Der Beginn der kalten Jahreszeit ist für viele Personen mit Erkältungssymptomen verbunden. Ob durch zu dünne Kleidung, Ansteckung bei einem Mitmenschen oder ein schwaches Immunsystem, der Temperaturumschwung sorgt regelmäßig für ansteigende Erkältungszahlen.
Eine normale Erkältung ist noch keine Grippe
Doch ist eine normale Erkältung etwas ganz anderes als die Ansteckung mit einem Influenza-Virus. Denn diese echte Grippe ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Um der Ausbreitung der Influenza vorzubeugen und besonders gefährdeten Personenkreise einen sicheren Schutz zu geben, gibt es seit vielen Jahren die alljährlichen Influenza-Impfungen, so auch im Jahr 2011.
Gibt es einen Unterschied zwischen dem Impfstoff 2010/2011 und 2011/2012?
Die Ausgabe 38 „Epidemologisches Bulletin“ vom 26. September 2011, herausgegeben vom Robert Koch-Institut, enthält eine Mitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO), die besagt, dass der Influenza-Impfstoff für die Saison 2011/2012 dieselbe Antigenzusammensetzung aufweist wie der Impfstoff in der Saison 2010/2011. Trotzdem empfiehlt die STIKO allen Personen, die der Zielgruppe derjenigen, für die eine jährlichen Influenza-Impfung empfohlen wird, angehören, sich im Herbst 2011 erneut impfen zu lassen und nicht darauf zu vertrauen, dass die Impfung vom letzten Jahr noch anhält.
Für welche Personenkreise wird die Influenza-Impfung 2011/2012 empfohlen?
Die am Robert Koch-Institut beheimatete Ständige Impfkommission gibt jedes Jahr Empfehlungen heraus, für welche Personenkreise eine Influenza-Impfung als sinnvoll erachtet wird. Mit Stand vom 23.09.2011 empfiehlt die STIKO eine Influenza-Impfung für folgende Personengruppen:
- Alle Personen, die ein Lebensalter von 60 Jahren überschritten haben.
- Schwangere
- Personen, die in Folge eines Grundleidens, wie Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen oder Nierenerkrankungen, einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung unterliegen.
- Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen
- Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen
- Personen, die im direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln stehen.
Darüber hinaus empfiehlt die STIKO eine Influenza-Impfung für alle Personen, die bei einer Erkrankung weitere, risikobehafteten Personenkreise in Mitleidenschaft ziehen können. Dies können beispielsweise Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen wie Lehrer oder Hochschulprofessoren sein oder Menschen, die in ihrem Alltag mit Kindern oder anderen, größeren Menschengruppen zusammenarbeiten.
Vor der Impfung sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden
Wer sich unsicher ist, ob eine Influenza-Impfung für ihn angebracht ist und wo die Vor- und Nachteile einer Impfung liegen, der sollte sich mit seinen Fragen an seinen Arzt des Vertrauens wenden. Eine Influenza-Impfung ist beispielsweise bei so gut wie jedem Hausarzt möglich, so dass sich die Patientinnen und Patienten direkt bei ihrem eigenen Hausarzt beraten lassen können. Dieser kann dann, vor dem Hintergrund der jeweiligen Krankheitsgeschichte, einschätzen, ob eine Influenza-Impfung anzuraten ist oder nicht.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Allgemeinmediziner oder Hausarzt - nicht ersetzen kann.
