Jelly Belly Beans - süßer Kult aus den USA

In über fünfzig Sorten sind die Geleebohnen aus Amerika zu bekommen

Jelly Belly Beans - Flickr: House of sims
Jelly Belly Beans - Flickr: House of sims
Bei Reagan standen sie auf dem Tisch, selbst im All waren sie schon. In Amerika sind die süßen Geschmackswunder in aller Munde, die Jelly Belly Beans sind Kult.

Es begann wie jede Einwanderergeschichte. Die Brüder Goelitz verließen 1867 ihre Heimat in Deutschland um in Amerika ihr Glück zu versuchen. Gerade zwei Jahre später kauften sie ein Süßwarengeschäft in Illinois. Gustav Goelitz kümmerte sich um die Produktion, sein Bruder Albert sorgte für den Vertrieb. Ihr Unternehmen überstand alle Wirtschaftskrisen und Weltkriege, heute betreibt die vierte Generation den Betrieb. Geleebohnen gab es früher schon, aber erst die Idee eines Großhändlers aus Kalifornien gab den endgültigen Anstoß.

Die Geburt der Jelly Belly Beans 1976

Der Ruf der Goelitz Candy Company galt als sehr gut, so wandte sich der Händler mit seiner Idee dorthin. Er wollte Jelly Beans, Geleebohnen, mit natürlichen Geschmacksstoffen kreieren. Die Jelly Belly Candy Company entstand. Die Bonbonspezialisten brachten 1976 die ersten acht Sorten auf den Markt. Grüner Apfel, Traube, Zitrone, Kirsche, Cream Soda, Root Beer, Mandarine und Lakritz.

Der Geschmack überzeugte schnell

Wer zum erstem Mal eine Jelly Bean probierte, der war begeistert. Kurze Zeit später gehörte auch der spätere Präsident Reagan zu den Fans. Beim Amtsantritt brachte er die Jelly Belly Beans mit ins Weiße Haus. Auf seine Initiative hin wurde eine weitere Sorte geschaffen, Blaubeere. So waren bei seiner Antrittsrede die Farben rot, weiß und blau erhältlich. Massenweise wurden die bunten Aromawunder verzehrt. 1983 ließ Präsident Reagan eine Überraschung an die Astronauten an Bord der Challenger mitgeben. Jelly Belly Beans eroberten das Weltall.

Über fünfzig Sorten Jelly Beans gibt es heute

Allein die 50 offiziellen Geschmacksrichtungen sind enorm, zu besonderen Ereignissen wird gerne mal etwas Neues kreiert. Die Fans der Jelly Beans lieben das Aroma der Bonbons. Jede Farbe bedeutet ein bestimmtes Aroma. Von Brombeere über geröstete Marshmallows bis hin zu Margarita oder Erdbeer-Dauquiri gibt es praktisch alles. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, auch für den ganz ausgefallenen. BeanBuzzles sind die Scherzartikel unter den Jelly Beans. Je ein normaler Geschmack und ein etwas sehr eigenartiger sind von der Farbe gleich. Dabei sind Fauler Käse und Pfeffer noch die harmlosesten Varianten. Es gibt acht Doppelgänger. Also Vorsicht.

Was ist drin in Jelly Beans?

Laut Hersteller hat eine Bohne nur 4 Kalorien, kein Fett, keine Gelatine. Hergestellt werden sie aus Zucker, Maismehl, Maisstärke, natürlichen Aromen und Lebensmittelfarbstoffen. Es gibt auch ein zuckerfreies Sortiment mit zehn Sorten.

Wo gibt es die echten Jelly Belly Beans?

In den USA in jedem guten Süßwarenladen, man kann sich die Sorten selbst zusammenstellen und kauft nach Gewicht. Weit verbreitet auch Sortimentpackungen, Geschmacksrichtungen wie sauer oder süß, vorsortiert im Beutel. Ein paar Sorten gibt es auch in Deutschland, aber man muss danach suchen. Oft kann man sie online bestellen, das Porto und Versandkosten machen sie aber schnell zum teuren, wenn auch besonderen Genuss.

Eingefleischte Jelly Belly Fans kaufen in Kalifornien

In Fairfield, Kalifornien, etwa eine Stunde nördlich von San Francisco, kann man die Fabrik besuchen und einen Rundgang durch die heiligen Hallen bei Jelly Belly machen. Danach ein Einkauf im Firmenladen und die echte Naschkatze ist wieder zufrieden. Die original Jelly Beans sind bis zu einem Jahr haltbar, nur ganz extreme Hitze mögen die besonderen Geleebohnen nicht.

Wer auf Süßes steht, der kommt an ihnen nicht vorbei. Die unglaubliche Auswahl an Aromen und der Genuss der Bohnen erzeugen schon eine Art Suchtverhalten. Aber wer kennt das nicht von Gummibärchen, Chips oder Schokolade. Wenn man gerade in Amerika auf Reisen ist, dann sollte man sich nicht scheuen, einmal nach den Jelly Beans zu schauen. Nur wer selbst probiert kann seine Lieblingssorten herausfinden. Damit der nächste Einkauf schneller geht.

Quelle:

Jelly Belly Candy Company

One Jelly Belly Lane

Fairfield, CA 94533

Jürgen Kadel, Jürgen Kadel

Jürgen Kadel - Die letzten Jahre war ich immer unterwegs. Selbstständig, also selbst und ständig in allen Ecken Europas. Ich durfte viel ...

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