Interkulturelle Kompetenz

Tipps für jeden, der international erfolgreicher sein möchte

Interkulturelle Kompetenz - kmu forum verlag
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Unternehmensberaterin und Wirtschaftscoach Agata Danis beschreibt die feinen Unterschiede, wie in europäischen Ländern Geschäfte abgewickelt werden.

Allein am Beispiel des deutschsprachigen Raums zeigt sich, dass interkulturelle Kompetenz mehr ist, als nur die Sprache eines Landes zu sprechen. Es geht vielmehr darum zu wissen, was bei Geschäftsverhandlungen für die multikulturellen Partner wichtig ist. Oft ist es die Geschichte eines Landes, die auf Verhaltensweisen im Geschäftsleben und auf die Art und Weise, wie kommuniziert wird, starken Einfluss hat.

Interkulturell

Über hundert Interviews, zahlreiche Gespräche und durchgeführte Projekte mit erfolgreichen Wirtschaftslenkern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Slowakei und Ungarn bilden die Basis für das e-Book „Interkulturelle Kompetenz“ von Agata Danis, in dem ein kompakter Überblick über diese unterschiedlichen Verhaltensweisen gegeben wird.

Deutsche lieben klare Fakten

Laut den Ergebnissen der Studie setzt der deutsche Geschäftsmann seine Geschäfte am liebsten „auf schnellstem Weg, direkt und ohne Umschweife“ um, handelt zielgerichtet und abschlussorientiert und legt großen Wert auf klare Daten, Fakten und Pünktlichkeit. Ein persönliches Kennenlernen der Geschäftspartner wird bei Verhandlungen nicht unbedingt als notwendig erachtet. Viel wichtiger ist, dass alles mit der sprichwörtlichen „deutschen Gründlichkeit“ vorbereitet wird und dass die Qualität stimmt. Diese Vorgehensweise funktioniert aber nur, solange die Landesgrenzen nicht überschritten werden. Denn in anderen Ländern herrschen im wahrsten Sinne des Wortes andere „Sitten“.

Österreicher sind beziehungsorientiert

Im österreichischen Geschäftsleben werden persönliche Kontakte, Verbindungen und Netzwerke groß geschrieben. Kaltakquisition, wie sie häufig in Deutschland betrieben wird, kommt hier kaum an. Vielmehr wird auf Empfehlung und Vertrauen gesetzt. Bevor eine Geschäftsbeziehung eingegangen wird, versucht der Österreicher den Geschäftspartner besser kennen zu lernen, durchaus in privatem Rahmen, bei einem gemütlichen Essen, wo auch über Familie, Kultur und Hobbys geplaudert wird. Der Charme der Österreicher ist sprichwörtlich und vor allem Unangenehmes wird gern „durch die Blume“ gesagt. Doch bei aller Herzlichkeit und Flexibilität wird auf Seriosität größten Wert gelegt. Die Österreicher sind übrigens sehr stolz auf ihr Land und möchten nicht mit Deutschen verwechselt werden.

Schweizer sind Strategen

Für Schweizer Manager sind strategische Planung und konsequente Durchführung wesentliche Faktoren, sie sind nur an erstklassigen Produkten und Dienstleistungen interessiert. Geschäftsbeziehungen laufen präzise und sachlich ab. Überraschungen sind unerwünscht, Flexibilität ist kaum zu erwarten. Ähnlich unzugänglich wie die Bergmassive der Schweizer Alpen, wirken auch die Schweizer auf manchen ausländischen Geschäftspartner. Langes Herumreden ist zumindest bei den Deutschschweizern nicht angesagt: Es wird offen und direkt kommuniziert, wobei ein klares „Ja“ ebenso geschätzt wird, wie ein ebensolches „Nein“.

Andersartigkeit als Bereicherung

Bereits diese kurzen Beispiele von drei Ländern, in denen die gleiche Sprache gesprochen wird, machen deutlich, wie interkulturell verschieden agiert wird. Wenn auch noch die Sprache eine andere ist, wie in Tschechien, Ungarn und der Slowakei, so gilt es auch noch, diese zusätzliche Hürde zu überwinden. Doch gerade diese Andersartigkeit soll als Bereicherung gesehen werden, ohne andere Kulturen oder Länder als besser oder schlechter zu bewerten, rät Dr. Agata Danis. Die gebürtige Ungarin mit Wohnsitz in Wien, hat langjährige Erfahrung in der Führung und Abwicklung von internationalen Großprojekten, trainiert und coacht in vier Sprachen europaweit: „Durch interkulturelle Kompetenz kann ein Geschäftsmann seine Verhandlung und Geschäfte viel effizienter führen, kann sein Ziel schneller erreichen und dadurch viel Zeit und Geld sparen.“

Dr. Agata Danis: Interkulturelle Kompetenz. Der Schlüssel für grenzüberschreitenden Erfolg, e-book, kmu forum verlag 2007, 45 Seiten, Euro 9,80.

Ilona Mayer-Zach, Sabine Windsor

Ilona Mayer-Zach - Geboren in Graz, Wahlwienerin. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften; Medienkundlicher ...

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