J. Edgar - Neuer Film von Clint Eastwood im Kino

J. Edgar - Hoover-Biografie, Eastwood - Filmplakat - Warner Bros.
J. Edgar - Hoover-Biografie, Eastwood - Filmplakat - Warner Bros.
Leonardo DiCaprio spielt ab 19. Januar 2012 den FBI-Gründer Hoover in jungen, wie auch in alten Jahren. Mit dabei: Naomi Watts, Judi Dench, Armie Hammer.

Knapp 50 Jahre lang währte die Regentschaft von J. Edgar Hoover als Gründer und Chef des FBI, des Federal Bureau of Investigation. Kult-Regisseur, -Schauspieler und -Produzent Clint Eastwood greift die Geschichte des Mannes auf und besetzt Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Der zeigt sich ab 19. Januar 2012 im Kino mal wieder von der besten Seite, genau wie seine Kollegen Armie Hammer und Naomi Watts.

"J. Edgar" - Die Handlung der Hoover-Biografie von Clint Eastwood

John Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio) ist Mitarbeiter des amerikanischen Justizministeriums, sieht sich jedoch bald in größerer Rolle: Da Anschläge krimineller Ausländer Überhand zu nehmen scheinen, setzt er sich für die Verfolgung, Verhaftung und Deportation derartiger Missetäter ein. Mit Unterstützung des Generalbundesanwalts wird er Direktor des Bureau of Investigation, später Federal Bureau of Investigation, kurz FBI. Mit Hilfe seiner Mutter Annie (Judi Dench), seiner jahrezehntelangen Sekretärin Helen Gandy (Naomi Watts) und vor allen Dingen seines Assistenten Clyde Tolson (Armie Hammer) wird Hoover zu einem der mächtigsten Männer der USA. Jahrzehnte später blickt er für seine Biografie auf die vielen Stationen seines Lebens zurück, darunter Erfolge und Misserfolge, die Entführung des Lindbergh-Babys und seine sehr intensive Beziehung zu Tolson.

Clint Eastwood - Kult-Regisseur, -Schauspieler, -Produzent inszenierte "J. Edgar"

Im Jahr der Inszenierung von "J. Edgar" ist Clint Eastwood bereits 81 Jahre alt, aber nach wie vor wahnsinnig produktiv. Geboren im Jahr 1930 in Kalifornien begann Eastwood seine Film-Karriere als Schauspieler, weitete seine Tätigkeiten aber im Laufe der Jahrzehnte auch als Regisseur, Produzent und Komponist aus. Vier Oscars, ein Ehrenoscar, drei Golden Globes, zwei Ehrenglobes, sechs weitere Oscar- bzw. zehn Globe-Nominierungen gehen bereits auf das Konto des beliebten Raubeins. Zu seinen größten Erfolgen als Regisseur, Produzent und Schauspieler zählen die TV-Serie "Tausend Meilen Staub" ("Rawhide", 1959-1965), "Für eine Handvoll Dollar" (1964), "Für ein paar Dollar mehr" (1965), "Zwei glorreiche Halunken" (1966), "Dirty Harry 1-5" (1971-1988), "Der Mann, der niemals aufgibt" (1977), "Die Brücken am Fluss" (1995), "Erbarmungslos" (1992), "Absolute Power" (1997), "Space Cowboys" (2000), "Mystic River" (2003), "Million Dollar Baby" (2004), das Doppel-Projekt "Letters From Iwo Jima / Flags of Our Fathers" (2006), "Gran Torino" (2008), "Der fremde Sohn" (2008) und "Invictus" (2009).

Leonardo DiCaprio - für Clint Eastwood als "J. Edgar" Hoover

Der 1974 geborene Kalifornier Leonardo DiCaprio erhielt für seine Darstellung des FBI-Mächtigen seine bereits neunte Golden-Globe-Nominierung, einmal konnte er den Preis für "Aviator" bereits gewonnen. Für den sowie "Gilbert Grape" (1993) und "Blood Diamond" (2006) erhielt er darüber hinaus Oscar-Nominierungen - was ihm für "J. Edgar" auch wieder gelingen könnte. Es ist fast unglaublich, dass DiCaprio erst knapp 40 Rollen gespielt hat, so präsent, wie er in Hollywood zu sein scheint. DiCaprio begann seine Karriere 1990 mit Serienauftritten, ehe er für 1993 Kritiker- und Zuschauerlob für "This Boy´s Life" und "Gilbert Grape" erhielt. Es folgten ähnlich klasse Rollen in "Jim Carroll" (1995) und "Romeo & Julia" (1996), ehe mit "Titanic" (1997) der internationale Mega-Durchbruch gelang. Seitdem trat er für diverse große Filme vor die Kamera, darunter "Gangs of New York (2002), "Catch Me If You Can" (2002), "Aviator" (2004), "Departed - Unter Feinden" (2006), "Blood Diamond" (2006), "Zeiten des Aufruhrs" (2008), "Shutter Island" (2010) und "Inception" (2010). 2012 stehen zwei weitere Großprojekte für DiCaprio, der inzwischen auch als Produzent agiert, an, einerseits in der Neuauflage von "The Great Gatsby", andererseits im Quentin-Tarantino-Western "Django Unchained".

