
- John Woodward: Klimawandel - Gerstenberg-Verlag
Unseren Planeten umgibt die Atmosphäre wie eine dünne Schutzschicht. Die Strömungen in Atmosphäre und Meeren verteilen Wärme und Wasser rund um die Erde. Daraus entstehen Wetter und Klima. Schon kleinste Eingriffe in dieses System können zu gewaltigen Veränderungen führen. Diese sind als Klimawandel bekannt. In der Reihe „Sehen – Staunen – Wissen“ des Hildesheimer Gerstenberg-Verlages ist jetzt ein Band erschienen, der sich des Phänomens Klimawandel annimmt.
Bilder und Texte zum Klimawandel
Das Buch ist wie die weiteren über 120 Titel der beliebten Reihe ausgestattet. Reich mit hervorragenden Fotos und Grafiken illustriert spricht es alle Sinne an. Die Bilder transportieren einen Großteil der präsentierten Informationen. Sie unterstützen knappe, aber präzise formulierte Texte. Im Zusammenspiel von Text und Bild erhält der Leser eine gut begreifbare Einführung in die unterschiedlichen Aspekte des Themas „Klimawandel“. Jeder Teilaspekt wird auf einer eigenen Doppelseite präsentiert.
Treibhauseffekt und Energiesparen zum Schmökern
Ein gutes Buch lädt zum zwanglosen Schmökern ein. So ist es auch bei diesem. Einfach mal eben durch die Seiten geblättert bleibt man schnell an einem Kapitel hängen. Da ist es gut, dass jede Doppelseite thematisch in sich abgeschlossen ist. Die Auswahl der behandelten Themen reicht von global bedeutsamen wie dem Treibhauseffekt bis zu eher regionalen wie dem Eisbärendilemma in der Arktis. Auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind leicht zu begreifen, wenn sie so plakativ wie in diesem Buch dargestellt werden. Die Möglichkeiten jedes Einzelnen dem Klimawandel entgegen zu wirken sind in Kapiteln zu den Themen „Energiesparen“ oder „Dein Kohlenstoff-Fußabdruck“ abgehandelt. Hier bekommt man kurze Tipps, wie man durch ganze einfache Maßnahmen seinen eigenen Energieverbrauch senken und die Umwelt schonen kann.
Dreiklang „Sehen – Staunen – Wissen“ funktioniert
Dank der vielen Bilder kann der Leser hier sehen, wie etwa der Treibhauseffekt funktioniert. Oder wie in den Klimamodellen der Forscher das Wetter der Zukunft aussieht. Gut ist, dass die benutzten Daten aktuell sind. So wird etwa der Träger des Friedensnobelpreises von 2007 Al Gore als Beispiel für die Präsenz des Klimawandels in den Medien erwähnt. Oft kommt man auch aus dem Staunen nicht heraus. Etwa wenn man erfährt, was sich in den Bohrkernen aus dem Eis von Grönland an Informationen über das Klima der Vergangenheit verbirgt. Und wenn man am Ende des Buches angelangt ist hat man eine Menge Wissen über das Klima auf der Erde gesammelt. Etwas störend sind die oft aus dem angelsächsischen Kulturkreis stammenden Bildbeispiele. Auch die Aussagen über die Rolle der Kernkraft als saubere Energiequelle sind etwas zu optimistisch formuliert. Doch im Vergleich zu den übrigen Vorzügen diese Buches sind dies nur kleine Mängel. Alles in allem ist der Band „Klimawandel“ ein rundherum empfehlenswertes Buch, aus dem auch so mancher Erwachsene noch etwas lernen kann.
John Woodward: Klimawandel; Gerstenberg-Verlag 2008, 64 Seiten, EURO 12,90
