
- Spielball Jabulani - adidas
Jabulani, der offizielle Spielball der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wird ab der nächsten Spielzeit auch in der Fußball-Bundesliga eingesetzt werden. Nach Angaben der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die den neuen Bundesliga-Ball nach dem fulminanten Auftaktspiel der DFB-Elf gegen Australien offiziell präsentiert hat, wird das Spielgerät den Namen Torfabrik tragen und mindestens bis zum Ende der Saison 2013/2014 in allen Partien der ersten und zweiten Liga zum Einsatz kommen.
Einheitlicher Spielball soll für Wettbewerbsgleichheit sorgen
In der fast 50-jährigen Bundesligageschichte ist das ein Novum: Noch nie zuvor hat es in der höchsten Spielklasse einen einheitlichen Ball gegeben. Der Einheitsball sei ein weiterer großer Schritt in Richtung Professionalisierung, betonte der DFL-Chef Reinhard Rauball bei der Vorstellung des Fußballs im deutschen WM-Quartier in Südafrika. Bisher sei während der Bundesligasaison an den einzelnen Spieltagen je nach Ausrüster der Vereine und den unterschiedlichen Sponsorenverträgen mit verschiedenen Bällen gespielt worden. Mit dem neuen Einheitsball werde ein Stück Wettbewerbsgleichheit hergestellt, so Rauball.
Ein weiß-rotes Design für die Bundesliga
Unterscheiden soll sich der Bundesliga-Spielball Torfabrik von dem WM-Ball Jabulani lediglich im Design. Statt der Farbenvielfalt Südafrikas, die auf dem WM-Ball dargestellt ist, wird die Bundesliga-Variante ein schlichtes weiß-rotes Design erhalten. Am Material, das für eine bessere Flugbahn des Ball sorgen soll, wird laut Sportartikel-Hersteller Adidas aber nichts verändert werden.
In Südafrika wächst die Kritik an dem Flatterball
Doch in Südafrika wächst derweil die Kritik der WM-Teilnehmern, die heftig über den Spielball Jabulani und dessen Flugeigenschaften diskutieren. Während er von manchen Stürmern wie etwa Mario Gomez für seine Wucht und Explosivität gelobt wird ("Wenn man ihn richtig trifft"), ist er vor allem bei den Torhütern wegen seines Flatterverhaltens ungeliebt. Sogar der Weltfußballer Lionel Messi hat nach dem Auftaktspiel der Argentinier nicht mit Kritik an dem „unheimlichen Flatterwesen“ gespart. Der Ball sei für die Torhüter schwer zu berechnen und auch für die Spieler, schimpfte er hinterher. „Wir können uns nicht daran gewöhnen.“
Die Torwartfehler werden auf den Ball geschoben
Vor allem die Torhüter hatten sich schon vor Turnierbeginn über den neu entwickelten Spielball mit innovativer Außenhaut beklagt. Und so mancher Patzer und Fehlgriff eines Keepers in den ersten Vorrundenspielen wurde prompt auf den Ball geschoben. So zum Beispiel auch im Fall des englischen Torhüters Robert Green, der im Spiel gegen die USA einen harmlosen Schuss zum 1:1 durch die Hände rutschen ließ. „Wir können unseren Torwart nicht kritisieren. Der Ball ist einfach tückisch“, meinte hinterher der englische Kapitän Steven Gerrard. Und Englands Torhüter-Oldie David James glaubt gar zu wissen: „Die Torhüter haben Panik.“
