Inselhopping auf den Azoren

Die portugiesische Inselgruppe im Atlantik erkunden

Azoren/Portugal - Cindy Werder
Azoren/Portugal - Cindy Werder
Ob Sao Miguel, Terceira, Fajal oder Flores - jede Insel für sich besitzt ihr ganz eigenes Flair, besticht durch einzigartige Landschaft und sehenswerte Naturphänomene.

Inmitten des Atlantiks liegen neun sehr unterschiedliche Inseln - und jede für sich ist eine ganz eigene kleine Welt mit ganz besonderem Charme - die Azoren.

Die azorischen Inseln - Mitten im Atlantik

Zu diesem atlantischen Archipel gehören die Inseln der Ost-, Zentral- und Westgruppe:

  • Santa Maria (grupo oriental)
  • Sao Miguel (grupo oriental)
  • Terceira (grupo central)
  • Graciosa (grupo central)
  • Sao Jorge (grupo central)
  • Pico (grupo central)
  • Faial (grupo central)
  • Flores (grupo occidental) und
  • Corvo (grupo occidental).

Viele große und kleine Kraterseen, aber auch heiße Quellen belegen heute noch die vulkanische Entstehungsgeschichte dieser Inseln. Auf den meisten Azoren-Inseln sind viele mit kleinen Mäuerchen umsäumte Wiesen und Weideflächen erkennbar, die oft einen Großteil der hügeligen Vulkanlandschaft überziehen.

Von Azorenhoch bis Sturmtief - das Klima auf den Azoren

Die hohe Luftfeuchtigkeit (75%) und das sehr wechselhafte Wetter an sich sorgen dafür, dass Naturliebhaber stets von kräftigem Grün und im Sommer von der Farbvielfalt blühender Pflanzen umgeben sind. Nicht umsonst sprechen die Azorianer häufig davon, "vier Jahreszeiten an einem Tag " durchleben zu können. Schnell wechseln sich wärmende Sonne, starker Wind, heftige Regenschauer und Windstille ab. Das Klima besteht also keineswegs nur aus dem allseits bekannten Azorenhoch.

Wenig touristisch und doch absolut sehenswert: Die portugiesische Inselgruppe

Kilometerlange Sandstrände und größere Touristen-Metropolen sucht man hier vergeblich, dafür kommt man beim Anblick kleiner Paradies-Gärtchen, bei Wanderungen über alte Pfade und mit dem Blick auf das offene, weite Meer immer wieder auf seine Kosten. So eröffnet sich zwischen den hohen Klippen an der schroffen Felsenküste oft die Aussicht auf malerische Fischerdörfer, kleine Strände oder abgelegene Buchten sowie tiefe Täler und Schluchten.

Die Landschaft, das milde Klima und vor allem die Ruhe und Gelassenheit locken zudem immer mehr Touristen an. Waren es noch vor einigen Jahren größtenteils Portugiesen, sorgt die inzwischen stetig steigende Zahl von Direktflügen aus größeren europäischen Städten (zum Beispiel aus Kopenhagen, Amsterdam, Nürnberg) für Besucher aus ganz Europa.

Unterwegs auf den Azoren: Von Rucksacktourismus bis Inselhopping

Da wirklich jede der Inseln für sich eine ganz eigene Welt darstellt und sich auch über die Jahrhunderte seit ihrer Entdeckung (1427) die verschiedensten Bräuche entwickelt haben, lohnt es sich, sich die Zeit für eine ausgedehnte Insel-Tour zu nehmen.

Während im Winter ausschließlich kleine Turbopropellermaschinen das bevorzugte Verkehrsmittel zwischen den Inseln sind, herrscht im Sommer zudem reger Schiffs- und Fährverkehr. Wer in relativ kurzer Zeit möglichst viele der Azoren-Inseln ansteuern möchte, sollte zusätzlich zum normalen Hin- und Rückflug über Sao Miguel noch weitere Inlandsflüge (im Paket als Rundflug günstiger) zum Beispiel nach Terceira und Flores oder Faial hinzubuchen. Da wetterbedingte Änderungen der Flugpläne häufig vorkommen, sollte man die Flüge immer rechtzeitig bestätigen.

Tipps und Tricks für Inselhopper auf den Azoren

  • Eine gut durchdachte Wander- und Campingausrüstung zahlt sich in jedem Fall aus, vor allem weil auch viele Ferienwohnungen und Appartements nur spärlich ausgerüstet sind. Zudem sind wettergerechte Kleidung und Schuhe unbedingt notwendig.
  • Whale-Watching-Touren lohnen sich vor allem in der Nähe der Inseln Corvo, Flores und Fajal oder auch Pico.
  • Wer nicht nur in größeren Städten, sondern in der ländlichen Gegend unterwegs ist, sollte sich vorher aktuelle Karten und ein gutes Wörterbuch zulegen, denn mit Englisch und Französisch kommt man meist nur in großen Städten gut zurecht.
  • Vorsicht bei Fahrten mit dem Mietwagen: Es wird überall viel gebaut, auf manchen Inseln sind die wenigen Leitplanken eine neue Errungenschaft aus dem Jahr 2009, allerdings nur auf den Hauptverkehrswegen. Und Kühe haben sowieso immer Vorfahrt.

Literatur:

Polyglott: Azoren. Polyglott on tour. Polyglott Verlag (München 2009)

Bussmann Michael. Azoren. 3. Auflage, Michael Müller Verlag (Erlangen 2006)

Cindy Maréchal, privat

Cindy Maréchal - Kurzvita 1998-2002 Studium der Haushalts- und Ernährungswirtschaft (Schwerpunkt Ausbildung und Beratung) an der Fachhochschule ...

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