient, Dschungelkönigin zu werden, so Daniel Lopes über Facebook aus dem Versace. Rocco Stark brachte immer wieder seine Beziehung zu Vater Uwe Ochsenknecht auf die Tagesordnung, denn der Kontakt zwischen dem bekannten Schauspieler und seinem Sohn Rocco ist von Problemen geprägt. Groß zu tun wolle der Filmstar mit seinem Sohn wohl nichts.

Rocco gab sich im Dschungelcamp als netter Junge von nebenan; die Dschungelprüfungen absolvierte er wie ein Mann. Kaum Ecken und Kanten zeigte der durchtrainierte Jüngling, aber auch keine schauspielerische Kunst: Die kleinen Comedyeinlagen von Rocco gingen daneben; manchmal kam er auch etwas tuckig rüber. Für eine abgesetzte Soap ("Hand auf’s Herz“) schien es zu reichen; für mehr aber auch nicht. Dass seine Halbbrüder Wilson-Gonzales und Jimmy-Blue Ochsenknecht erfolgreicher sind, führen Fachleute aber auch nur auf den Namen und die Herkunft zurück; dennoch scheint deren Erfolg Roccos Problem zu sein. Kein Problem hatte Micaela Schäfer mit ihrer Nacktheit, die sie immer und jederzeit zur Schau trug.

Nackt sein alleine reicht nicht, Micaela

Kein Zentimeter ihrer Haut, der den Zuschauern, Pornofilmproduzenten oder Aktfotografen unbekannt geblieben wäre. Sie zeigte zuviel, wie einige Mitcamper feststellten. Doch die 28-Jährige legte auch Einsatzfreude bei den Dschungelprüfungen an den Tag, kam liebenswürdig rüber, war Teammember und vielleicht daher enttäuscht, nicht ins Finale gekommen zu sein. Nacktheit allein reicht eben im Leben nicht, liebe Micaela. Für sie sei es normal, bei den Tropentemperaturen nackt rumzulaufen; man mache das ja im Urlaub auch, so das Model zu RTL. Bliebe noch ein Blick auf Ramona Leiß zu werfen: Eine der liebenswürdigst-harmlosen Frauen des deutschen Fernsehens wurde zur Furie, wenn es um die Fragen zur Ordnung und Sauberkeit im Camp ging.

Klicken Sie hier zur Zusammenfassung: Finale "Ich bin ein Star ..." 2012

Da konnte die moderatorin der "Knoff-Hoff-Show" richtig aufbrausen. Die Leiß schwang sich zur Übermutter auf und war damit eine der unterhaltsamsten Mitspieler; zu früh raus zum Bedauern vieler Fans. Insgesamt, so ein Zuschauer, war die Staffel zu lahm: "Zu viel Harmonie, zu wenig Zoff, zu viel Gerede ohne echte Power.“ Doch das Finale von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ bescherte RTL am Samstagabend Rekordquoten: Insgesamt 7,43 Millionen Zuschauer schalteten ein. Ganze 29,4 Prozent aller Fernseher (Marktanteil) waren eingeschaltet, als Brigitte die Krone gewann. Ein Tipp für Staffel sieben: Sarah Knappik zurückholen und in der Besetzung etwas weniger auf Harmonie setzen.

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