Integration von gehörlosen Kindern in den Regelkindergarten

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Gehörlose Kinder und Kindergarten, passt das zusammen? Wie integriert man ein gehörloses Kind in den Regelkindergarten?

Die Gebärdensprache ist mehr als eine Sammlung von Zeichen, die man mit den Händen macht. Sie ist eine eigenständige, visuell wahrnehmbare natürliche Sprache, die hauptsächlich von Gehörlosen sowie stark schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird. Darum ist der Begriff "Zeichensprache" bei den Gehörlosen nicht besonders beliebt, da man Zeichen so und so ausführen kann.

Integration eines gehörlosen Kindes im Regelkindergarten

Es ist nicht gerade leicht, ein gehörloses Kind in einen Regelkindergarten zu integrieren. Eine Integration ist nur dann möglich, wenn das Kind eine Lautsprachenkompetenz hat. Im Regelfall sind nur sieben Prozent aller Gehörlosen "richtig" taub. Durch die bisherigen Fortschritte der Technik ist es möglich, die Ansätze des Gehörten so zu verstärken, dass der Erwerb der normalen Lautsprache sehr gut möglich ist. Allerdings haben die Kinder einen beschränkten "Wortschatz".

Kinder, denen die Lautsprachekompetenz fehlt und somit nur eine Gebärdensprachkompetenz haben, können in einen Regelkindergarten nicht integriert werden, weil die Verständigung mit den hörenden Kindern unmöglich ist.

Wenn beide Sprachkompetenzen noch nicht ausgebildet sind, wird das Kind zu einem späteren Zeitpunkt in die Oberstufe integriert werden können. Die Methode ist noch immer ein Streitpunkt, da es in Frage gestellt wird, ob dies die richtige Praxis ist. Nehmen wir mal an, ein hörendes Paar hat ein gehörloses Kleinkind, das von Anfang an versucht, dieses "möglichst gut in die hörende Welt einzufügen", was nichts anderes bedeutet, als dass es gut sprechen lernen soll.

Weniger Wert wird deswegen auf die Gebärdensprache gelegt, sondern anstelle davon werden sie zumeist mit Lautsprache erzogen. Jedoch kann diese wiederum nicht optimal angeeignet werden, da das Kind die Kontrolle der Lautsprache nicht selber übernehmen kann, sondern von den Eltern und den anderen Menschen um sich herum korrigiert wird, was dann zu einer Überforderung des Kindes führen kann.

Aufgrund dieses einseitigen Denkens, der Fixierung auf die Lautsprache und deren Förderung zur Aussprache, wird das geistige Denken behindert. Was dadurch entsteht, ist wohl offensichtlich:

  1. Der Wortschatz der Gehörlosen bleibt gering.
  2. Grammatikalische Probleme sind zumeist unvermeidbar.

Wenn man im Gegenzug den "anderen Weg" nimmt und man würde dem Kind von Anfang an die Gebärdensprache vermitteln, so hätte dieses die Kontrolle über sich, würde zudem die Begriffe schneller und vor allem besser begreifen und in der Lautsprache einsetzen.

Gehörlose Eltern von Kindergartenkindern

Jetzt betrachten wir die Situation mal anders: Was ist, wenn nicht die Kinder, sondern die Eltern gehörlos sind, wie geht man mit ihnen um? Im Prinzip ist es keine allzu schwere Frage: Zunächst gibt man ihnen alle Informationen schriftlich. Statt einen Rundruf, welcher in diesem Fall wohl kaum auszuführen ist, kann man ihnen beispielsweise ein Fax zukommen lassen. Bei Elternabenden, Vorträgen oder Elterngesprächen ist es äußerst wichtig, dass man nicht das hörende Kind dolmetschen lässt. Damit ist das Kind überfordert. Für solche Fälle können Dolmetscher bestellt werden.

Übungen um sich in die Lage hineinzuversetzen

Am besten ist es, wenn Kinder versuchen, sich mit einfachen Übungen in die Lage von gleichaltrigen gehörlosen Kindern zu versetzen und somit das Verständnis gegenüber Gehörlosen zu stärken. Ob nun Lippenlesen oder aus der Mimik das Gefühl ablesen, sich die Ohren verstopft, um einen Tag ohne etwas zu hören zu vollbringen oder herauszufinden versucht, was jemand im Raum flüstert, sind einfache Übungen, die ein jeder bewerkstelligen kann.