Ein neues spannendes Bach-Projekt ist im Entstehen, das E-Bass Soloprojekt wird erweitert und als Duo Avantgarde behind the time werden Bassist Jacques Bono und Gitarrist Tim Turusov dem Publikum mit diesem Gemeinschafts-Projekt aus World-Music, Jazz, Klassik und Rock jetzt öfters einen starken Sound präsentieren. Dabei nutzt der vielseitige Musiker seinen Bass nicht einfach nur als Rhythmusinstrument sondern zelebriert darauf regelrechte Klangartistik.

In dieser Art Sound sowie der Wortkombination Avantgarde behind the time versammelt sich ein Viertel-Jahrhundert Musikerleben, das den Anstoß zu wegweisenden Entwicklungen - (Avantgarde) und (behind the time) - hinter die Zeit zurückblickend, zum Ausdruck bringt. Hierin und in der Bündelung der Erfahrungen zweier Musiker zelebrieren Jacques Bono und Tim Turusov Musikerlebnisse aus unterschiedlichen Blickrichtungen und treffen sich wieder in der gemeinsamen Präsentation. Rütteln auf, vermitteln Denkanstöße und schicken somit das Publikum auf den Weg zu neuen Sound-Erfahrungen. Nicht weniger starke Live-Events der Rock-Formation Bongo Fury aus Achim Göres (Gitarre), Jacques Bono (Bass) und Dieter Stümpfl (Schlagzeug) finden mit Klassikern von Hendrix über Cream bis zur Steve Miller Band sowieso seit Langem in München statt. „Ich werde beides mischen“, sagt der vor Energie sprühende Musiker.

Avantgarde behind the time zelebriert Klassik, Rock und Funk

Rock- und Blues-Klassiker von Hendrix oder Bruce (Cream) sind Gitarren- und Bass-lastig im besten Sinne. „Den Gitarristen Tim habe ich hier in München kennen gelernt“, erinnert sich Jacques Bono: „Wir arbeiten jetzt an einem gemeinsamen Projekt, drehen demnächst ein Avantgard behind the time-Demo und Events in Künstlerhaus und Pasinger Fabrik werden folgen. Die Hauptsache ist, dass es gut ankommt und zwischen uns harmoniert“, bringt Bono die gemeinsame Arbeit des Gitarren- und Bass-Duos auf den Punkt. Von dieser Harmonie konnten sich Gäste bereits beim Auftritt zur Langen Nacht der Musik einen Eindruck verschaffen. Obwohl jeder der Musiker aus seinem Background eigene Interpretationen präsentiert, kommt die gemeinsame Performance wie aus einem Guss. „Authentische Eigenkompositionen zu präsentieren, lohnt sich für jeden von uns“, fasst Jacques Bono zusammen.

Ich habe den harten Weg genommen

„Als Kind wollte ich Pianist werden, bekam dann aber eine Gitarre. So fanden meine ersten Auftritte mit diesem Instrument statt und ich blieb bei den Saiten. Roter Faden aber ist bis heute die Klassik“, sagt der Musiker, der beides vereint und schließt an: „Vielleicht bin ich der Einzige, der diese Mischung macht, Cello-Suiten von J. S. Bach auf einem E-Bass zu spielen - die sowieso im Baßschlüssel geschrieben sind.“

Die Welt dachte, Bach-Suiten auf einem E-Bass - das geht nicht. Aber der Musiker vollzieht auf seinem Instrument diesen musikalischen Spagat, findet weltweite Anerkennung. Der Weg dorthin war steinig, „da ich aber genau wußte, was ich wollte, hatte ich mir fest vorgenommen, in einer Profiband zu spielen. Ganz unten anzufangen dauerte mir zu lange. Mit dieser Art Weiterkommen habe ich mir aber gleichzeitig großen Druck auferlegt“, sagt der Bassist zurückblickend. Wird er gefragt, seit wann er Musik macht, muss er überlegen: „Das sind an die 25 Jahre“, erinnert er sich an die Anfänge und damit auch an harte Events. „An dem Tag, als ich vom Tod John Entwistles (wegweisender Bassist der Who) erfuhr, habe ich bei einem Live-Auftritte zu Ehren diesen legendären Musikers meinen eigenen Bass aufgewühlt auf den Boden geschmissen, bis er zerstört war.“

„Ich hatte den Hersteller vorab gefragt, ob der Miller harte Schläge aushält. Heute denke ich, dass die Hersteller-Firma aus ihrer Sicht zu Recht über die Zerstörung des Instruments verärgert war“, kommentiert der Bassist seinen Live-Act, aber zu dieser Zeit waren Aktionen solcherart Ausdruck des gefühlten Lebens. In Bonos Stück Sudden freedom (Plötzliche Freiheit) geht es ebenso um Emotionen. „Im Grunde genommen ist es ein Liebeslied, handelt aber von einer Freiheit, die man geschenkt bekommt, ohne sie zu wollen.“ Damit führt der Musiker den Bogen wieder zurück und beantwortet die Frage nach dem Wut-Act folgendermaßen: „Seinerzeit hat es die Leute sehr erschreckt, im Moment mache ich es nicht.“

