Jack und Jill - Adam Sandler in dummer Zwillings-Klamotte im Kino

Jack und Jill - 2011 - Adam Sandler - Filmplakat - Sony Pictures
Jack und Jill - 2011 - Adam Sandler - Filmplakat - Sony Pictures
Eine Komödie soll es sein, doch Sandlers neuester Streifen ist unendlich schlecht. Ab 26. Januar 2012 im Kino. Überraschend dabei: Al Pacino.

Dass Comedy-Asse nicht immer einen Treffer landen, ist weder ein Geheimnis, noch ist das schlimm. Fehler macht jeder mal. "Jack und Jill" aber einfach als Fehler von Adam Sandler zu bezeichnen, wäre deutlich untertrieben. Der Film, in dem Sandler nicht nur einen Mann, sondern auch dessen Zwillingsschwester spielt, ist ein grausiges filmisches Desaster mit unzähligen platten Witzen, von denen keiner zündet. Wer sich zwingend überzeugen will, wie schlecht der Film wirklich ist, kann dies ab 26. Januar 2012 im Kino tun.

"Jack und Jill" - Die Handlung der Adam-Sandler-Klamotte

Zu Thanksgiving erhält Jack Sadelstein (Adam Sandler) wie jedes Jahr Besuch von seiner Nerv tötenden Zwillingsschwester Jill (auch Adam Sandler). Die bringt mal wieder ordentlich Chaos in Jacks Leben. Mehr ist zur Handlung nicht zu sagen, denn mehr Handlung gibt es nicht. Nun ja, zwischendurch treffen Jack und Jill auf Al Pacino und Johnny Depp - das einzig Überraschende im Film, weil kaum vorstellbar ist, wie gut die beiden mit Sandler befreundet sein müssen, um hier einen Auftritt zu absolvieren.

Dennis Dugan - Regisseur von "Jack und Jill" und "Meine erfundene Frau"

Regisseur und Schauspieler Dennis Dugan, Jahrgang 1946, zeigt mit "Jack und Jill", wie billig und dumm-albern man ein Comedy-Ass wie Adam Sandler in Szene setzen kann. Dabei landete Dugan zuletzt mit "Meine erfundene Frau" (2011) einen großen, lustigen Hit. Verantwortlich war Dugan, der seit 1987 Regie führt, darüber hinaus bisher bei den auch deutlich lustigeren Projekten "Das Model und der Schnüffler" ("Moonlighting", 1988-1989) mit Bruce Willis sowie den Adam-Sandler-Filmen "Happy Gilmore" (1996), "Big Daddy" (1999), "Chuck und Larry" (2007) und "Leg dich nicht mit Zohan an" (2008). Selbst "So ein Satansbraten" (1990), "Die Kampfwurst - Beverly Hills Ninja" (1997), "Die Bankdrücker" (2006) und "Kindsköpfe" (2010) waren deutlich lustiger als "Jack und Jill".

Adam Sandler - Hauptdarsteller der dummen Klamotte "Jack und Jill"

Der 1966 in Brooklyn geborene Schauspieler, Regisseur, Produzent, Musiker und Autor Adam Sandler wirkt in "Jack und Jill", als hätte er gerade erst mit dem Schauspielern angefangen und hat außer billigem 08/15-Fäkalhumor rein gar nichts zu bieten. Dabei lief es zuletzt mit "Meine erfundene Frau" unter gleichem Regisseur deutlich besser. Begonnen hat Sandler seine Karriere mit Auftritten in der "Bill Cosby Show" (1987-1988), ehe er den großen Durchbruch als Comedian der Kult-Show "Saturday Night Live" (1990 bis 2002) schaffte. Sandler trat in "Die Coneheads" (1993) auf und spielte fortan fast nur noch Hauptrollen in Komödien. So war er zu sehen in "Billy Madison" (1995), "Happy Gilmore" (1996), "Eine Hochzeit zum Verlieben" (1998), "Waterboy" (1998), "Little Nicky" (2000), "Mr. Deeds" (2002), "Die Wutprobe" (2003), "50 erste Dates" (2004), "Spanglish" (2004), "Spiel ohne Regeln" (2005), "Klick" (2006), "Die Liebe in mir" (2007), "Bedtime Stories" (2008), "Wie das Leben so spielt" (2009) und zahlreichen Filmen von Dennis Dugan, die in dessen Abschnitt gelistet sind. Für "Punch-Drunk Love" (2002) erhielt er sogar eine Golden-Globe-Nominierung.

