Indianerkunst an olympischen Veranstaltungsorten

Kunst, Mythen und Legenden zieren die Olympia-Stätten in Vancouver

Day Lodge Whistler Olympic/Paralympic Park - VANOC, Künstler: Aaron Nelson Moody
Day Lodge Whistler Olympic/Paralympic Park - VANOC, Künstler: Aaron Nelson Moody
Bei keiner Olympiade waren die Ureinwohner eines Landes so präsent wie bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver. First-Nations-Kunst ziert die Olympia-Stätten.

Die indianische Kunst der Nordwestküste Kanadas, an der die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und Whistler veranstaltet werden, ist hochentwickelt. Unter den Indianerstämmen dieser Region sind begnadete Schnitzer und Maler zu finden. Und ihre Kunst kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken: ihre herkömmlichen Langhäuser waren schon vor Hunderten von Jahren geschmückt mit Wandmalereien und kunstvoll geschnitzten Totempfählen, die Besucher willkommen hießen und ihnen gleichzeitig mitteilten, welche Familie im jeweiligen Haus wohnt.

Diese Kunstfertigkeit haben moderne indianische Künstler in den letzten Jahrzehnten mit immer weiteren Materialien unter Beweis gestellt. Heute arbeiten sie mit allen Werkstoffen und Metallen, die in der modernen Kunst verwendet werden. Und dies zeigt sich in den Olympia-Stätten von Vancouver und Whistler, wo ihre Kunstwerke die indianischen Mythen und Legenden darstellen.

Indianische Kunst an den Veranstaltungsorten der Winterolympiade von Vancouver und Whistler

Geschöpfe, die in indianischen Mythen und Legenden eine Rolle spielen, wurden kunstvoll in Glas, Zement, Kupfer und Holz geformt und begrüßen Besucher und Wettkämpfer aus aller Welt an den einzelnen olympischen Stätten. 90 etablierte Künstler und Newcomer aus den Indianerstämmen Kanadas, der Inuit und Métis - einer Mischbevölkerung aus Indianern und französischen Waldläufern - erhielten den Auftrag, Kunstwerke für die insgesamt 15 olympischen Stätten zu schaffen. So entstanden 140 Einzelstücke aus Materialien, die vom traditionellen Zedernholz über Karibuhaar bis hin zu Stahl und Stoff reichen.

Während der Olympischen Spiele 2010 wird die Lebensweise und Kultur der kanadischen Ureinwohner in all ihren Bereichen im Aboriginal Pavillon vorgestellt. Live Musik und Tänze werden genauso präsentiert wie indianische Kochkunst, indigene Sportarten und sogar Geschäftsideen der kanadischen First Nations.

Indigene Völker Kanadas sind erstmals Partner und Mitgastgeber der Olympischen Spiele

Die vier Indianerstämme der Lil'wat, Musqueam, Squamish und Tsleil-Waututh nannten die Region um das heutige Vancouver und Whistler schon vor der Ankunft der ersten Weißen an der Nordwestküste ihre Heimat. Bei den Olympischen Winterspielen fungieren sie offiziell als die Four Host First Nations (FHFN), die "Vier Gastgeber-Stämme". Zusammen mit den Regierungen von Kanada und der Provinz British Columbia, den Städten Vancouver und Whistler und dem Olympischen bzw. dem Paralympischen Komitee begrüßen sie die Gäste aus aller Welt.

Indianische Kunst in Vancouver und Whistler

Neben den Olympia-Stätten gibt es noch eine Reihe anderer Sehenswürdigkeiten, in denen sich Besucher über indianische Kunst und indianisches Leben informieren können:

Quelle: BC Tourism

Monika Fuchs, Monika Fuchs

Monika Fuchs - Seit 1989 ist Monika Fuchs ganzjährig auf Reisen in den USA, Kanada, Zentralamerika, Australien, Südafrika, Namibia, Zimbabwe, ...

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