iPhone 4S: Apple-Mitarbeiter verliert Prototyp

iPhone - Harald Wanetschka / pixelio.de
iPhone - Harald Wanetschka / pixelio.de
Genau wie beim iPhone 4 vor einem Jahr hat wohl auch in diesem Jahr ein Apple-Mitarbeiter einen Prototypen des neuesten Smartphones iPhone 4S verloren.

Apple scheint Jahr für Jahr mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Ende 2010 verlor ein Apple-Mitarbeiter angeblich einen Prototyp des iPhone 4, er habe das Gerät in einer Bar vergessen. Und genau das gleiche ist wohl mit dem kürzlich veröffentlichten iPhone 4S passiert. Wie sein Vorgänger soll wohl auch das aktuelle Smartphone von Apple in einer Gaststätte liegen geblieben sein. Auch diesmal soll ein Mitarbeiter des Apfelkonzerns dafür verantwortlich sein. Aber der aktuelle Fall schien nicht so spektakulär zu sein wie noch 2010. Denn das neueste Apple-Handy brachte vom Look her keine neuen Erkenntnisse. Der Blog giga.de vermutet, dass deswegen wohl auch keine Bilder davon im Netz auftauchten.

Der Sicherheitschef muss gehen

Dass Apple den Fall aber trotzdem ernst nimmt, zeigt die personelle Konsequenz, die das Unternehmen zog. Der Sicherheitschef John Teriault soll seinen Hut nehmen müssen. Teriault war seit 2007 bei Apple beschäftigt. In Cupertino war er als Vizepräsident verantwortlich für den Bereich Globale Sicherheit. Zuvor war er bei der Bundespolizei FBI angestellt. Außerdem war er Sicherheitschef bei der Firma Pfizer.

Technologie in den falschen Händen?

Vor einem Jahr schlug der Verlust des Prototypen sehr hohe Wellen. Erste Bilder vom iPhone 4 tauchten im Netz auf, noch bevor das Gerät auf dem Markt zu kaufen war. Noch schlimmer als die Bilder, die vom neuen Gerät um die Welt gingen, war wohl die Tatsache, dass der Finder des Prototypen die neueste technischen Entwicklungen der Firma entweder selbst für sich nutzen oder an Mittelsmänner verkaufen könnte. So können geheime Entwicklungen in die falschen Hände geraten. Beim iPhone 4S scheint Apple diese Gefahr auch zu sehen. Das Smartphone unterscheidet sich optisch nicht so sehr vom Vorgänger. Eventuelle Bilder werden dem Apfelkonzern egal gewesen sein. Aber das aktuelle Apple-Handy ist vollgestopft mit neuer Technologie, zum Beispiel mit der Spracheingabe Siri. Deswegen habe Apple sich laut giga.de sehr darum bemüht, das Modell zurück zu bekommen.

Apple-Mitarbeiter geben sich als Polizisten aus

Das Unternehmen in Cupertino hatte sehr schnell einen Verdächtigen im Visier. Doch dabei bekleckerte sich die Firma nicht gerade mit Ruhm. Es ließ dessen Haus durchsuchen. Dabei sollen sich die Apple-Mitarbeiter als Polizisten ausgegeben haben. Anwälte sind eingeschaltet, der Fall des iPhone 4S geht inzwischen juristische Wege. Derweil soll der Finder des iPhone 4S-Prototypen das Modell auf einer Kleinanzeigen-Plattform im Internet angeboten und verkauft haben.

Apple hüllt sich in Schweigen

Für das Image von Apple ist der neuerliche Verlust eines Prototypen eines noch nicht veröffentlichten Smartphones nicht gerade förderlich. Sicherheitschef John Teriault musste seinen Hut nehmen, vielleicht aus genau diesem Grund. Aber Apple wollte die Entlassung bisher nicht kommentieren.

Daniel vom Bruch, DvB

Daniel vom Bruch - Daniel vom Bruch (27) arbeitete schon in vielen Bereichen der Medienlandschaft. Egal ob Print, TV, Marketing oder Werbung, er sammelte ...

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