Ideen für leckere und lustige Pausenbrote

Pausenbrote müssen nicht langweilig sein - Andrea Damm/pixelio.de
Pausenbrote müssen nicht langweilig sein - Andrea Damm/pixelio.de
Kinder fürs Schulsandwich zu begeistern ist möglich: Aus einer bunten Auswahl kann das Brot nach Herzenslust selbst belegt werden.

In sich zusammengesunken und an den Rändern wellig wandert so manches Pausenbrot abends in den Mülleimer statt mittags in den Bauch. Da können die Eltern noch soviel Liebe in die naturbewusste und schmackhafte Zubereitung gesteckt haben – das Pausenbrot wird verschmäht und verliert in der Konkurrenz gegen Süßes oder Chips.

Ob Earl Sandwichs Kinder belegte Brote mochten?

Dabei blickt das belegte Brot auf eine lange ruhmreiche Geschichte zurück: Schon im ersten Jahrhundert nach Christus belegte Rabbi Hillel der Ältere Scheiben aus ungesäuertem Brot mit einer Mischung aus gehackten Nüssen, Äpfeln, Gewürzen und Wein. Das Hillel Sandwich ist heute noch wichtiger Bestandteil des jüdischen Passahfests. Im 17. Jahrhundert war es dann John Montague, der vierte Earl of Sandwich, der die belegten Brotscheiben als Zwischenmahlzeit salonfähig machte. Doch seine adlige Herkunft hilft dem belegten Brot heute herzlich wenig. Jetzt sind knackige Ideen gefragt! Das Pausenbrot muss „hip“ werden, damit es gegessen wird.

Entdeckungsreise in die örtliche Bäckerei mit der ganzen Familie

Die deutsche Brotvielfalt ist berühmt und zusammen mit dem internationalen Brotangebot im Supermarkt ist die Auswahl gewaltig. Kürbis-Möhrenbrot statt langweiligem Graubrot, das öde Weißbrot kann durch einen Bagel ersetzt werden. Warum erforschen Sie mit Ihrem Kind nicht gemeinsam das Angebot der Bäckerei um die Ecke? Lassen Sie das Kind neue Geschmäcker entdecken und bestimmen, was gekauft wird. Sie haben eine Brotmaschine zu Hause? Selbstgebackenes Brot ist köstlich und lässt in der Schule die lustigen Erinnerungen an das gemeinsame Back-Abenteuer aufleben.

Belag fürs Pausenbrot: Erlaubt ist, was gefällt - und gesund ist

Achten Sie auf fettarme Käse- und Wurstsorten, deren Eiweißgehalt höher ist als der ihrer fettigen Kollegen. Stöbern Sie gemeinsam mit Ihrem Kind durch den Supermarkt auf der Suche nach leckerem Brotbelag. Zu stressig? Wie wäre es mit einem Büffet in Ihrer Küche, aus dessen gesunden Zutaten sich Ihr Kind das eigene Brot belegen kann? Schmieren Sie gemeinsam Brote für den nächsten Tag – Ihr Kind liebt es, beteiligt zu sein und das kleine Chaos in der Küche ist der Spaß allemal wert. Kreativität ist gefragt: Mit einem Schaschlik-Pausenbrot am Spieß, das mit dunklem Brot, Käsestückchen und Gurkenscheiben gespickt ist oder Toastscheiben, die mit Ausstechformen verziert worden – lassen Sie Ihre Fantasie Purzelbäume schlagen. Hier ein paar Anregungen für Pausenbrot-Kreationen:

  • „Der Klassiker“: belegtes Vollkornbrot mit Honigschinken, Gouda, Romana-Salat und Tomate
  • „Mexiko Ole“: Tortilla-Fladen mit Bratenfleisch, Pesto, Creme fraîche und Tomate
  • „Powerbrot“: Toast bestrichen mit Erdnussbutter und belegt mit Obst
  • „Süßes New York“: Bagel mit Frischkäse und Marmelade

Gestalten Sie neue Pausenbrote und ausgefallene Namen. Je witziger, desto besser.

Die Verpackung machts: Brotdosen selbst dekorieren

Es gibt Brotdosen oder „Lunchboxen“ in allen Farben, Formen und Designs. Verzichten Sie auf die umweltschädliche Alufolie oder Plastikfolie und erfreuen Sie Ihr Kind mit einer haltbaren Plastikbox, die es entweder nach Geschmack verzieren kann oder die bereits ein cooles Design hat. Damit wird der Griff zum Pausenbrot eine echte Freude und viel verführerischer als Schokolade oder Chips. Gesunde Ernährung mit Witz und Spaß zu präsentieren, wird zum Erfolg führen.

Bildnachweis: @Andrea Damm/pixelio.de

Ulrike Niemann, Ulrike NIemann

Ulrike Niemann - Ulrike Niemann lebt mit Mann und Katze in der Nähe von Paris. Nach Abschluss des Studiums der Kulturwissenschaft an der Uni ...

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