Von Hogwarts zur Brown University: Emma Watson, bekannt geworden als Hermione Granger in den „Harry Potter“-Verfilmungen, wird ab Herbst 2009 eine Elite-Universität in den USA besuchen. Auch andere Schauspieler haben diesen Schritt gewagt, manche vor, manche während ihrer Filmkarriere. Nicht immer waren die Erlebnisse positiv.

Tommy Lee Jones – In Harvard mit Al Gore

1969 schließt der bekannte Schauspieler Tommy Lee Jones („No country for Old Men“, „Men in Black“) sein Englisch-Studium mit Auszeichnung ab. Der Oscar-Preisträger kann dank eines Stipendiums an der renommierten Universität in Boston studieren. Er ist angesehener Spieler des Football-Teams und teilt sein Studentenzimmer mit einem zukünftigen Vizepräsidenten der USA: Al Gore.

David Duchovny – Agent Mulder und die Liebe zur Poesie

Während seines Studiums an der Yale University in New Haven wird der „X-Files“-Schauspieler für einen Lyrik-Preis nominiert. Duchovny, ein leidenschaftlicher Schriftsteller und Dichter, graduiert 1982 von Princeton University in Literatur. Er führt sein Literaturstudium an der Yale University fort. Duchovny beginnt an seiner Doktorarbeit zu schreiben, die er aber aufgrund einer startenden Filmkarriere nicht beendet.

Jodie Foster – Literatur, Dreharbeiten und das Attentat auf Präsident Reagan

Als Jodie Foster sich mit 17 Jahren an der Yale University einschreibt, um Literatur zu studieren, ist sie bereits eine bekannte Schauspielerin: Ihre Darstellung der naiven Kinderprostituierten in „Taxi Driver“ und die daraus folgende Oscarnominierung hatten dafür gesorgt. In ihrem ersten Jahr in Yale passiert das Unvorstellbare: John Hinckley, ein fanatischer Fan von Jodie Foster, verübt ein Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan um Foster zu beeindrucken. Die Presse stürmt Yale und verfolgt die junge Schauspielerin auf Schritt und Tritt. Sie sieht sich gezwungen, ihr Studium zu unterbrechen. Später kehrt sie zurück und schließt ihr Studium 1985 mit Auszeichnung ab.

Brooke Shields – Zielscheibe für Princeton-Spott

1982 bewirbt sich Brooke Shields für einen Studienplatz an Princeton University. Filme wie „Die blaue Lagune“ (1980), in denen sich das attraktive Model freizügig am tropischen Strand tummelt, sorgten für frühen Ruhm aber auch für bösartigen Spott. Als Informationen über den Neuzugang in Princeton die Runde machen, plant „Tiger Magazine“, eine satirische Studentenzeitung, ihre bisher bösartigste Ausgabe mit dem Titel „Brook Book“. Heldin der Satire ist eine Schauspielerin namens „Brook Shell“, die angeblich an Princeton aufgenommen wurde. Die Zeitung enthält unter anderem den Artikel „Anleitung für Princeton Männer: Wie man Brooke Shields beeindruckt und mit ihr schläft für den Fall, dass sie angenommen wird.“ Die Ausgabe schafft es nie an die Öffentlichkeit und die verantwortlichen Herausgeber werden von der Universität zur Verantwortung gezogen. Spott hin oder her: Brooke Shields studiert Französische Literatur in Princeton und graduiert in 1987.

Natalie Portman – Wissenschaftliche Assistentin und „Star Wars“- Prinzessin

„Ich werde lieber schlau anstatt ein Filmstar zu sein.“ Gesagt, getan. Die israelisch-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman bewirbt sich erfolgreich an der Harvard University und beginnt Psychologie zu studieren. Es gelingt ihr, eine erfolgreiche Filmkarriere und ein anspruchsvolles Studium unter einen Hut zu bringen: Sie dreht „Star Wars“ und arbeitet gleichzeitig als Assistentin für den erfolgreichen Juristen und Rechtswissenschaftler Alan Dershowitz. 2003 erhält Natalie Portman ihren Abschluss in Psychologie von Harvard University.