Impfungen und Gesundheitsvorsorge für Costa Rica

Infos zu Malaria, giftigen Tieren und anderen Gesundheitsrisiken

Moskitos sind sehr aufdringlich in Costa Rica - Sommaruga Fabio
Moskitos sind sehr aufdringlich in Costa Rica - Sommaruga Fabio
Gibt es Malaria in Costa Rica? Welche Tiere sind giftig? - Der Artikel gibt Tipps zu Impfungen und Gesundheitsvorsorge für den Urlaub in Costa Rica und Mittelamerika.

Reisen in tropische Gefilde erfordern eine besondere Vorbereitung. Mit Impfungen, guter Ausrüstung und gesundem Menschenverstand können die speziellen Risiken für die Gesundheit auf ein Minimum reduziert werden.

Impfungen für die Reise nach Costa Rica - Malaria und andere Tropenkrankheiten

Für die Einreise in Costa Rica sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Die einzige Ausnahme bildet Gelbfieber und das auch nur, wenn man aus einem Gelbfiebergebiet einreist (hier informiert die WHO). Dennoch werden verschiedene Impfungen vom Auswärtigen Amt für Costa Rica empfohlen, in erster Linie Diphtherie, Tetanus und Hepatitis A, ferner Typhus, Hepatitis B und die Standardimpfungen für Kinder wie Masern und Poliomyelitis.

Malaria kommt in Costa Rica ganzjährig vor, jedoch ist die Einnahme von Tabletten zur Prophylaxe in der Regel nicht nötig. Ein mittleres Risiko besteht in Teilen der Provinz Limón im Norden des Landes und im Grenzgebiet zu Nicaragua bei Los Chiles. In allen anderen Landesteilen wird das Risiko als gering bis nicht vorhanden (in den Städten und Bergregionen) eingestuft. Medikamente gegen Malaria sind grundsätzlich verschreibungspflichtig. Ob man Tabletten zur Prophylaxe oder eine Behandlungsdosis mitnehmen sollte und wenn ja welches der Präparate, sollte man im Voraus mit einem Reisemediziner besprechen.

Moskitos, Zecken, Sandflöhe - Parasiten in Costa Rica und Mittelamerika

Moskitos, Stechmücken und andere Parasiten gehören in allen tropischen Regionen zum Alltag. Die Anopheles-Mücke ist für die Übertragung von Malaria verantwortlich. Das unangenehme Insekt ist vor allem abends und nachts aktiv, während die das Dengue-Fieber übertragende Mücke Stegomyia aegypti auch am Tag unterwegs ist. Den besten Schutz bietet leichte Baumwollkleidung, die Beine und Arme bedeckt und auch Milben und Zecken im Grasland abhält. Spray zur Insektenabwehr kauft man am besten vor Ort, das beliebte Autan wird von tropischen Blutsaugern gern ignoriert.

In Küstenregionen empfiehlt es sich auch unter einem Moskitonetz zu schlafen. Dagegen sind die höher gelegenen Regionen wie die Hauptstadt San José und die Gebirgszüge einigermaßen von Mücken und Moskitos verschont.

Wer sich während der Dämmerung an pazifischen Sandstränden in den Hintern gebissen fühlt, hat wahrscheinlich Bekanntschaft mit den winzigen Sandflöhen "no-see-ums" gemacht. Einheimische Apotheker können entsprechende Schutzmittel empfehlen.

Vorsicht vor Sonnenbrand in Costa Rica

Viele Neuankömmlinge in tropischen Gefilden unterschätzen die knallharte Sonne der Äquatorregion. Touristen, die als „botellas de leche“ (Milchflaschen) ankommen, wie die Einheimischen gern lästern, und sich gleich strahlend weiß an einen pazifischen Strand flacken, laufen Gefahr sich ihren Urlaub in kürzester Zeit zu verderben. An eine ordentliche Schicht Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist deshalb immer zu denken und die pralle Sonne nach Möglichkeit ganz zu meiden. Eine Kopfbedeckung ist ebenso wichtig wie eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, also viel trinken! Wer im Winter anreist, kann sich einen Gefallen tun, indem er vor dem Abflug im Solarium ein paar Mal leicht vorbräunt.

Kann man das Leitungswasser trinken? - Lebensmittelhygiene auf Costa Rica-Reisen

Die costaricanische Küche ist nicht so exotisch, dass sie einem gleich den Magen herumdrehen müsste. Dennoch tun Jetlag, das veränderte Klima und Müdigkeit oft gerade zu Beginn der Reise ihr übriges. Gegen leichtere Magenverstimmungen gibt es Medikamente in Drogerien und Supermärkten, um das Problem schnell wieder aus der Welt zu schaffen.

Schlimmere und länger anhaltende Durchfallerkrankungen können durch mangelnde Hygiene entstehen. Die üblichen Vorschriften für Lebensmittel- und Trinkwassernutzung in exotischen Ländern sollten unbedingt beachtet werden. Das heißt Nahrungsmittel waschen, schälen, kochen und Fliegen davon fernhalten. Außerdem häufig die Hände waschen. Wasser sollte nach Möglichkeit aus Flaschen, abgekocht oder gefiltert genutzt werden.

Auch wenn vom Trinken des Leitungswassers abgeraten wird, ist dies vor allem in San José durchaus üblich. Die Qualität dieses Wassers ist relativ gut, weshalb man zumindest nicht bei jedem Eiswürfel im Getränk in Panik ausbrechen muss.

Giftige Tiere in Costa Rica - Gefahr durch Schlangen und Skorpione

Zur Tierwelt von Costa Rica gehören 14 Arten von Skorpionen, deren Biss zwar durchaus schmerzhaft ist, aber von eher geringer Giftigkeit. Gefährlicher sind mehrere der in Costa Rica vorkommenden Schlangenarten – die Korallennatter, der Buschmeister und die Lanzenotter, der die meisten Unfälle mit Schlangen in Costa Rica zuordnen sind. Bei Wanderungen durch das Grasland oder die Regenwälder sollte man knöchelhohe Schuhe tragen und darauf achten, wohin man tritt und greift. Im Falle eines Bisses zählt jede Minute. Der Betroffene sollte sich so wenig wie möglich bewegen, ärztliche Hilfe ist sofort herbei zu holen.

Hier finden Sie eine umfangreiche Packliste für Mittelamerika-Reisen, unter anderem mit einem Vorschlag für die Reiseapotheke Costa Rica. Lesen Sie außerdem was die Highlights in Costa Rica sind.

Lesen Sie außerdem auch über Impfungen für Mexiko sowie Impfungen für Peru und Bolivien.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Constanze Liess, Constanze Liess

Constanze Ließ - Constanze Ließ studierte Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus anderen Ländern ...

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