"Man lebt nur zweimal" ist der fünfte und der vorerst letzte Film mit James-Bond-Darsteller Sean Connery als 007, der allerdings nur für "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" für George Lazenby Platz macht. Erneut möchte Ernst Stavro Blofeld die Weltherrschaft an sich reißen. Die Vorbereitungen dazu trifft er in seinem Hauptquartier, einem erloschenen Vulkan. Doch Bond erweist sich einmal mehr als der Cleverere von beiden.
Verwirrung im Weltraum
Ein offensichtlich sowjetisches Raumschiff "verschluckt" ein amerikanisches. Russland lehnt jede Verantwortung ab. Die englische Regierung hat das Landen des Raumschiffs in Japan beobachtet. Ihr Agent, James Bond, befindet sich bereits in Hongkong. Die nächste Szene zeigt Bonds "Engagement" in der Sache, als er sich mit einer Japanerin beschäftigt.
Ein schöner Tod für Bond
Seine Bekanntschaft ist ein feindlicher Spion. Sie öffnet bewaffneten Männern die Tür, die 007 erschießen. Nach der Seebestattung wird sein "Leichnam" an Bord eines U-Boots geholt. Der Zuschauer erfährt, dass Bonds Tod nur vorgetäuscht war.
Eine japanische Agentin bringt ihn zu Mr. Henderson, gespielt von Charles Gray, der in "Diamantenfieber" in die Rolle des Bösewichts Blofeld schlüpft. Als Henderson spekuliert, dass ein großer japanischer Konzern die technischen Voraussetzungen für Raketenstarts haben könnte, wird er, bevor er den Namen nennen kann, erstochen. Bond verfolgt den Mörder und gelangt in die Firma Osata Chemicals, wo er einen Wächter mit einer Steinfigur erschlägt. Er versteckt die Leiche und entnimmt dem Safe einige Papiere.
Bond trifft Tanaka
007 trifft danach auf Tanaka. Bond fragt: "Wie stehen Sie zu mir?". Tanaka antwortet: "Ich liebe dich". Das Kennwort hatte ihm Moneypenny im U-Boot gegeben. Diese Szene reiht sich nahtlos in die typischen zweideutigen und ironischen Wortspiele der Bondfilme ein.
Die Papiere verdichten die Annahme, dass Osata etwas mit den Raketenstarts zu tun haben könnte. 007 hat SPECTRE in Verdacht.
Bond auf der richtigen Spur
Am folgenden Tag trifft der MI6-Agent als Mr. Fisher den Konzernchef Osata. Als er im Büro wartet, betrachtet er die Statue, mit der er den Wächter getötet hat. Dabei wird er beobachtet.
Osata trifft mit seiner Sekretärin Miss Brandt ein. Im gesamten Gespräch wird deutlich, dass Osata weiß, dass Mr. Fisher zumindest nicht Mr. Fisher ist. Nach der Verabschiedung gibt Osata den Befehl an Miss Brandt, Bond zu liquidieren. Dies schlägt fehl.
Bonds Ermittlungen gehen voran
In den Docks von Kobe mehren sich die Hinweise auf die Beteiligung Osatas an dem entführten amerikanischen Raumschiff. 007 wird überwältigt und findet sich auf der Ning-Po, einem Schiff Osatas, in Miss Brandts Kabine wieder. Er "gesteht", ein Industriespion zu sein. Als sie ihm die Fesseln abgenommen hat, öffnet er ihr Kleid mit den Worten "Alles für England"....
Am nächsten Morgen sitzen die beiden im Flugzeug. Osatas Privatsekretärin verfolgt strikt ihre Anweisung, "Mr. Fisher" zu töten. Sie springt ab, nachdem sie die Instrumente zerschossen hat. Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er sich nicht aus dieser Situation befreien könnte.
Little Nelly kommt Bond zu Hilfe
Mit dem zerlegbaren Hubschrauber "Little Nelly" macht 007 einen Erkundungsflug. Außer vielen Kratern entdeckt er jedoch nichts. Schließlich behält "Little Nelly" die Oberhand gegenüber vier "ausgewachsenen" Hubschraubern. Dieser Angriff zeigt Bond, dass er die richtige Fährte verfolgt.
Kidnapping im Weltraum geht weiter
In der nächsten Szene wird diesmal ein russisches Raumschiff entführt. Es wird zu einem mit Wasser gefüllten Vulkankrater transportiert. Die Oberfläche ist jedoch aus Metall und schiebt sich seitlich in den Vulkanhang hinein, so dass die darunter befindliche Vulkanhöhle sichtbar wird, in der das SPECTRE-Raumschiff landet.
