Individuelle Handarbeit – Schöne Kleidung und Deko selbst gemacht

Offene Baumwollkapsel - Baumwollseite
Offene Baumwollkapsel - Baumwollseite
Häkeln, stricken, nähen. Der Kreativität sind bei handgefertigten Kleidungsstücken und Dekorationen keine Grenzen gesetzt.

Handgefertigte Kleidung kann so oder so aussehen: schrecklich in der Umsetzung oder hervorragend in Bezug auf Umsetzung, Idee und Farbgebung. Auf jeden Fall ist jedes gefertigte Stück ein Unikat. Die Mode von der Stange ist nicht mehr jedermanns Geschmack. Auch große Modemarken oder Insiderklamotten begegnen uns oft auf unseren Wegen durch die City, Einkaufsmärkte und Restaurants. Designerlabels nutzen sich ab. Die Individualität des Aussehens, mit dem man sich identifiziert, ist durch die Gleichheit der Masse gefährdet. Somit kommt immer mehr die "altmodische" Handarbeit wieder in Mode. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Kreativität auszuleben: Nähen, Stricken, Häkeln. Diese Techniken sind auch kombinierbar.

Verschiedene Handarbeitsformen: Nähen, Stricken, Häkeln

Nähen kann man mit der Hand und/oder mit der Nähmaschine. Kleidung kann nach den eigenen Vorstellungen abgeändert werden: zu weite Hosenbeine werden enger gemacht, zu lange Shirts verkürzt und wieder der Mode angepasst.

Kommt die Nähmaschine zum Einsatz, so ist die Bedienungsanleitung genau zu studieren. Gute, günstige Stoffe gibt es zum Beispiel auf Wochenmärkten. Stoffläden bieten eine große Anzahl erlesener Stoffe mit guter Kundenberatung. Für jedes gewünschte Kleidungsstück gibt es Schnittmuster, die auch nach den eigenen Vorstellungen hin geändert werden können. Fortgeschrittene entwerfen frei nach ihren Wünschen und haben vorher einfach Maß genommen. Aber nicht nur Bekleidung kann selbst gemacht werden: Tischdecken, Gardinen, Kissen und vieles Mehr in den eigenen Wunschfarben sind Kosten günstig zu erstellen.

Zu beachten sind die speziellen Nahtformen wie "Wiener Naht" (Teilungsnaht für figurbetonte Oberteile), Saum (Rand, eingeschlagene Webkante), Grochet (die Naht, mit der bei Sakkos, klassischen Jacken und Blazern, Kragen und Revers mit einander verbunden werden). Diese Spezialitäten eignen sich geschickte Näherinnen und Näher mit der Zeit an.

Zum Stricken benötigt man Wolle sowie zwei der dicke der Wolle entsprechende Stricknadeln. Gestricktes (Pullover, Mützen, Schals, Socken, Handschuhe) ist gut geeignet für den Winter. Es gibt viele Muster wie zum Beispiel Rippenstrick, Zopfmuster, Norwegermuster (für Geübte aufgrund der vielen Farben und Formen). Wer regelmäßig Pullover strickt, für den wäre vielleicht eine Strickmaschine empfehlenswert. Ansonsten ist das Stricken mit zwei Nadeln (außer für Socken und Handschuhen mit fünf Nadeln) an Winterabenden eine schöne Beschäftigung. Gestricktes schmiegt sich an den Körper und ist angenehm zu tragen. Die Wollsorten sind verschieden: Baumwolle (eher geeignet für Sommersachen oder Topflappen), Schurwolle (schön für Norwegerpullover), Sportwolle (empfehlenswert für Socken und Handschuhe).

Das Häkeln mit einer Nadel, die an ihrer Spitze einen Haken hat, ist relativ jung im Gegensatz zum Stricken. Mit feinstem Garn kann man mit Filethäkeln feinste Deckchen fertigen. Aber auch Sommertops sind leicht zu erstellen. Es gibt Lochmuster, Stäbchen, Doppelstäbchen, Muschelmuster, feste Maschen. Schöne Spitzen können mit vielen weiteren Varianten angefertigt werden.

Die unterschiedlichen Garntypen

  • Baumwolle gehört zur Familie der Malvengewächse und ist eine sehr feste Wollart. Sie ist atmungsaktiv und wird daher gerne in der Anfertigung von Shirts eingesetzt.
  • Seide ist eine sehr feine Textilfaser, die aus den Kokons der Seidenraupe (Larve des Seidenspinners) gewonnen wird. Sie ist einzigartig in der Natur. Ansonsten gibt es keine textile Endlos-Faser. Seide ist aufgrund ihrer Empfindlichkeit nur mit feinsten Nadeln und feinstem Garn zu verarbeiten.
  • Wolle besteht aus weichem Fell von Säugetieren (Schafswolle). Wolle gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen, wie Baumwolle. Sie wurde bereits seit etwa 3.000 vor Christi verwendet. Wolle ist demnach ein wirklich umweltfreundliches Produkt und gut verträglich für die Haut aufgrund der Atmungsaktivität.
  • Kunstfasern: Wie der Name schon sagt – die Kunstfaser (Chemiefaser) hat keinen natürlichen Ursprung. Es gibt viele verschiedene Arten/Polymere von Chemiefasern. Polyester und Polyethylen sind wohl am bekanntesten. Manche Menschen schwitzen allerdings schnell in Bekleidung aus Polyester.
  • Nähgarne gibt es aus Baumwolle, Baumwollgemisch oder Synthetikgarnen. Der Einsatz des jeweiligen Nähgarns ist abhängig von der Art des Stoffes.

Egal für welche Technik man sich entscheidet, mit ein bisschen Geschick kann man die schönsten Dekorationen, Tischdecken mit Häkelblumen oder Spitzen zum Beispiel oder seine eigene individuelle Kleidung entwerfen und anfertigen.

Clementine vom Hause Jung, K. Müller-Jung

Kirsten Müller-Jung - Ein herzliches "Hallo" an alle hier gemeldeten Autoren bzw. Autorinnen! Ich möchte mich nur ganz kurz vorstellen und Euch ...

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