
- Jason Statham, 2007 - Notwist
Wann immer bei Filmen ein Mann mit durchtrainiertem Körper und kämpferischem Talent gebraucht wird, ist Jason Statham zur Stelle. Der 44-Jährige ist sich für nichts zu schade und schreckt vor fast keinem Stunt zurück. Wenn er dann doch mal eine Rolle in einem Film bekommt, der etwas weniger actionreich ist, versuchen die Regisseure wenigstens eine Actionszene einzubauen. Wo Jason Statham draufsteht, ist eben auch Jason Statham drin. In welchen Filmen er auch mitspielt, man kann sich darauf verlassen, dass es knallt.
Sportlich, gutaussehend und schauspielerisch talentiert – die Mischung macht‘s
Am 12. September 1967 in Sydenham, London erblickte Jason Statham als Sohn eines Sängers und einer Tänzerin das Licht der Welt. Bereits als Kind begann seine Begeisterung für Sport, die er zunächst beim Turmspringen auslebte. Statham war zwölf Jahre lang Mitglied im britischen Nationalteam und erreichte 1992 den 12. Rang bei der Weltmeisterschaft. Seine Karriere in den Medien begann mit Hilfe eines nach Athleten suchenden Modelagenten, der ihn im „Crystal Palace National Sports Centre“ in London entdeckte. Seine Modelkarriere war jedoch nicht von langer Dauer. Für kurze Zeit arbeitete er für das Label „French Connection“, wodurch er die Chance erhielt, einige Werbespots zu drehen, die sein Gesicht insofern bekannt machten, dass er zu seinem ersten Vorsprechen eingeladen wurde. „Bube, Dame, König, Gras“ (1998) von Regisseur Guy Ritchie wurde sein Debütfilm, in dem er sich an der Seite von Jason Flemyng bei einem Kartenspiel hoch verschuldet und daraufhin von einem Drogenbaron gejagt wird. Zwei Jahre später folgte die international erfolgreiche Komödie „Snatch - Schweine und Diamanten“ ebenfalls von Guy Ritchie, die Statham erstmals nach Hollywood brachte. 2001 spielte er in zwei weniger erfolgreichen Science-Fiction-Filmen: „Ghosts of Mars“ und „The One“.
Der endgültige Durchbruch: „The Transporter“
Schwarzer Anzug, schwarzer BMW, Ordnungsfanatiker, ehemaliger Elitesoldat – das Ergebnis ist Frank Martin, Protagonist im französisch-amerikanischen Actionfilm „The Transporter“ (2002) von Luc Besson. Mit seiner Rolle als in Frankreich lebender Soldat im Ruhestand, der nebenbei dem Transportgeschäft nachgeht, erlangte Statham seinen endgültigen Durchbruch. In den USA spielte der Film rund 25,3 Millionen US-Dollar ein; davon 9,1 Millionen US-Dollar am ersten Wochenende. Drei Jahre später folgte der zweite Teil „Transporter – The Mission“, der weltweit 85 Millionen Dollar einspielte und im Jahre 2008 raste Statham in „Transporter 3“ (Einspielergebnis weltweit: 108 Millionen Dollar) über die Kinoleinwand.
Andere Erfolge und Misserfolge
2003 stand Statham neben Mark Wahlberg und Donald Sutherland in „The Italian Job – Jagd auf Millionen“ von Felix Gary Gray vor der Kamera. Ein Jahr später folgten kleinere Rollen in „Final Call – Wenn er auflegt, muss sie sterben“ und „Collateral“. 2005 schaffte er es mit „Revolver“, „Chaos“ und „London – Liebe des Lebens“ auf die Leinwand, jedoch nicht in Deutschland; die Filme wurden von Kritikern zerrissen und somit hierzulande nicht veröffentlicht. Im Jahre 2006 kam der Actionfilm „Crank“ von Mark Neveldine ins Kino, der sich als Stathams nächster großer Erfolg entpuppte. 2009 folgte „Crank 2 - High Voltage“, der das Gemüt der Zuschauer noch mehr überstrapazierte als schon sein Vorgänger. 2007 folgten „Schwerter des Königs“ von Uwe Boll und „War“ von Phillip Atwell, die sich aufgrund mangelnder Kinobesucher als weniger erfolgreich herausstellten. 2008 sah man Statham als ehemaligen Kleinkriminellen Terry Leather in „The Bank Job“, der auf einem Londoner Banküberfall von 1971 basiert. Im letzten Jahr spielte er neben Sylvester Stallone, Jet Li, Steve Austin und Mickey Rourke im Actionfilm „The Expendables“, dem höchstwahrscheinlich ein zweiter Teil folgen wird. Sein aktuellster Film „The Mechanic“, ein amerikanischer Action-Thriller von Regisseur Simon West, spielte weltweit 45,8 Millionen US-Dollar ein. Der Film ist trotz eines hohen Maßes an Brutalität äußerst empfehlenswert – Jason Statham erscheint in seiner Rolle als Auftragskiller so knallhart und cool wie zuletzt in „The Transporter“.
Gute Aussichten auf noch mehr Action
„Killer Elite“ heißt der neue Streifen mit Jason Statham, Robert De Niro und Clive Owen, der voraussichtlich Ende des Jahres erscheint. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und handelt von einer Gruppe von ehemaligen britischen Special Forces Mitgliedern, die von Attentätern verfolgt wird. Fans von Jason Statham dürfen also gespannt sein, was sein neuer Film alles zu bieten hat – er klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend. Letztendlich steht fest, dass Statham seinen Fans und Bewunderern noch lange als Actionheld erhalten bleibt. Welcher Mann kann denn auch schon behaupten, dass er mit Anfang 40 noch so durchtrainiert ist? Jason Statham gehört einfach auf eine Kinoleinwand – ganz zur Freude des weiblichen Geschlechts.
