Injera – Grundlage jedes äthiopischen Essens

Injera und Wot sind das typisch äthiopische Gericht

Injera - Anke Wanger
Injera - Anke Wanger
Gebacken aus Teff ist Injera, ein Sauerteigfladen, zusammen mit (Wot) Soße, Grundlage jedes äthiopischen Essens.

Die äthiopische Küche ist schmackhaft, wenn auch manchmal vielleicht etwas scharf… Immer und überall zu finden ist das Injera (sprich: Indschera).

Von Teff zu Injera

Eine der Grundlagen fast jedes äthiopischen Gerichts ist Injera, ein runder, pfannkuchen-ähnlicher Sauerteigfladen, der aus dem in Äthiopien endemischen Getreide Teff gebacken wird. Injera wird dort zu jedem, absolut jedem Essen gegessen, morgens, mittags und abends. Da Teff bis vor kurzem relativ billig war, ist Injera ein Jedermannsessen – das mag sich aufgrund der drastisch gestiegenen Teff-Preise jedoch bald ändern.

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Das hier aufgeführte Rezept ist so wie, es in Äthiopien zubereitet wird. In Europa tut man sich unter Umständen schwer, Teff und die entsprechenden Gewürze für die Soßen (Wots) zu finden. Hier kann es helfen, in einem Geschäft für Afrikaimporte oder einem äthiopischen Restaurant nachzufragen. Teff bekommt man immer häufiger auch im Reformhaus, da es wunderbar als Weizenalternative für Glutenallergiker geeignet ist.

Das Rezept

Es ist ziemlich schwierig, Injera beim ersten Versuch perfekt hinzubekommen. Eine Anzahl von Faktoren spielt bei der Qualität des Injeras eine Rolle: die Temperatur des Ofens, die Art des Ofens (der typischen Ofen, „Mitad“, ist eine Art übergroße Herdplatte), die Temperatur des Teigs während der Fermentation, die Qualität des Mehls, wie der Teig gemischt wird. Lässt die Qualität des Injeras zu wünschen übrig, so kann es helfen, etwas mit dem Rezept zu experimentieren, um bessere Ergebnisse zu erhalten.

Los geht’s:

Die Zubereitung

2 ¼ kg selbst-aufgehendes Mehl

½ kg Teff

½ kg Maismehl

ca. 2 l Wasser (bis die Mischung eine mittlere Dicke hat)

Zubereitungsmethode: Alle Zutaten werden in eine große Schlüssel gegeben und gut mit der Hand durchgemischt. Über Nacht (d.h. für 24 Stunden) lässt man die Mischung bei Zimmertemperatur fermentieren.

Am nächsten Tag heizt man einen Ofen (oder eine große Pfanne etc.) auf etwa 200 Grad, mischt den Teig noch einmal durch und gibt, falls er doch noch etwas zu dick ist, Wasser hinzu, bis er wieder mittlere Konsistenz erreicht hat. Dann verteilt man den Teig mit einer kreisenden Bewegung auf der Herdplatte oder Pfanne, bis das ganze Feld ausgefüllt ist. Man lässt den Fladen dann 30 Sekunden bis eine Minute kochen und nimmt ihn dann vom Herd, indem man ein Ende mit beiden Enden fasst.

Vor dem Servieren lässt man ihn auf Zimmertemperatur abkühlen, da er sonst zusammenklebt Ein Tipp: wenn an auf dem Fladen die „Augen“ sieht und er sich etwa wie ein Schwamm anfühlt, dann ist er gelungen!

Servieren

Injera wird auf zwei Arten serviert. Ein ausgebreiteter Injera-Fladen wird auf einem großen Teller, einer Platte o.ä. platziert, und die dazu gereichten Soßen werden darauf angerichtet. Die restlichen Fladen werden aufgerollt (etwa wie ein Teppich) und dann in diesem Zustand in etwa 15 bis 20 cm lange Rollen zerteilt. Diese Rollen werden dann in einem Körbchen oder auf einem separaten Teller zu dem großen Fladen mit den Soßen serviert.

Anke Wanger, Anke Wanger

Anke Wanger - Geboren und aufgewachsen in Muenchen habe ich dort auch studiert und 2005 an Uni Muenchen mein Medizinstudium abgeschlossen; die Promotion ...

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