Internetseite kreuz.net von staatlichen Schulservern verbannt?

In Nordrhein-Westfalen wurde kreuz.net angeblich auf allen Schulservern gesperrt. Wie die Seite selbst mitteilt, erscheint beim Aufruf ein Warnhinweis.

Was in ganz Deutschland nicht möglich scheint, das wurde jetzt, zumindest berichtet dies kreuz.net selbst, von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen durchgesetzt. Nach einer Meldung der umstrittenen Internetseite kann kreuz.net von allen staatlichen Schulservern aus nicht mehr angeklickt werden. Von den zuständigen Behörden in Nordrhein-Westfalen wurde eine solche Maßnahme auf Nachfrage verneint. Die Seite ist bereits in der Vergangenheit durch ihre Hetze gegen Politiker, Muslime und Schwule aufgefallen.

Warnhinweis bei Aufruf der Seite

Angeblich bekommt seit neuestem jeder, der versucht, die Seite von einem Schulserver in Nordrhein-Westfalen aus aufzurufen, den Hinweis, dass der Zugriff auf die angeforderte URL nicht gestattet ist. Als Erklärung für die Sperrung wird angegeben, dass die Seite politisch extrem und diskriminierend sei sowie zu Gewalt aufrufe. Wer die Seite, die sich selbst als Europas größte katholische Informationsplattform bezeichnet, schon einmal angeschaut hat, wird dies bestätigen können.

Hetze gegen Schwule und Lesben

Eines der Lieblingsthemen von kreuz.net ist Homosexualität. Schwule und Lesben werden als Gomorrhisten, Perverse, Unzuchtspartner oder Schwuchteln betitelt. Sie gelten als kranke und heilungsbedürftige Anwärter auf Fegefeuer und Hölle. In menschenverachtender Weise werden sie beschimpft und nicht wenige Kommentatoren wünschen ihnen den Tod an den Hals oder rufen zu Gewalttaten gegen sie auf. Zudem werden Homosexuelle mit Pädophilen gleichgesetzt, obwohl hinlänglich bekannt und nachgewiesen ist, dass dies zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind.

Autoren bleiben anonym, Kommentare werden gelöscht

Wer sich mit seiner Mailadresse anmeldet und in Kommentaren eine kritische Stellung zu Artikeln einnimmt, dessen Kommentare werden von der Redaktion einfach gelöscht. Die eingestellten Artikel werden vor ihrer Veröffentlichung zwar auf ihre Verwendbarkeit geprüft, aber die jeweiligen Autoren bleiben anonym. Beim Blick in das Impressum der Seite wird schnell deutlich, dass die Betreiber selbst wohl Angst vor Strafverfolgung haben, denn es gibt kein echtes Impressum.

Gesetzeslage ist problematisch

Schon häufiger wurde von verschiedenen Seiten versucht, die Betreiber von kreuz.net wegen der extremen Berichterstattung, so man sie überhaupt als solche bezeichnen kann, gerichtlich zu belangen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz sowie das Bundesinnenministerium kennen die Seite und beobachten sie intensiv. Dennoch ist es bisher nicht gelungen, wirksam gegen die Seite vorzugehen. Eine Strafverfolgung ist vor allem deshalb sehr problematisch, weil kreuz.net von den Vereinigten Staaten beziehungsweise seit kurzem von Kanada aus betrieben wird.

Deutschlandweite Sperrung muss das Ziel bleiben

Die von kreuz.net Maßnahme wäre ein erster und wichtiger Schritt hin zu einer deutschlandweiten Sperrung der Seite. Denn so, wie es möglich ist, Seiten mit kinderpornographischem Inhalt mit einem Sperrvermerk zu versehen, so muss es doch möglich sein, kreuz.net wegen seiner menschenverachtenden Inhalte einen Riegel vorzuschieben. Sehr viel sinnvoller wäre allerdings ein gänzliches Abschalten dieser Seite. Wer wie kreuz.net in fast nationalsozialistisch anmutendem Jargon deutsche Politiker auf das Übelste beschimpft, Minderheiten diskriminiert, andere Religionen beleidigt und überhaupt jeden Andersdenkenden angreift, dem darf in einem Rechtsstaat wie der Bundesrepublik Deutschland eigentlich keine Möglichkeit mehr gegeben werden, einer breiten Masse zugänglich sein.

Quelle: kreuz.net

Christian Schultze, Christian Schultze

Christian Schultze - Geboren wurde ich 1967 in Berlin. Nach dem Realschulabschluss und einer anschließenden Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ...

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