Armie Hammer, Naomi Watts und Judi Dench in "J. Edgar"

Wenn Eastwood ruft, dann kommen die Stars. Nicht nur konnte Leonardo DiCaprio für die Hauptrolle gewonnen werden, sondern mit Naomi Watts und Judi Dench sind gleich zwei große Hollywoodstars in Nebenrollen mit an Bord, dazu Top-Newcomer Armie Hammer. Der 1986 in L.A. geborene Hammer steht seit 2005 vor der Kamera, trat im Thriller "Blackout" (2008), der Billy-Graham-Biografie "Billy: The Early Years" (2008) in der Hauptrolle, sowie in den TV-Serien "Reaper" (2009) und "Gossip Girl" (2009) auf, ehe er mit "The Social Network" (2010) den Durchbruch schaffte. Im Facebook-Film beeindruckte er als einziger Darsteller der beiden Winklevoss-Zwillinge. Die 1968 geborene Engländerin Naomi Watts, Oscar-nominiert für "21 Gramm" (2003) überzeugt sowohl in junger wie auch alter Version von Hoovers Sekretärin. Seit 1986 war Watts unter anderem in den namhaften Filmen "Mulholland Drive" (2001), "Ring 1+2" (2002, 2005), "King Kong" (2005) und "Tödliche Versprechen" (2007) zu sehen. Dame Judi Dench, Jahrgang 1934, spielt J. Edgars Mutter und erhielt bereits einen Oscar ("Shakespeare in Love"), vier weitere Oscar-Nominierungen (u.a. "Iris", "Chocolat"), 10 BAFTA-Awards, zwei Golden Globes, sieben weitere Globe-Nominierungen und spielt die "M" in den neuesten James-Bond-Filmen.

Film-Kritik - "J. Edgar", die Hoover-Biografie von Clint Eastwood mit Leonardo DiCaprio

Wo Clint Eastwood drauf steht, kann nichts Schlechtes drin sein. So ist es schon früher gewesen, wenn Eastwood in den Sergio-Leone-Western als Schauspieler auftrat, so ist es auch heute, wo er hauptsächlich als Produzent und Regisseur tätig ist. Mit "J. Edgar" verschafft Eastwood dem langjährigen FBI-Boss eine ganz eigene Biografie, die höchst interessant inszeniert ist und nicht beschönigt oder verfremdet, sondern den facettenreichen Hoover so darstellt, wie er ist. Vielleicht sogar noch ein wenig mehr, denn obwohl nach wie vor unklar ist, ob Hoover homosexuell war, macht Eastwood dies in seiner Biografie deutlich klar. Profitieren kann der Film dabei nicht nur von seiner zeitwechselnden Erzählweise (Hoover gibt sein Leben an einen Biografen weiter und blickt ständig zurück auf die Vergangenheit), sondern auch vom mal wieder großartigen Schauspiel von Leonardo DiCaprio, Naomi Watts, Judi Dench und Armie Hammer, der tollen Maske und Musik sowie dem mitreißenden Skript von "Milk"- und "Big Love"-Autor Dustin Lance Black. Man mag von J. Edgar Hoover oder dem US-Justizsystem halten, was man möchte, "J. Edgar" jedenfalls ist ein richtig guter Film geworden, der auch mitreißt, wenn man Hoover bisher nicht wirklich kennt - ein absolutes Qualitätsurteil für eine Biografie.

Filmangaben

Titel: J. Edgar

Originaltitel: J. Edgar

Land, Jahr: USA, 2011

Genre: Drama / Biografie

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Dustin Lance Black

Darsteller: Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Naomi Watts, Judi Dench, Josh Hamilton, Geoff Pierson, Ed Westwick

FSK-Freigabe: ab 12 Jahre

Laufzeit: 137 Minuten

Kinostart: 19. Januar 2012

Quellen

Offizielle Film-Website

Internet Movie Database

Kino.de

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