Indisch kochen - Erwärmendes für die kalte Jahreszeit

bunter Gewürzmarkt - H-J Spengemann
bunter Gewürzmarkt - H-J Spengemann
Die Indische Küche ist lecker, gesund und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Lernen Sie das Curry - und seine einfache Zubereitung - kennen!

Vor allem jetzt, wo der Sommer plötzlich vorbei ist und die kalte Jahreszeit anbricht, tröstet sich so manch einer gerne mit Schokolade und allerlei (schon im frühen Herbst in den Regalen stehenden) Weihnachtsgebäck über die graue Himmelsdecke hinweg. Dabei ist es so viel einfacher - und nebenbei figurfreundlicher - sich von innen zu erwärmen: die Gewürze der Indischen Küche erfreuen Bauch und Gemüt gleichermaßen.

Das Curry: eine indische Tradition

Als "Curry" wird zum einen die Gewürzmischung, zum anderen das Gericht selbst bezeichnet.

Curry-Gewürzmischungen findet man in jedem gut sortierten Supermarkt, sie setzen sich grundlegend aus Kurkuma, Koriander, Cumin, schwarzem Pfeffer und Bockshornsamen zusammen. Dabei gibt es viele verschiedene Arten von Currypulvern, denen meist noch schärfere Komponenten wie beispielsweise Chilipulver hinzugefügt werden (diese Variation nennt man "Madras").

In Indien bezeichnet man ein eintopfartiges Gericht mit Fleisch, Fisch und/oder Gemüse als "Curry", das mit der eben genannten Curry-Gewürzmischung verfeinert wird.

Häufig findet Kokosmilch in der indischen Küche Anwendung. Viele meinen, Kokosmilch sei aufgrund des hohen Anteils gesättigter Fettsäuren ungesund - doch dies scheint nur auf den ersten Blick so. Zwar stimmt es, dass gesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel erhöhen, allerdings überwiegt in den gesättigten Fettsäuren der Kokosmilch die sogenannte "Laurinsäure". Diese ist bekannt für ihre Abwehrwirkung von Viren, Bakterien und Protozoen (Krankheitserreger) - wirkt sich also positiv auf die Abwehrkräfte aus - und erhöht das HDL-Cholesterin, welches als "gutes" Cholesterin gilt. Außerdem wird Laurinsäure vorwiegend vom Körper zur Energiegewinnung genutzt - also sofort verbrannt und kaum ins Fettgewebe eingelagert. Das macht das Kokosfett bzw. die -milch auch für Diäten interessant.

Übung macht den Meister, und damit Sie gleich damit anfangen können, folgt hier ein leckers wie einfaches Curry:

Vegetarisches Kokos-Blumenkohl-Curry

Zutaten (für bis zu 4 Portionen)

350 ml Kokosmilch

400 g festkochende Kartoffeln

1 kleiner Blumenkohl

200 ml Wasser

1 mittelgroße Zwiebel

5 Knoblauchzehen

kleines (2cm-) Stück Ingwer

3 EL Pflanzenöl (bsp. Raps-, Sesamöl...)

Curry-Gewürzmischung, Zucker, Salz nach Belieben

In einer großen Pfanne oder am besten einem Wok das Pflanzenöl erhitzen, in der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken und diese dazugeben, bis sie glasig sind. Den Herd auf mittlere Hitze einstellen und den in dünne Streifen geschnittenen Ingwer sowie die gepressten Knoblauchzehen dazugeben und anrösten. Nach Gefühl bereits mit etwas Curry würzen - dabei aufpassen, dass nichts anbrennt!

Das Wasser hinzugeben, alles kurz aufkochen und dann den in kleine Röschen geschnittenen Blumenkohl, Zucker, Kokosmilch und die klein gewürfelten Kartoffeln darin 10-15 Minuten schmoren. Das Gemüse sollte gar, aber noch bissfest sein (mit Gabel oder Messer testen).

Zum Schluss das Curry mit Salz und evtl. mehr von der Curry-Gewürzmischung abschmecken und mit Reis servieren.

Guten Appetit!

Wenn Sie in der Indischen Küche eine neue Leidenschaft gefunden haben, sehen Sie sich doch mal auf chefkoch.de um - dort finden Sie hunderte weitere Rezepte dieser Art. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ps.: Sie plagen sich nach dem Essen häufiger mit Beschwerden wie Blähungen und anderen Verdauungsproblemen? Lesen Sie hier, wie diese entstehen und was dagegen hilft.

Kim Mensing - 1992 als echte "Kieler Sprotte" geboren, gehöre ich hier bei suite101 wohl zu den Jüngsten. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, ...

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