Im iBook-Store E-Books verkaufen

Um in Apples iBook-Store E-Books zu veröffentlichen, müssen Autoren und Verlage einige Hürden überwinden und Bedingungen erfüllen.

iBooks lautet der Name einer kostenlosen Applikation aus dem App-Store des Technologieunternehmens Apple. Sie ist E-Book-Reader, digitale Bibliothek und virtueller Buchladen zugleich. iBooks ist nicht nur interessant für Besitzer von iPhone, iPod touch und iPad, sondern auch für Autoren und Verlage, bietet sich hier doch die Gelegenheit eines vielversprechenden Einstiegs in das Geschäft mit E-Books. Allerdings ist der Pfad, der zur Veröffentlichung von Büchern im iBook-Store führt, mitunter lang und beschwerlich. Das gilt für jedes Kinderbuch, jeden Roman oder auch jedes Sachbuch – für jedes Werk eines unabhängigen Autors sowie jeden Titel der aus einem Verlagsprogramm stammt.

Die Basis für eine Teilnahme am iBook-Store wird mit der Einrichtung eines iTunes-Kontos gelegtWie bei der Veröffentlichung einer Applikation im App-Store oder von Musik im iTunes-Store, braucht es auch für eine aktive Teilhabe am Programm von iBooks einen iTunes-Account. Ist bereits ein iTunes-Konto vorhanden, das zudem mit iTunes Connect verbunden ist, bedarf es für iBooks noch eines neuen Store-Accounts.

Autoren und Verlage brauchen eine Kreditkartennummer und eine US-Steuernummer

Der Vollständigkeit halber ist es notwendig bei der Einrichtung des Nutzerkontos die Nummer einer Kreditkarte zu hinterlegen. Eine solche muss demzufolge in jedem Fall vorhanden sein oder angeschafft werden. Weiterhin hat Apple die Angabe einer US Taxpayer Identification Number, kurz TIN, zur Bedingung gemacht. Diese US-amerikanische Steuernummer wird von jedem Autor und Verlag verlangt, unabhänig von der Nationalität und des Wohn- oder Unternehmenssitzes. Abgefragt wird die Nummer bereits in der Eingabemaske zur Einrichtung des iTunes Connect-Accounts. Die Beantragung einer TIN erfolgt erwartungsgemäß auf bürokratischen Wegen. Die dafür nötigen Formulare sowie detailierte und ausführliche englischsprachige Informationen sind auf der Webseite des Internal Revenue Service zu finden.

Für E-Books, die im iBook-Store verkauft werden sollen, wird eine ISBN verlangt

Nicht zuletzt verlangt der Hersteller von iPhone und Konsorten für eine Listung im iBook-Store eine International Standard Book Number (ISBN). Diese zur Identifizierung eines Buches dienende Nummer muss speziell für das E-Book angefordert werden, selbst wenn diese für eine Printversion des Werkes schon vorhanden sein sollte. Länderspezifische Informationen für die Beantragung einer ISBN sind auf der Homepage der International ISBN Agency nachlesbar. In Deutschland ist beispielsweise die Agentur für Buchmarktstandards für die Vergabe der ISBN zuständig, die Gebühren in Höhe von 80 Euro verlangt, in Österreich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, der für die Bearbeitung 72 Euro berechnet, und in der Schweiz der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband, der für die Bereitstellung der ISBN 115 Schweizer Franken veranschlagt. Die Preise gelten allerdings nur für Einzeltitel, für eine größere Anzahl an ISB-Nummern gelten andere Tarife.

E-Books, die für den iBook-Store bestimmt sind, müssen als EPUB-Datei vorliegen

Schlussendlich ist auch noch ein Blick auf die Formatierung des elektronischen Buches zu werfen. Denn für die Veröffentlichung im iBook-Store muss das Werk als EPUB-Datei abgespeichert sein und den EPUB-Check bestehen. Sind die genannten Bedingungen erfüllt, ist der Weg für eine Anmeldung des neuen E-Books auf der Webseite von iTunes Connect und eine endgültige Prüfung des Werkes frei. Sofern Apple keine Beanstandungen vermeldet, dürfte das digitale Buch innerhalb weniger Stunden bis Tage im iBook-Store veröffentlicht werden.

Mathias Kempowski - Obwohl ich schon in Jugendjahren meine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte, entschloss ich mich erst meine randvolle Schublade ...

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