Anstoß zu wegweisenden Entwicklungen geben

Der Act der Zerstörung ist behind the time, wegweisend spielt der virtuose Musiker heute einen Bass der englischen Firma Status. „Innerhalb von drei Sekunden habe ich gewusst: Der ist es.“ Heute besitzt der Musiker Drei davon. „Der Hals ist aus dem tollen Material Graphit und er hat einen härteren Sound“, schwärmt Jacques Bono von seinen Instrumenten, wobei jeder einzelne der Drei seinen eigenen Sound hat. Neben den virtuosen Auftritten in Klassik, Funk oder Rock verfasst der Musiker Bücher über das Erlernen des Instruments, testet zur Zeit ein japanisches Exemplar. Nach Abschluss der Testphase am Japaner wird der bekannte Bassist wohl aber wieder zu seinem lieb gewonnenen Status greifen, diesen als Projektionsfläche von Gedanken und Emotionen benutzen, als wäre er Teil seiner selbst. Damit löst Jacques Bono das Instrument aus der Gesellschaft einer Band heraus und bietet ihm die gebührende Aufmerksamkeit im Rampenlicht.

Die Bandbreite erstreckt sich über verschiedene Stile

Auf der Bandbreite des Bassisten liegen Johann Sebastian Bach, Jazz-Gitarrist Pat Matheny, Musiker und Sänger Paul Simon oder Frank Zappa. Dieses Spektrum an musikalischem Overview spiegelt sich in der Musik Jacques Bonos, findet ein Ventil in Songs von Cream, Hendrix & Co. bei Auftritten mit dem Rock-Trio Bongo Fury, entlädt sich bei Avantgarde behind the time oder wird in Solo-Acts zelebriert. So traf die Performance der Eigenkomposition Heftig Baby zum 18. Geburtstag der Tochter eines Freundes „als Geschenk mitten ins Herz des Geburtstagskindes.“ Damit schließt sich der Kreis der Performances von Auftritten des Musikers, der auf Privat-Events, im Münchner Rampenlicht oder in Spielfilmen der ARD oder des ZDF unterwegs ist.

Die klassische Ausbildung ist Grundlage seines Bass-Stils

„Meinem Lehrer Kurt Stadelmeyer habe ich viel zu verdanken“, sagt der Musiker Jacques Bono rückblickend. Auf der Suche nach einem Lehrer fand er im ehemaligen Hindemith-Studenten Stadelmeyer, der bereits bei Klaus Doldinger Bass, Posaune und Piano spielte, seinen perfekten Lehrer, der heute Spektrum und Repertoire des Musikers Jacques Bono bis in dessen Fingerspitzen inspiriert. Noch weiter zurück reichen die Einflüsse seiner Familie. “Mein Vater war Artist, spielte Trompete und Onkel Nino machte mit einem Rückwärts-Salto mit festgeschraubtem Schlagzeug auf dem Rücken, sowie mit einem Salto mit 10 Weingläsern auf mich als Kind großen Eindruck“, erinnert sich der Musiker an die frühen Jahre in der Welt der Artisten. Vorführungen der Artisten Les Tornelos fanden in Frankreich, Marokko oder Spanien statt und noch heute spürt der Musiker eine Verbundenheit mit Spanien, wo er als Kind bei den Veranstaltungen dabei war. In jungen Jahren kamen im Norden Deutschlands weitere Erfahrungen dazu und von dort aus war es nach Berlin und dem Musiktheater Linie 1 nur noch ein Katzensprung.

Von Paris über Norddeutschland und Berlin nach München

Seit Jahrzehnten gibt Jacques Bono live und im Netz musikalische Höchstleistungen und sein Sound findet Anklang in der ganzen Welt. Fans aus Amerika, Indonesien, Japan, Australien, Italien, oder Spanien oder Nachrichten aus Frankreich, Südamerika und Mexiko bestätigen weltweit mit 334.000 Klicks für die Cello-Suite von Bach, mit 50.000 Klicks für ein langsames Bach-Stück sowie mit 64.000 Klicks für einen Rocksound das hohe Level der Bass-Stücke. Von vorausschauender Vielseitigkeit seines Musik-Spektrums bis zu Rückblicken auf den Komponisten des Barock - Johann Sebastian Bach oder den sozialkritischen Musiker und Arrangeur Frank Zappa, bündelt Bono Stile und Epochen. Als Zappa-Fan verweist er auf die große Intelligenz dieses Musikers und berichtet über den Ablauf der Auftritte. „Seine Musiker mussten ohne Set-List sondern auf Handzeichen spontan Übergange zu nachfolgenden Songs bauen. Damit steigt die Erinnerung an Zappa` s Film 200 Motels und an diesen Ausschnitt der Welt des Musikers der 1970er Jahre auf. Hinter der Zeit erinnerte Ausschnitte verschmelzen mit der Jetztzeit zu einem Gesamtbild, was im Bildlichen ebenso wie im Akustischen wirkt: zu hören und zu erleben bei Konzerten des Duos Avantgarde behind the time.

Quellen: Münchner Kultur GmbH, Interview Jacques Bono

http://easymusicdownload.com/Bono-Jacques-Blues_7847069.html