
- Intruders - 2011 - Filmplakat - Clive Owen - Universal Pictures International
Für sein Erstlingswerk, den Kurzfilm "Esposados", erhielt Regisseur Juan Carlos Fresnadillo direkt eine Oscar-Nominierung. Nach unter anderem "28 Weeks Later" kommt mit "Intruders" nun ein weiterer Horrorfilm des Spaniers in die Kinos. Der Film mit Clive Owen, Daniel Brühl und Carice van Houten startet am 19. Januar 2012 in den deutschen Kinos.
"Intruders" - Die Handlung des Horror-Films mit Clive Owen
John (Clive Owen) und Susanna Farrow (Carice van Houten) machen sich große Sorgen um ihre junge Tochter Mia (Ella Purnell). Das Mädchen hat eine alte Geschichte über ein Wesen namens Schattengesicht gefunden, seitdem plagen sie Alpträume und Haluzinationen. Doch Mia scheint sich die Gestalt nicht nur einzubilden, denn John sieht sie ebenfalls und hält sie für einen Einbrecher. Eine junge Mutter (Pilar Lopez de Ayala) plagen die gleichen Probleme. Sowohl sie, als auch ihr Sohn Juan machen die gleichen Erfahrungen und hoffen auf die Hilfe von Pfarrer Antonio (Daniel Brühl).
Juan Carlos Fresnadillo - Oscar-nominierter Regisseur von "Intruders"
Der Name des 1967 geborenen, spanischen Regisseurs Juan Carlos Fresnadillo dürfte hierzulande noch sehr unbekannt sein. In der Branche jedoch hat er durchaus bereits Erfolge vorzuweisen. Gleich durch seinen ersten Film, den Kurzfilm "Esposados" sorgte Fresnadillo im Jahr 1996 für Aufsehen und schaffte direkt eine Oscar-Nominierung. Im Anschluss inszenierte er mit "Psicotaxi" (2002) einen weiteren Kurzfilm, mit "Intacto" (2001) und "28 Weeks Later" (2007) zwei lange Spielfilme, für die er - genau wie für "Esposados", den er auch produzierte, die Drehbücher schrieb.
Clive Owen - Oscar-nominierter Star aus "Intruders" und "Killer Elite"
Der 1964 geborene Engländer Clive Owen steht bereits seit 1987 vor der Kamera. Begonnen mit TV-Serien ("Chancer") und TV-Filmen ("Second Sight - Mit anderen Augen"), hatte er seinen Durchbruch jedoch erst im Jahr 2001 mit einer Reihe von BMW-Werbefilmen, die professionell inszeniert wurden von namhaften Regie-Stars wie Guy Ritchie. Es folgten Auftritte in "Gosford Park" (2001), "Die Bourne Identität" (2002) und "Jenseits aller Grenzen" (2003), ehe er mit "King Arthur" (2004) die erste richtig große Hauptrolle spielte. Für den Film "Hautnah" (2005) erhielt Owen sogar eine Oscar- Nominierung und gewann den Golden Globe. Anschließend konnte Clive Owen seine Kritiker und Fans ständig neu beeindrucken durch Rollen in "Sin City" (2005), "Entgleist" (2005), "Inside Man" (2006), "Children of Men" (2006), "Shoot ´Em Up" (2007), "Elizabeth - Das goldene Königreich" (2007), "The International" (2009), "Duplicity" (2009), "Trust" (2010) und "Killer Elite" (2011).
Carice van Houten und Daniel Brühl in Horror-Thriller "Intruders"
Clive Owen an die Seite gestellt für "Intruders" wurden namhafte, internationale Stars. Carice van Houten, geboren 1976 in der Niederlande, spielt bereits seit 1997. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören "Black Book" (2006), "Operation Walküre" (2008), "Love Life" (2009), "Repo Men" (2010) und "Black Death" (2010). Als Pfarrer taucht der deutschsprachige, 1978 in Barcelona geborene Daniel Brühl auf. Brühl steht seit 1992 vor der Kamera ("Freunde für´s Leben") und spielte früh in Filmen wie "Schlaraffenland" (1999) und "Eine Handvoll Gras" (2000), ehe der Durchbruch mit der Komödie "Schule" (2000) gelang. Es folgten Rollen in "Das weiße Rauschen" (2001), "Nichts bereuen" (2001) und der Megaerfolg "Good Bye, Lenin!" (2003), der ihm internationale Türen öffnete. So spielte Brühl anschließend nicht nur in deutschen Produktionen wie "Die fetten Jahre sind vorbei" (2004), "Krabat" (2008), "John Rabe" (2009), "Die kommenden Tage" (2010) und "Der ganz große Traum" (2011), sondern auch in internationalen Projekten wie "2 Tage Paris" (2007), "Das Bourne Ultimatum" (2007) und "Inglourious Basterds" (2009). Ebenfalls überzeugen können die Kinderdarsteller, allen voran die 1996 geborene Londonerin Ella Purnell als Mia, die schon in "Alles, was wir geben mussten" (2010) und dem Kurzfilm "Candy" (2011) beeindrucken konnte.
Film-Kritik - Horror-Thriller "Intruders" mit Clive Owen
Horrorfilme mit Beteiligung der Spanier sind spätestens seit "Das Waisenhaus" (2007) sehr in Mode. Warum das so ist, beweist nun "Intruders". Darf man zunächst noch irritiert sein, dass ein Hollywoodstar wie Clive Owen in einem Horror-Thriller mitspielt, der wie Fließbandware zu sein scheint, ändert der Film dieses Vorurteil ganz deutlich. Vielmehr handelt es sich um ein spannendes Psychodrama, das den Zuschauer fesselt, solange er sich auf ihn einlässt. Zu viel Blut, Gekreische und 08/15-Schock-Elemente darf man nicht erwarten, weshalb einige Zuschauer sicherlich enttäuscht sein werden, andere dafür aber umso beeindruckter. Keine Massenware, sondern einen atmosphärisch und darstellerisch bestens aufgestellten Film, durch den sich viele den Namen des Regisseurs, Juan Carlos Fresnadillo, sicher in Zukunft merken werden. Gut, dass Star Clive Owen mitspielt, sonst würde "Intruders" sicherlich deutlich weniger Beachtung finden, als der Streifen verdient hat.
Filmangaben
Titel: Intruders
Originaltitel: Intruders
Land, Jahr: USA / GB / Spanien, 2011
Genre: Horror / Thriller
Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Buch: Nicolás Casariego, Jaime Marques
Darsteller: Clive Owen, Carice van Houten, Daniel Brühl, Kerry Fox, Ella Purnell, Pilar López de Ayala, Lolita Chakrabarti, Mark Wingett, Imogen Gray
Laufzeit: 100 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Kinostart: 19. Januar 2012
