Im Wald der stummen Schreie - Rezension des Thrillers

Der Wald der stummen Schreie - Bastei Lübbe Verlag
Der Wald der stummen Schreie - Bastei Lübbe Verlag
Jean-Christophe Grangé schreibt über bestialische Frauenmorde und einen seltsamen Tatverdächtigen.

Spannende mystische Thriller gepaart mit politischen Hintergründen sind die Spezialität von Jean-Christoph Grangé. Der französische Autor ist auch in Deutschland durch die Verfilmungen seiner Romane bestens bekannt. Zu seinen großen Erfolgen gehören "Das Imperium der Wölfe" und "Die purpurnen Flüsse". Jetzt hat Grangé einen spannungsgeladenen Thriller mit dem Titel "Im Wald der stummen Schreie" geschrieben. Erschienen ist das eindrucksvolle Werk am 19. August 2011 im Bastei Lübbe Verlag.

Grausame Morde und eine neugierige Ermittlungsrichterin

Jeanne Korowa ist 35, ledig und arbeitet als Ermittlungsrichterin in Paris. Ihr befreundeter Kollege Francois Taine arbeitet gerade an der Aufklärung eines besonders bestialischen Frauenmordes und bittet Jeanne um Hilfe. Scheinbar treibt ein Wahnsinniger in Paris sein Unwesen, denn es wurden schon mehrere Frauen zerstückelt und teilweise offenbar verspeist. In ihrem Privatleben läuft es bei Jeanne gerade nicht so gut - ihr Freund meldet sich nicht mehr bei ihr. Die Ermittlungsrichterin lässt daraufhin die Praxis seines Therapeuten abhören und kommt auf diese Weise einem Serienmörder auf die Spur.

Der Wald der stummen Schreie

Ein älterer Mann, der die Praxis des Therapeuten regelmäßig aufsucht, gibt unfreiwillig Hinweise auf den gesuchten perversen Mörder, denn er traut seinem autistischen Sohn diese Taten durchaus zu. Jeanne und ihrem Kollegen Francois ist klar, dass der Autist der gesuchte Mörder sein könnte, aber zur Überführung des Täters gehören noch intensivere Ermittlungen. Jeanne fängt an, auf eigene Faust den Täter zu suchen und ihre Suche führt sie in die Urwälder nach Lateinamerika. Dort entdeckt sie den Wald der stummen Schreie und noch andere Dinge, die sie sich in ihrem schlimmsten Träumen nicht vorstellen konnte.

Ungewöhnliche Protagonisten

Mit seiner Hauptfigur, der Ermittlungsrichterin Jeanne Korowa, hat der Autor in diesem Thriller erstmals eine Frau in den Mittelpunkt gestellt. Obwohl Jeanne Korowas Gedanken vorrangig um ihre verlorene Liebe und ihren Kleiderschrank kreisen, ist sie auf der anderen Seite so ehrgeizig, dass sie zur Aufklärung der Morde in den Dschungel Südamerikas reist. Der Charakter Jeannes ist sehr detailgenau beschrieben: neugierig, beziehungsunfähig, zeitweise deprimiert aber auch offen für neue Blickwinkel. Francois Taine, der zweite Protagonist wird nicht ganz so ausführlich dargestellt.

Fazit

Auch mit seinem neuesten Werk "Der Wald der stummen Schreie" wird der französische Autor Jean-Christophe Grangé seinem Ruf als großartiger Thriller-Autor gerecht. Der Roman ist sicher nichts für Menschen, die empfindlich auf Tatortbeschreibungen reagieren, denn diese werden hier sehr ausführlich und bildhaft vorgenommen. "Der Wald der stummen Schreie" gehört zu einer Triologie über das Niederträchtige im Menschen. Allerdings ist dieser Roman in sich abgeschlossen und hat inhaltlich keinen Bezug zu den anderen Werken über das Böse im Menschen. Eine wirklich sehr außergewöhnliche Geschichte mit hoher Spannung.

"Der Wald der stummen Schreie" von Jean-Christophe Grangé, erschienen am 19. August 2011 im Bastei Lübbe Verlag, gebunden,541 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-404-16065-5

Die Autorin bedankt sich beim Bastei Lübbe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Bastei Lübbe Verlag

Gabriele Pagenhardt von Mainberg, Gabriele Pagenhardt von Mainberg

Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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