Um Briefmarken zu besorgen, ist ab sofort kein Gang vor die Tür mehr notwendig. Briefmarken können sowohl online als auch per Handy gekauft werden. Internet und Handy werden zunehmend unverzichtbare Medien, die nicht mehr der reinen Information bzw. dem Telefonieren dienen. Moderne Zahlungsmethoden, z.B. PayPal oder Giropay machen den Zahlungsverkehr beim Erwerb der modernen Portomarken unkompliziert möglich. Zu den einzelnen Abläufen können auf der Internetseite der Post detaillierte Beschreibungen eingesehen werden.
Internetporto mit spezifischem Design zum Selbstdrucken
Über die Website der Deutschen Post kann auf die sogenannte eFiliale zugegriffen werden. Nachdem sich der Online-Kunde entschieden hat, wie viele Briefmarken er zu welchem Wert benötigt, kann aus hundert verschiedenen Designs ein passendes Motiv ausgewählt werden. Der Individualismus einzelner Kunden wird dadurch herausgestellt; es entsteht der Eindruck kundenindividueller Produkte. Danach erfolgt die Zahlung des gewünschten Postwertzeichens, wobei bequem zwischen PayPal, Giropay oder Lastschriftverfahren gewählt werden kann, wenn der Kunde nicht bereits als Stampit-Kunde registriert ist. Anschließend können die ausgewählten Briefmarken ausgedruckt werden, unter Umständen kann der Druck direkt auf den Briefumschlag erfolgen. Die Nutzung des Internetportos ist ein kostenfreies Angebot der Deutschen Post, es muss nur das tatsächliche Porto bezahlt werden, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Ganz im Gegenteil dazu entstehen bei der neuen Handybriefmarke zusätzliche Kosten in nicht geringer Höhe.
Handyporto ist verhältnismäßig teuer
Per SMS kann ab sofort das Porto für Brief oder Postkarte angefordert und bezahlt werden. Die Frankierung der Sendung erfolgt über einen per SMS übermittelten Zahlencode, welcher auf den Brief bzw. auf die Postkarte geschrieben werden muss. Der Zahlencode besteht aus zwölf Ziffern und gehört an die Stelle, wo die herkömmliche Briefmarke zu platzieren wäre. Die Mobilfunkanbieter E-Plus, T-Mobile und Vodafone unterstützen das Angebot der Post derzeit. Der Haken bei der Sache sind die enormen Kosten: nicht nur die Briefmarke ist teurer als eine herkömmliche (95 Cent statt 55 Cent pro Normalbrief), auch die SMS-Gebühren des einzelnen Nutzers müssen hinzugerechnet werden.
Hat die klassische Briefmarke ausgedient?
Obwohl zunehmend neue Möglichkeiten des Erwerbs sehr unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen auf den Markt drängen, ist nicht immer gleichzeitig oder zeitnah mit einer Verdrängung der herkömmlichen Produkte und Dienstleistung zu rechnen. eBusiness ersetzt nicht zwangsläufig erfolgreiche Produkte. Die gute alte Briefmarke wird vorerst weiterhin Bestand haben, wenn auch als „selbstklebende“ Variante. Im Business-Bereich werden sich die verschiedenen Online-Angebote nach und nach großflächig etablieren, da Traditionsbewusstsein in diesem Bereich eher wenig gefragt ist. Im privaten Bereich wäre es fast schade, würden zukünftig keine Briefmarken mehr zu kaufen sein.
