
- Clive Barker - Clive Barkers offizielle Homepage
Was Tim Burton als Regisseur für die Mainstream-Filme bedeutet, ist Clive Barker wohl für das Horrorgenre: eine sehr spezielle Persönlichkeit mit vielen eigenen Ideen. Obwohl Barker nicht dieselbe Aufmerksamkeit wie Großmeister Stephen King erhält, ist er für die eingefleischten Fans der düsteren Belletristik nicht mehr wegzudenken. In den 1980er Jahren erschuf er mit wenigen anderen Autoren ein neues Subgenre: Splatter und Gore.
Der Autor Clive Barker und seine Inspiration, das Theater Grand Guignol
Clive Barker machte niemals ein Geheimnis daraus, dass er seine Inspiration vom Theater Grand Guignol bezog. Das Grand Guignol war von 1897 bis 1962 ein fester Bestandteil der künstlerischen Szene in Paris und zeichnete sich dadurch aus, dass es fast ausschließlich Horrorstücke aufführte und somit ein Unikat war. Dank dieses Schauspielhauses also erschien 1984 Clive Barkers erstes Buch mit dem Namen "Das Erste Buch des Blutes", das mehrere Kurzgeschichten enthält und einschlug wie eine Bombe. Nach insgesamt sechs Teilen der "Bücher des Blutes"-Reihe schrieb er seinen ersten längeren Roman mit dem Namen "Spiel des Verderbens".
Clive Barker's "Hellraiser" und andere Erfolge
Nachdem Clive Barker mehrere Preise abgeräumt hatte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sein erstes Werk verfilmt werden sollte, und somit erschien 1985 der Film "Underworld", für dessen Drehbuch er sich selbst verantwortlich zeichnete. Kurz danach war auch "Rawhead Rex" zu Ende gedreht, welcher ebenfalls auf einer Geschichte von Barker beruhte. Der Autor zeigte sich allerdings von beiden Ergebnissen sehr enttäuscht und nahm das nächste Filmprojekt gleich selbst in die Hand. 1987 stellte er seine Umsetzung dem breiten Publikum vor und schuf sich so gleich selbst einen festen Platz in der Horrorszene, denn "Hellraiser" löste eine wahnsinnige Welle aus und gehört auch heute noch zu den bekanntesten Horrorfilmreihen aller Zeiten. Weitere Werke von ihm wie zum Beispiel "Cabal – Die Brut der Nacht" oder "Candyman's Fluch" fanden zwar auch reißenden Absatz, aber "Hellraiser" blieb bis heute seine erfolgreichste Arbeit.
Clive Barker steht öffentlich zu seiner Homosexualität
Clive Barker wurde am 5. Oktober 1952 in Liverpool (England) geboren und lebt heute in Los Angeles (USA). Im Jahre 2003 wurde er mit dem Davidson/Valentini Award ausgezeichnet, welcher nur Personen zusteht, die "öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen und mit besonderer Arbeit etwas für die Gleichberechtigung der Homosexuellen in der Gesellschaft beitragen" (Original-Zitat: "This award is presented to an openly lesbian, gay, bisexual or transgender individual who has made a significant difference in promoting equal rights for any of those communities."). Da Clive Barker aufgrund seiner Homosexualität und seiner Arbeit im Horrorbereich von einigen religiösen Gruppen öffentlich kritisiert wurde, äußerte er sich ebenfalls öffentlich über seinen christlichen Glauben und erklärte, dass er diesen auch sehr gerne in seine Werke einfließen lässt.
Sie finden auf Suite101 weitere Informationen zu Clive Barkers "Die Bücher des Blutes".
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