
- Besuch des Halloren-Schokoladenmuseums - Foto: privat
Halloren-Kugeln stehen für eine beliebte Pralinenmarke aus Ostdeutschland, die die Wende mehr als nur überlebte, sondern sogar expandieren konnte. So übernahm die Halloren Schokoladenfabrik AG im Jahr 2008 die Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH als Tochterunternehmen. Am Stammsitz der Halloren-Produktion in Halle an der Saale eröffnete das hallische Traditionsunternehmen, das 1804 gegründet als älteste Schokoladenfabrik Deutschlands gilt, ganz besondere Leckereien für Augen und Sinne.
Ausflugstipp: Museum und Produktion der Halloren-Schokolade besichtigen
In Halles Oststadt in der Delitzscher Straße liegt der Hauptfirmensitz. Hierher laden das Café David - benannt nach der Inhaberfamilie von 1851 bis 1943 - und ein Werksladen mit Fabrikverkauf zu Sonderkonditionen, aber vor allem das Halloren-Schokoladenmuseum und die Schokoladenherstellung zum Gucken ein. Die Attraktionen sind ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Reisegruppen, die Führungen anmelden können. Fabrik, Café und Produktion sind keineswegs angestaubt, sondern ganz im Gegenteil hochmodern und sehenswert.
Willkommen zu einem Rundgang durch das Schoko-Schlaraffenland
Das kreativ, liebevoll und anregend eingerichtete Halloren-Schokoladenmuseum erzählt bei Streifzügen durch Schiffsrumpfinstallation, Kakaoplantage, begehbaren Pralinenkasten, Zeittunnel und vorbei an einem Schokoladenbrunnen eindrucksvoll vom Siegeszug der Kakaobohne, Schokolade und „Halloren“-Herstellung. Durch ein Schaufenster können die Besucher einen Blick von oben in die laufende Produktion werfen.
Geschichte der ältesten Schokoladenfabrik in Deutschland
Bevor die Schokoladenfabrik 1990 Halloren Schokoladenfabrik GmbH wurde, hieß sie einst David & Söhne AG, Mignon Schokoladenwerke AG und war im Sozialismus der DDR-Ära ein „volkseigenes“ Süßwaren-Kombinat, das unter anderem „Original Halloren Kugeln“ produzierte. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges musste die Betriebsstätte dazu dienen, dass in ihr Zubehörteile für Flugzeugtragflächen anstatt Pralinen und Schokoladentafeln gefertigt wurden.
Hallo-was?
Der Name „Halloren“ stammt von den gleichnamigen Mitgliedern der Salzwirker-Brüderschaft in Thale. Diese verkochten bereits seit dem 15. Jahrhundert Sole in Siedesalinen zu Salz. Den Erzählungen nach inspirierten zu der traditionellen Form der Original Halloren Kugeln die silbernen Knöpfe an den Festgewändern der Halloren. Das Markenzeichen der Pralinen und Confiserieartikel bildet darum ein Halloren-Männchen in Tracht ab.
Schokoladen-Zimmer, Schokoladen-Rathaus und andere Schokoladen-Bauwerke
Das besondere Highlight des Halloren Schokoladenmuseums ist ohne Zweifel das Schokoladenzimmer. Die Wände und die Ausstattungsgegenstände von Kaffeeservices und Blumenvase über ein Gemäldeporträt des Stadtsohnes und Komponisten Georg Friedrich Händel bis hin zu Büchern, Kamin, Violine und Notenständer stellte die Konditorin Claudia Heimann vollständig aus etwa 1.400 Kilogramm Vollmilch- und Zartbitterkuvertüre sowie 300 Kilogramm Marzipan her. Neueste Attraktionen sind das aus Schokolade nachempfundene Alte Rathaus zu Halle und weitere Bauwerke der Schokoladengalerie, wie etwa Händelhaus, Halloren-Fabrik und Leipziger Turm. In den detailverliebten Kunstwerken aus dem sündigen, aber auch empfindlichen „Material“ stecken viele schöpferische Stunden und konzentrierte Feinmotorik der Chocolatiers.
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden
Ostschokolade hat ihren eigenwilligen und unverkennbaren Geschmack, so auch die variationsreichen Schokoladen-Kreationen aus der Halloren-Fabrik. Sie sind beliebte Mitbringsel und Geschenksüßigkeiten - auch im Westen. In den Spezialitätenläden von Halloren geht das Angebot aus Kakaomasse und exklusiven Zutaten weit über das in Supermärkten und dem allgemeinen Handel vertriebene Sortiment hinaus.
Tipp für Halles Besucher und Einwohner: Filialen von Halloren ...
Neben den bekannten Halloren-Kugeln gibt es hier unzählige Erzeugnisse auf Kakao-Basis. Natürlich dürfen Schokoladenfiguren zu Ostern und Weihnachten nicht fehlen. Zum Schuleintritt finden sich hier gepackte Zuckertüten in großen wie in kleinen Formaten. Für Jubiläen und Geburtstage eignen sich die schön hergerichteten Geschenkkörbe in vielfältiger Fülle. Eine königliche Referenz am Rande: Das schwedische Königshaus suchte Halloren aus, um 2010 die Hochzeit zwischen Kronprinzessin Victoria und ihrem Daniel Westling mit Pralinés namens "Wedding Chocolates" zu versorgen.
... manchmal mit Café und Pralineum
In dem Halloren-Laden im Marktschlösschen am Hallenser Marktplatz - von der Großen Ulrichstraße kommend gleich rechts gegenüber der Marktkirche - kann eine Shoppingpause eingelegt und Kaffee, Kuchen und Süßes genossen werden. Eine weitere Filiale mit breiter wie tiefer Produktpalette liegt in der Fußgängerzone am Boulevard der Leipziger Straße zwischen Leipziger Turm und Hauptbahnhof. Inzwischen existieren auch in anderen Städten wie Leipzig und im Einkaufszentrum Nova Eventis bei Günthersdorf Halloren-Shops mit exklusiven Confiserieangeboten. Im März 2011 eröffnete am Altmarkt in Dresden ein Halloren Pralineum mit Café, wie es ähnlich in einem separaten Raum des Werkverkaufs in Halle eingerichtet wurde. Hier können von Hand gefertigte feinste Pralinen, edle Trüffel und Schöpfschokoladen individuell zusammengestellt und verpackt werden.
Weiterführende online-Informationen: Internetauftritt der Halloren-Schokoladenfabrik