Katie Holmes, Al Pacino und sogar Johnny Depp in "Jack und Jill"

Das Überraschendste an "Jack und Jill" ist die Teilnahme namhafter Stars am dumm-albernen Projekt. Neben Regisseur Dennis Dugan und Hauptdarsteller Adam Sandler machen sich noch deutlich mehr Leute zum Affen, darunter Tom-Cruise-Gemahlin Katie Holmes ("Batman Begins", "Dawson´s Creek"), David Spade ("Just Shoot Me", "Rules of Engagement", "Kindsköpfe"), Nick Swardson ("30 Minuten oder weniger", "Meine erfundene Frau"), Dana Carvey (Garth in "Wayne´s World 1+2") und Drew Carey ("Ein Witzbold namens Carey"). Doch auch an anderen berühmten Gaststars mangelt es dem Film nicht. Während Basketball-Riese Shaquille O´Neal und Tennis-Ass John McEnroe nur durch´s Bild huschen, ist es erschreckend, dass Megastar Johnny Depp ("Fluch der Karibik 1-4") eine längere Szenenrolle übernommen hat. Immerhin bleibt er dabei jedoch sich selbst treu und fällt nicht negativ auf. Schlimmer ist da doch die große Rolle von Al Pacino, der sich selbst spielt und in Jill verknallt. Zu sehen, wie sich die Schauspiel-Ikone ("Der Pate 1-3", "Scarface", "Heat", "Im Auftrag des Teufels") für diesen Mist hergibt und ihn auch noch mit viel Albernheit unterstützt, treibt Filmfans Tränen in die Augen.

Film-Kritik - Klamotte "Jack und Jill" mit Adam Sandler

Für "Jack und Jill" hat man alles dran gesetzt, den Film so schlecht wie möglich zu machen. Es scheint, als habe man zunächst einen Trailer mit einer Reihe dummer Witzchen zusammen geschustert. Im Anschluss hat man diesen Trailer gestreckt mit allerhand langweiligen Szenen, um auf 91 Minuten Laufzeit zu kommen. Das Ganze hat man dann noch garniert mit den üblichen Standard-Gags von US-Komödien, nämlich viel Gefurze und derlei Dinge. Faszinierend, dass mit dem Projekt nicht nur Regisseur Dennis Dugan und Adam Sandler versagt haben, die schon deutlich lustigere Dinge gemacht haben, sondern auch Co-Autor Steve Koren, der immerhin sieben Jahre lang für "Saturday Night Live" schrieb und auch Skripte zu "Seinfeld" und "Bruce Allmächtig" beisteuerte. Dass "Jack und Jill" wirklich lustig gemeint ist, scheint dabei kaum vorstellbar - zu billig wirkt der Streifen aus Comedy-Sicht. Dass Leute wie Al Pacino außerdem beteiligt waren, trägt noch mehr zum Kopfschütteln bei. Vielleicht ist der Film ja auch nur ein Experiment der Produzenten, ob die Zuschauer auch beim größten Mist noch lachen. Für Adam Sandler jedenfalls ist "Jack und Jill" das, was ein "Norbit" für Eddie Murphy ist.

Filmangaben

Titel: Jack und Jill

Originaltitel: Jack and Jill

Genre: Komödie

Land, Jahr: USA, 2011

Verleih: Sony Pictures

Regie: Dennis Dugan

Drehbuch: Steve Koren, Adam Sandler, Ben Zook

Darsteller: Adam Sandler, Katie Holmes, Al Pacino, Katie Holmes, David Spade, Nick Swardson

Laufzeit: 91 Minuten

FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung

Kinostart: 26. Januar 2012

Quellen

Internet Movie Database

Kino.de

Sony Pictures

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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