Blofeld gibt sich die Ehre
Im Krater wird offensichtlich, dass tatsächlich SPECTRE und Blofeld hinter den Übergriffen im Weltraum stecken. Der Zuschauer sieht Blofelds Hand mit dem Oktopus-Ring sowie die weiße Perserkatze, die aus "Liebesgrüße aus Moskau" und "Feuerball" bekannt sind. SPECTRE will einen Krieg zwischen Amerika und der Sowjetunion anzetteln.
Blofeld bittet Osata und Miss Brandt, übrigens von der Deutschen Karin Dor gespielt, zum Rapport. Er weiß, dass Bond noch lebt. Also tötet er sie und befiehlt Osata, 007 endlich zu liquidieren.
Bond wird zum Japaner
Da Bond und Tanaka wissen, wo sie suchen müssen, erhält 007 zur Tarnung ein japanisches Aussehen, erlernt die Ninja-Kampfkunst und wird mit der einheimischen Kissy verheiratet. Entgegen seinen schlimmsten Erwartungen eines "Pfannkuchengesichts" ist er sehr angetan von seiner Gattin. So ist er eingeschnappt, als sie ihm beim Abendessen sagt, dass sie in getrennten Betten schlafen. Er bringt seine Enttäuschung mit den Worten "Dann will ich auch keine Austern" zum Ausdruck.Kissy berichtet vom Tod eines Mädchens in einer Höhle am Fuß eines Berges. Phosgen-Gas erregt Bonds Verdacht, dass unerwünschte Besucher abgehalten werden sollen. Also machen sich die beiden auf den Weg zum Gipfel. Dort sehen sie einen Hubschrauber in den Krater fliegen. 007 stellt fest, dass die blaugrüne "Wasseroberfläche" Metall ist. Er schickt Kissy zu Tanaka und begibt sich in den Vulkan. Dort befreit er die Besatzungen der entführten Raumschiffe und nimmt den Platz eines der Astronauten ein, die zur Abschussrampe gehen.
Blofeld zeigt sein Gesicht
Blofeld hält den Doppelnull-Agenten vom Einsteigen in das Raumschiff ab. Er lässt ihn zu sich bringen und macht ihn auf seinen Fehler aufmerksam: Kein Astronaut würde das Sauerstoffgerät außerhalb der Kapsel anlegen. Als Bond seinen Helm abnimmt, ist Osata erschrocken, weil seine zwei Mordversuche im Ninja-Camp offensichtlich erfolglos waren. Hier zeigt Blofeld zum ersten Mal sein Gesicht. In "Liebesgrüße aus Moskau" und "Feuerball" waren nur seine typischen Erkennungszeichen - weiße Katze und Oktopus-Ring - zu sehen.
Tanaka kommt Bond zu Hilfe
Kissy hat Tanaka informiert. Er steht mit seinen Ninjas am Kraterrand. Bond gelingt es, Verwirrung zu stiften und den Krater kurz zu öffnen. So gelangt Tanaka mit seinen Kämpfern ins Innere. Schnell gewinnen sie die Überhand.
Blofeld erschießt Osata. Als er Bond ebenfalls ins Jenseits befördern will, trifft ihn Tanaka mit einem Wurfstern an der Hand. Ohne 007 getötet zu haben, flieht er in einer Einschienenbahn.
In letzter Sekunde
Bond luchst dem muskelbepackten Wächter Blofelds den Schlüssel für den Zerstörungsmechanismus der Rakete, die das amerikanische Raumschiff entführen soll, ab. Es bleiben nur wenige Minuten, um den Kriegsausbruch zwischen USA und UdSSR abzuwenden. Die mitlaufende Uhr bleibt bei fünf Sekunden stehen und nicht etwa bei "007" wie bei "Goldfinger" geschehen.
Da Blofeld mitansehen musste, wie sein Plan einmal mehr vereitelt wurde, sprengt er den Krater in die Luft. Bond und Kissy retten sich an Bord eines Schlauchboots. Seine Hoffnung, ungestörte "Flitterwochen" zu verbringen, zerschlägt sich, als ein britisches U-Boot auftaucht und das Schlauchboot darauf zu liegen kommt. Doch das hält die beiden nicht vom Küssen ab....
