Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Jeder Vierte kann seinen erlernten Beruf nicht merhr ausüben

Jeder weiß es, wenige tun etwas dagegen: Viele Arbeitnehmer können ihren Job wegen Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr ausüben. Und was dann?

Jeder vierte Bundesbürger kann seinen Beruf wegen Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr ausüben. Zwar haben viele schon einmal etwas von dieser Statistik gehört. Dass es aber einen selbst trifft, glauben die Wenigsten.

Das Ausblenden von möglichen Krisensituationen ist menschlich – und zugleich irrational. Das Risiko, die Arbeitskraft und den Lebensunterhalt zu verlieren, wird von vielen unterschätzt. Und wer sich’s genauer überlegt und das Szenario Schritt für Schritt einmal durchspielt, wird sich wundern, was im Falle eines Falles finanziell alles auf einen zukommen kann.

Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus

Seit 2001 gibt es für diejenigen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, keinen gesetzlichen Versicherungsschutz in Form einer Berufsunfähigkeitsrente mehr. Stattdessen gibt es die Erwerbsminderungsrente, die sich am Leistungsvermögen der Erwerbstätigen orientiert. Wer nicht mehr in der Lage ist, seinen erlernten Beruf auszuüben, ist aber zunächst gezwungen, jede Arbeit anzunehmen. Eine volle Erwerbsminderungsente kann nur bei Personen bewilligt werden, die aus gesundheitlichen Gründen dem Arbeitsmarkt weniger als drei Stunden am Tag zur Verfügung stehen können. Sollte dies der Fall sein, ist die Existenz aber noch lange nicht gesichert. Denn: Der Höchstsatz der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente liegt lediglich bei 750 Euro im Monat – das reicht für viele nicht, die Lebenshaltungskosten zu decken.

Private Vorsorge

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sorgt privat vor und bezahlt regelmäßig einen bestimmten Betrag in eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Die Investition kann sich lohnen. Im Falle der Berufsunfähigkeit springt die Versicherung ein und zahlt dem Versicherungsnehmer eine vorab vereinbarte Rente. Empfohlen wird eine Absicherung von 75 Prozent des Nettoeinkommens oder zumindest 1.000 Euro pro Monat.

Höhe des Beitrags für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie viel die Versicherung zahlt, hängt unter anderem von der Höhe des in der Regel monatlich eingezahlten Betrags ab. Je mehr der Versicherte eingezahlt, desto höher ist die Rente, die er im Bedarfsfall erhält. Wie teuer die Berufsunfähigkeitsversicherung ist, ist zudem noch vom Lebensalter und vom ausgeübten Beruf abhängig. Je jünger, desto günstiger ist der Versicherungsbeitrag. Wer bereits zwischen 20 und 30 Jahren einen Versicherungsvertrag abschließt, wird eine geringere Prämie für die gleiche garantierte Leistung bezahlen müssen als ein 40- bis 50-Jähriger. Und: Je gefährlicher der Beruf, desto teurer der Beitrag. So wird ein Büroangestellter deutlich weniger Beitrag für die gleiche Leistung entrichten müssen als ein Dachdecker.

Versicherungen vergleichen

Es gilt also, die Kosten und Leistungen von verschiedenen Versicherungen zu vergleichen. Diese Informationen sind wertvoll und kosten den Interessierten keinen Cent.