
- Ich liebte eine Bestie - Ullstein Verlag
Deutschlands bedeutendster Serienmordexperte Stephan Harbort widmet sich in seinem neuen Buch "Ich liebte eine Bestie" den Frauen von Serienmördern. Sobald die Taten aufgeklärt sind und der Mörder verurteilt in seiner Zelle sitzt, beginnt für die Angehörigen des Täters erst der wahre Albtraum. Die Ehefrauen der Täter gelangen oft ins Zentrum des öffentlichen Interesses und ihr Leben ändert sich dramatisch. Stephan Harbort sprach mit vielen Frauen, die in einer Beziehung zu Serienmördern stehen. "Ich liebte eine Bestie" erschien im Juni 2011 als Taschenbuch im Ullstein Verlag. Das Buch ist weiterhin als eBook erhältlich.
Die Ehefrau - Komplizin oder Opfer?
Der Buchautor Stephan Harbort hat sich intensiv mit Ehefrauen und anderen Familienmitgliedern von Serienkillern unterhalten. Heraus kam ein erschreckendes Bild sozialer Abhängigkeitsverhältnisse, die fälschlich für Liebe gehalten werden. Beziehungen, die nur darauf ausgerichtet waren, nicht allein zu sein und dafür vieles in Kauf zu nehmen. Menschen, die voneinander abhängig sind und aus Angst vor dem Verlust des Partners schweigen oder sogar zu Mit-Tätern werden. Ehefrauen von Mördern, die immer noch an das Gute in ihm glauben und eine Mutter, die ihren Sohn, der als Mörder verurteilt wurde, nicht verlieren möchte. Viele der Frauen ahnten etwas von den Taten ihrer Männer. Dennoch schwiegen sie und schauten weg. So wurden sie unfreiwillig zu Komplizen.
Sechs erschreckende Beispiele
Das Buch "Ich liebte eine Bestie" beschreibt sechs authentische Fälle von Serienmorden. Stephan Harbort nahm für die Rekonstruktion der Ereignisse Gerichtsurteile, Vernehmungsprotokolle, forensische Gutachten sowie selbst geführte Interviews mit den Angehörigen der Täter zur Hilfe. Erschreckend bei den sechs aufgeführten Fallbeispielen stellt sich heraus, dass lediglich zwei Partnerinnen absolut ahnungslos vom mörderischen Treiben ihrer Ehemänner waren. Die anderen vier hatten Kenntnis von den schrecklichen Taten und wurden teilweise sogar zu Komplizinnen. Am erstaunlichsten ist die Tatsache, dass sich sogar eine Therapeutin in einen Serienmörder verliebt.
Fazit
Dieses authentische Buch von Stephan Harbort gibt Einblicke in eine Welt, die dem interessierten Leser sonst verborgen bleibt: die Gedankenwelt der Angehörigen von Serienmördern. Ohne zu übertreiben, in sachlicher Erzählweise, lässt der Kriminalhauptkommissar Harbort die Angehörigen zu Wort kommen und wieder einmal wird klar, dass sich die Täter mitten unter uns befinden. Viele der beschriebenen Serienmordfälle wurden ausgiebig in den Medien ausgeschlachtet, aber niemand hat sich mit den Angehörigen der Täter so intensiv befasst, wie Stephan Harbort. Ein absolut empfehlenswertes Buch!
"Ich liebte eine Bestie. Die Frauen der Serienmörder" von Stephan Harbort, erschienen im Juni 2011 im Ullstein Verlag, Taschenbuch, 304 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-548-37357-7
Die Autorin bedankt sich beim Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Ullstein Verlag
