Die Lausitz ist eine geschundene Landschaft. Der seit über 100 Jahren hier betriebene Bergbau auf Braunkohle hat große Krater aufgerissen. Krater, die sich nun langsam, aber sicher in Seen verwandeln. Diese Landschaft im steten Wandel ist dafür einzigartig. Hier es gibt Wälder, Seen, Heide, Canyons und Sümpfe. Dazu die Tagebaukrater mit ihren Mondlandschaften und riesigen Sandflächen. Das gibt es in dieser Form nur hier in der Lausitz. Das sind Gebiete wie geschaffen für Liebhaber von Geländewagen.

Bergbautouren per Geländewagen

Oliver Bothe aus Brieske bei Senftenberg ist der Chef einer Flotte von Geländewagen. Mit diesen Fahrzeugen entführt er Menschen in die Tiefen der ehemaligen Tagebaue wie Meuro oder noch aktiver Tagebaue wie Wenzlow.

Da lässt sich aus dem Geländewagen heraus die Natur beobachten. Über Stock und Stein geht es auf dem Grund des künftigen Ilse-Sees. Lange Schrägfahrten an sandigen Hängen führen zu sorgenvollen Gesichtern, in denen die Frage steht: „Wann kippt er?“ Steile Hänge abwärts: da kann die Achterbahn auf der Kirmes kaum mithalten. Durch das Grasland im Dunkeln. Da gibt es immer neue Überraschungen im Boden. Und Reh, Fuchs und Hase bringen sich vor dem heraufziehenden Gewitter in Sicherheit.

So ist eine Landschaft zu erleben, die es schon bald nicht mehr geben wird. Die Flutung des Restloches vom Tagebau Meuro wird voraussichtlich schon 2014 abgeschlossen sein. Dann wird die Seebrücke von Großräschen im Wasser des Ilse-See stehen und das Seehotel hat endlich seine Strandlage.

Das Angebot von Oliver Bothe

Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es noch eine Fläche von rund 4000 Hektar abseits der Straßen, die mit Geländewagen zu befahren sind. Touren im Geländewagen durch die sich verändernde Niederlausitzer Tagebaulandschaft werden durchgeführt. Die Fahrer sind Profis und haben die Passagiere noch immer heil an die Erdoberfläche gebracht. Rund 3 Stunden dauert eine typische Tour. Und wenn gewünscht, dann kann auch ein Picknick im Gelände eingeplant werden.

Mancher möchte aber selbst mal durchs Gelände brettern. Auch dem kann in der Lausitz geholfen werden. Anfänger wie alte Hasen können sich mit den Fahrern von Oliver Bothe auf Exkursionen ins Bergbaugelände begeben. Sie können mit dem eigenen Fahrzeug kommen oder sich einen Geländewagen mieten. Die Profis weisen sie sorgsam ein. Touren von 2 Stunden bis zu 2 Tagen sind denkbar. Da erleben Offroader mal die echte Freiheit im Gelände. Da sind Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Staub, Schlamm, Rüttelpiste und Schlaglöcher fordern den Fahrer bis an seine Grenzen und die Grenzen des Fahrzeugs. Steckenbleiben ist nicht auszuschließen. Aber noch immer sind alle Wagen vor der steigenden Flut wieder aus dem Tagebau gekommen.

Die Ziele der Touren

Die meisten Touren werden im ehemaligen Tagebau Meuro durchgeführt. Zunehmend geht es in den noch aktiven Tagebau Wenzlow. Aber auch andere Ziele lassen sich ansteuern. So die F 60, die größte Abraumförderbrücke der Welt, bei Lichterfeld oder Luise, die älteste Brikettfabrik weit und breit, in Domsdorf. Zum Picknick laden die zahlreichen Aussichtspunkte an den Tagebauen. Und bis in den Spreewald ist es nicht weit.

Der Veranstalter

Oliver Bothe, Briesker Straße 30 a, D-01968 Brieske/Senftenberg, Fon +49 (0)3573 669913, Mail info@allradtouren.de

Quellen:

  1. Offroadtouren
  2. Tourismusverband Niederlausitz
  3. Pressereise „Barrierefreie Reiseziele" der Deutschen Bahn und der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreie Reiseziele in Deutschland im Mai 2011