
- Alles, was Sie über Google wissen müssen - Midas Computer Verlag
Google ist nicht alles. Und ein „Google-Kompendium“ muss nicht zwangsläufig dick sein. Jon Smith, Mitbegründer von „amazon.co.uk“ braucht nur gut 150 Seiten, um zu erklären, wie die Welt der Suchmaschinen funktioniert. „Alles, was Sie über Google wissen müssen“, so der Untertitel des Buches, enthält Schritt für Schritt die Spielregeln, an die man sich halten muss, wenn man von einer Internet-Suchmaschine gefunden und dann auch noch unter den gewünschten Suchbegriffen ganz oben platziert werden möchte.
Vorweg gesagt: Auch wenn der Autor einräumt, dass es noch andere Suchmaschinen gibt und sie Google eines Tages vielleicht den Rang als Platzhirsch ablaufen könnten, so gelten die im Buch beschriebenen Google-Tipps und -Tricks für alle Suchmaschinen.
Tipps, um Erfolg zu messen
Die Kapitel beginnen jeweils mit einer Fragestellung wie „Wer sind Sie?“ oder „Wer sucht nach Ihnen?“ Beim Nachdenken darüber lässt der Autor seine Leser nicht allein. Und am Ende jedes Kapitels steht ein Tipp, wie man das Verstandene oder neu Gelernte ausprobieren kann. Der Erfolg stellt sich natürlich nur ein, wenn er auch in irgendeiner Weise sichtbar wird. Auch dazu gibt es Tipps in allen Kapiteln, die den Fragen nachgehen „Wie messe ich konkret den Erfolg meiner Webseite, und wie finde ich heraus, was funktioniert und was nicht?“
Der Blick auf die Fehler anderer muss in einem solchen Buch ebenso gestattet sein, wie die Beschäftigung damit, wie Internetprofis es schaffen, dass ihre Seiten so oft angeklickt werden. Jon Smith rät zwar grundsätzlich nicht davon ab, sich der bezahlten „Adwords“ zu bedienen, um seine Produkte an den Kunden zu bringen, oberstes Ziel sollte es aber sein, in den organischen Listen aufzutauchen. Denn, so Smiths nüchterne Feststellung, auch der einfache Internetnutzer weiß inzwischen, dass die rechts am Rand oder am Kopf der Seite stehenden Links „gekauft“ sind. Der Autor vertritt die Auffassung, dass sie als zusätzliches Einsatzmittel durchaus sinnvoll sind, um ein Produkt oder eine Marke bekannt zu machen. Gleichwohl rät er dazu, sich eher über sogenannte Ego-Keywords Gedanken zu machen. So kann ein schon im Domainnamen verankertes Keyword durchaus eine Nr.1-Platzierung ermöglichen. Allerdings sei vor Luftnummern gewarnt. Denn was auf dem Bildschirm erscheint, wenn der User diese Adresse anklickt, muss sich sehen lassen können. Sonst waren alle Anstrengungen umsonst.
Beispiel-Links als Anschauungsmaterial
Das „Google-Kompendium“ ist keine Bettlektüre. Es sei denn, man nimmt auch den Laptop oder das iPad mit ins Bett. Denn Jon Smith spart nicht mit Beispiel-Links, -URLs als Anschauungsmaterial und zur Untermauerung seiner Ratschläge. Probieren geht über Studieren, das ist das Prinzip, welches man allerdings gerne befolgt. Denn es macht Spaß, seine Webseite nachhaltig auf Vordermann zu bringen.
Jon Smith: Google Kompendium. Alles, was Sie über Google wissen müssen, Midas Computer Verlag, Zürich 2010, kartoniert, 176 Seiten, Euro 19,80.
