Mehr als 20000 Sender senden 24 Stunden 7 Tage die Woche über das Internet. Egal ob Musik aus allen möglichen Genre, interessante Themenkanäle oder auch die Lieblingsradioprogramme - durch das Internet lässt sich Radio in der vollen Vielfalt genießen. Ein schöner Wunschtraum, aber leider noch nicht Realität ist die volle Integration des Internetradios in das Auto. Zwar bieten verschiedene KFZ Hersteller schon Zusatzoptionen an, bei denen das Internetradio als Option im Auto verbaut werden kann, jedoch handelt es sich dabei um Zusatzoptionen die extra kosten. Mit Hilfe ein paar kleiner Kniffe lässt sich Internetradio aber jetzt schon im Auto erleben.

Das benötigen Sie:

Favoriten anlegen

Bevor Sie das Gerät mit ins Auto nehmen empfiehlt es sich, in der App TuneIn eine Liste mit den favorisierten Stationen anzulegen. Das geht entweder direkt in der App oder aber, indem Sie sich einen Account beim Portal www.tunein.com anlegen. In der App können Sie sich dann direkt einloggen und die Favoriten erschienen unter dem Favoriten Tab in dem kleinen mobilen Programm. Nachdem die Favoriten angelegt sind kann es mit der Einrichtung im Auto losgehen.

  1. Den FM Transmitter an das Auto anschließen
Es gibt verschiedene FM Transmitter. Einige lassen sich direkt am Zigarettenanzünder/Stromanschluss des Autos befestigen. Für den FM Transmitter am Zigarettenanzünder empfiehlt es sich nach dem Anstecken das Auto kurz anzulassen, um das Gerät einzurichten. Manche FM Transmitter bieten eine spezielle Automatik, die direkt eine freie Frequenz einrichtet, auf der kein Sender in der Umgebung sendet. Nutzen Sie diese Funktion, um eine passende Frequenz einzustellen. Nachdem Sie das getan haben stellen Sie die Frequenz jetzt bei Ihrem Autoradio ein.

2.

Die richtige Einstellung zum Internetradio hören

Damit Internetradio im Auto gehört werden kann müssen zudem ein paar Einstellungen in TuneIn vorgenommen werden. Zunächst empfiehlt es sich unter "Einstellungen" die Vorpufferzeit möglichst hoch einzustellen. Bis zu 30 Sekunden sind möglich, die eingestellt werden können. Der maximale Wert ist dabei optimal. Grund dafür sind mögliche Funklöcher oder Gegenden mit langsameren Verbindungen. Durch die hohe Pufferzeit können diese Gegenden überwunden werden ohne dass die Verbindung zusammenbricht oder nachgepuffert werden muss. Das Laden des Senders dauert dann zwar etwas länger, aber dafür stimmt die Übertragungssicherheit. Zudem sollten Sie den sogenannten Car Modus verwenden, der extra große Bedienflächen mit sich bringt.

3.

Das Smartphone an den FM Transmitter anschließen

Damit der Ton des Smartphones auch über die Lautsprecher ausgegeben wird verbinden Sie jetzt den Klinkenstecker des Gerätes mit der Kopfhörerbuchse des Smartphones. Manche FM Transmitter bieten auch einen Anschluss an iOS Geräte direkt an, sodass ein Klinkenanschluss nicht genutzt werden muss. Im Anschluss kommt direkt nach dem Buffern der Ton des Smartphones, auch der Ton des geladenen Internetradios direkt aus den Boxen des Autos.

Noch nicht perfekter Empfang in Deutschland möglich

Der Empfang von Internetradio im Auto ist in Deutschland noch nicht uneingeschränkt möglich. Speziell auf Autobahnen oder in Randgebieten ist der Empfang des schnellen Internets noch nicht gegeben. Für maximale Empfangssicherheit empfiehlt sich deswegen neben dem hohen Puffer auch einfach den Stream mit der niedrigsten Bitrate zu nehmen. Diese lässt sich bei TuneIn im Streamfenster unter "Optionen" und "Stream wählen" einstellen. Ein guter Kompromiss aus Tonqualität und niedriger Bitrate ist meist ein 48 kbits AAC Stream, den einige Internetradios anbieten. Damit können Störungen zwar nicht ausgeschlossen werden, jedoch lässt sich die Störanfälligkeit erheblich minimieren. Besserung verspricht der Mobilfunkstandard LTE, der derzeit in Deutschland ausgebaut wird.

Hohes Inklusivvolumen vorausgesetzt

Damit der Internetradioempfang keine hohen Kosten verursacht, empfiehlt sich ein Tarif mit möglichst hohem Inklusivvolumen. Empfehlenswert sind zwischen einem und fünf Gigabyte. Diese Kosten fallen pro Monat für die mobile Internetverbindung an. Ein Tarifvergleich kann hier ein hohes Sparpotenzial mitbringen. Für eine kostenlose Alternative mit weniger Senderauswahl und trotzdem guter Tonqualität empfiehlt sich der Empfang von Radio via DAB+, da hier nur einmalige Anschaffungskosten für das Gerät anfallen.