Internationaler Tag gegen Homophobie am 17. Mai

Tag gegen Homophobie am 17.5. - Rembert König
Tag gegen Homophobie am 17.5. - Rembert König
Der „Internationale Tag gegen Homophobie" findet jedes Jahr am 17.5. statt. Weltweit werden dabei vor allem mehr Rechte für Lesben und Schwule gefordert.

Am 17. Mai findet alljährlich weltweit der „International Day Against Homophobia“ (IDAHO) statt. Mitunter firmiert dieser Tag auch unter dem Namen „International Day Against Homophobia And Transphobia“. In Deutschland wird der 17. Mai „Internationaler Tag gegen Homophobie“ genannt.

Mehr Respekt für Lesben und Schwule - Welttag gegen Schwulenfeindlichkeit

Auf der Liste der Ziele, die mit diesem Tag einhergehen, steht die Einforderung von mehr Respekt für Lesben und Schwule ganz oben. Um dies zu erreichen werden am 17. Mai auf der ganzen Welt Veranstaltungen und Aktivitäten koordiniert, die auf die Situation von Lesben, Schwulen und Transsexuellen aufmerksam machen sollen. Denn immer noch sind Diskriminierung oder Gewalt gegenüber Trans- oder Homosexuellen weltweit an der Tagesordnung. Unter Homophobie ist eine Feindseeligkeit oder Aversion vor allem gegenüber Lesben und Schwulen zu verstehen.

Warum der 17. Mai?

Der Grund für den 17. Mai als Termin für IDAHO ist schnell erklärt. Im Jahr 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität nicht länger auf ihrer Liste von psychischen Erkrankungen zu führen, sondern von dieser zu streichen. Den „Internationalen Tag gegen Homophobie“ gibt es allerdings nicht schon seit 1990. Er wird seit 2005 weltweit begangen und hat seinen Ursprung in Kanada, wo es in der Provinz Quebec seit 2003 einen „National Day Against Homophobia“ gibt.

Homosexualität ist in vielen Ländern immer noch strafbar

In vielen Ländern ist Homosexualität strafbar. Mitunter werden homosexuelle Handlungen sogar mit der Todesstrafe geahndet. Über öffentliche Hinrichtungen im Iran oder in Saudi-Arabien wurde in diesem Zusammenhang in den Medien berichtet. Doch nicht nur in diesen Ländern ist Homophobie ein Thema, auch über die Probleme von Homosexuellen in Afrika wird häufig berichtet.

Diskriminierung und Ausgrenzung Homosexueller ist auch in Deutschland ein Thema

Auch wenn die Situation von Lesben, Schwulen und Transsexuellen in Deutschland im internationalen Vergleich verhältnismäßig gut auszusehen scheint, heißt das nicht, dass es hierzulande eine breite gesellschaftliche Akzeptanz und keinerlei Probleme gibt. So kursieren vor allem an deutschen Schulen Schimpfwörter, wie etwa „schwule Sau“, die nicht als Bagatelle abgetan werden sollten. Homophobie an Schulen ist neben anderen Aspekten der Lesben- und Schwulenfeindlichkeit in Deutschland längst ein ernst zu nehmendes Problem geworden, über das auch immer häufiger berichtet wird.

Aktionen am „Internationalen Tag gegen Homophobie“ in Deutschland 2011

In Deutschland gibt es unter anderem in Berlin seit 2007 am 17. Mai einen Kussmarathon, bei dem ein Kuss als Zeichen für mehr Toleranz im Vordergrund steht. Zudem finden in der Hauptstadt weitere Aktionen statt. Doch nicht nur in Berlin gibt es Veranstaltungen. In anderen deutschen Städten wird ebenfalls gegen Lesben- und Schwulenfeindlichkeit mobil gemacht. So gibt es etwa in Köln, Stuttgart oder Hamburg Veranstaltungen und in Jena ein mehrtägiges Toleranzfestival.

Rembert König - Gern möchte ich mich ein wenig vorstellen: Ich bin Anfang 30 und selbständig tätig. Bisher habe ich nur als Hobby ab und ...

rss