
- Petersilie und viele Gemüse ins Freiland säen - Ingrid Oertel
Es kommt immer auf das Wetter an. Eine alte Gärtnerregel lautet: "Betrete nie das Gartenland,so lange die Erde an deinen Schuhen kleben bleibt."
Sowie die Böden abgetrocknet sind, kann mit der Vorbereitung der Gemüseanzucht im Garten begonnen werden. Die Frage, ob die Aussaat jetzt schon sinnvoll ist, sollte nicht das Datum sondern vor allem das regionale Klima beantworten.
Vorbereitung der Gartenbeete für den Gemüseanbau
Wenn das Gartenbeet im Herbst umgegraben oder mit dem Sauzahn tiefgründig gelockert wurde, kann man starten. Die Erde sollte Unkraut frei sein und mit dem Rechen fein und krümelig vorbereitet werden. Etwas Kompost auf die Beete gestreut, garantiert einen guten Start der meisten Gemüsesorten.
Für Gemüse welches nun ausgesät werden soll, werden Saatrillen im Abstand von etwa 40 Zentimetern gezogen.
Was kann im März ins Freiland gesät werden
Dicke Bohnen und Erbsen können gesteckt werden im Abstand von etwa 10 Zentimetern. Mairübchen und
Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln und Pastinaken werden dünn in die Saatrillen gesät. Auch der Samen von Radieschen und Rettiche kann jetzt der Erde anvertraut werden.
Zwiebeln lassen sich ebenfalls im März aussäen oder stecken, ebenso Knoblauch.
Sowie keine Frostgrade mehr zu erwarten sind, können die Frühkartoffeln in die Erde gesteckt werden.
Schnittlauch und Petersilie dürfen jetzt ebenfalls auf den für sie ausgesuchten und vorbereiteten Platz ausgesät werden.
Als Faustregel gilt, dass die Samenkörnchen gerade mal so dick mit Erde bedeckt werden sollten wie sie stark sind. Lichtkeimer wie Schnittlauch werden nur auf die zuvor angefeuchtete Erde gedrückt. Damit die Samenkörnchen nicht im Wind davon fliegen, bedeckt man sie zweckmäßigerweise mit einer Folie.
Wer nebenbei noch die Mischkultur beachtet, hat einen weiteren Vorteil. Es ist nicht unwichtig, welche Gemüsesorten sich nebeneinander mögen und fördern und welche sich nicht riechen können.
Tomaten & Co. können im Gewächshaus keimen
In der zweiten Märzhälfte können Tomaten, Paprika, Chili und Auberginen im Gewächshaus gesät werden. Auch die südlichen Wärme liebenden Kräuter wie Basilikum, Thymian, Mayoran, Rosmarin und Lavendel im Gewächshaus vorgezogen werden. Das Gewächshaus sollte oft gelüftet werden, um tropische Temperaturen zu vermeiden. Dann können dort auch die Heil- und Gewürzkräuter Melisse, Minze und Estragon ausgesät werden.
Kohl und Salate dürfen ins Frühbeet ausgesät werden
Im Frühbeet wird es nicht so warm wie im Gewächshaus. Die heimischen Gemüsesorten mögen nicht die hohen Temperaturen des Gewächshauses. Sie keimen besser im Frühbeet und entwickeln sich hier geschützt und gesund.
Ab März können ins Frühbeet die Kohlsorten wie Brokkoli, Weiß-, Rot- und Blumenkohl sowie Porree, Sellerie und Kohlrabi ausgesät werden.
Frühe Salatsorten haben jetzt ebenfalls ihren Start im Frühbeet. Wenn sie eine gewisse Größe und Stabilität erreicht haben, können diese Gemüsesorten ab Mitte bis Ende April in die Gartenbeete ausgepflanzt werden.
Am Fensterbrett kann auch ausgesät werden
Wer kein Gewächshaus besitzt, kann die Wärme liebenden Gemüse wie Tomaten, Paprika, Chili und Auberginen auf einer hellen und nicht zu warmen Fensterbank heran ziehen. Ab Mitte Mai können diese Pflanzen in die Gartenbeete umziehen.
Wer genügend Licht und Platz am Fensterbrett oder einen ungeheizten Wintergarten hat, kann die mediterranen Kräuter in Töpfchen vorziehen. Hier entwickeln sich Basilikum, Rosmarin, Thymian, Melisse, Minze, Estagon, Mayoran und Lavendel optimal. Nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen diese Heil- und Gewürzkräuter entweder in den Garten oder auf Terrasse und Balkon.
