Der Musiker, Rüdiger Oppermann, widmet sich seit etlichen Jahrzehnten weltweit zahlreichen Projekten im Bereich multikultureller Musikveranstaltungen. Unter anderem rief er das Tourneeprogramm "Klangwelten" ins Leben. Jährlich im November und Dezember tourt er mit erlesenen Musikern der internationalen Musikszene durch Deutschland und Österreich. Im Jahr 2011 findet das Projekt zum 25. Mal an 39 Veranstaltungsorten statt. Für das etablierte Festival ist die Reservierung von Tickets empfehlenswert.

Der Musiker Rüdiger Oppermann

Rüdiger Oppermann begann neben seinem längst nostalgischen Parallelleben als Sozialpädagoge seine Berufung zu entdecken, als ihm seine Muse, die Harfe, begegnete. Im Kindesalter nahm er mit sechs Jahren Klavierunterricht, spielte später Chello sowie Banjo und Gitarre. Doch als treue Begleiterin setzte sich die Harfe durch.

Vor rund 34 Jahren brachte er sich als Autodidakt das Harfespielen bei und bereits ein Jahr später, 1974, kam es zur ersten Veröffentlichungen eines Konzertmitschnitts zum Folk-Festival in Igelheim. Anfang der siebziger Jahre gab es in Deutschland keine Harfen zu kaufen. Somit widmete sich der Musiker auch dem Bau von Harfen, rekonstruierte die altmongolische Harfe und einige Jahre später baut er eine 120saitige Windharfe sowie einen elektrifizierten Musikbogen.

Um die Jahrtausendwende gründet er sein eigenes Label, veröffentlicht zahlreiche CDs und unterrichtet als Gastdozent an der Berklee School of Music in Boston und ist stets im Namen einer musikalischen Fusion weltweit unterwegs.

Die Harfe findet zu Oppermann oder Oppermann zur Harfe

Der junge Musiker begibt sich auf Reisen und entdeckt in Afrika und Asien zahlreiche exotische Instrumente, die Bausteine für die sich anschließende Projekte bilden.

Oppermann tingelt fünf Jahre lang mit einer mittelalterlichen Show durch die Straßen von Deutschland, vertieft nicht nur sein Spiel auf diversen Instrumenten, sondern auch sein handwerkliches Geschick im Harfenbau, schließt dabei artverwandte Instrumente der Kulturkreise aus Asien oder Afrika mit ein. Zehn Jahre, nachdem er begann sich dem Harfenbau zu widmen, erteilt er erste Kurse zum Harfenbau.

Weg zum Klangwelten Festival

Während einer Reise nach Kalifornien trifft der Musiker auf die Szene des Avantgarde. Er befreundet sich mit Harfenistinnen, unter anderem mit Cynthia Mowery, seiner künftigen Frau. Seine Lebensräume wechseln. Rüdiger Oppermann erhält Auftragswerke und zahlreiche Preisverleihungen für Komposition, Improvisation, für den Erhalt alt-türkischer Musik, den Kulturpreis im Bereich Avantgarde, den Ruth-Preis vom TFF in Rudolstadt, nimmt ein Filmprojekt sowie ein Buchprojekt mit sechs Live-CDs in Angriff.

1983 besucht er erstmals Mickie Zeckleys Summer Music Camp in Kalifornien. Dieser Besuch inspiriert Opperman ein Sommermusikfest auf dem Knüllköpfchen, bei Bad Hersfeld, ins Leben zu rufen.

Ein Krankenhausaufenthalt zwingt den unentwegt agierenden Musiker zur äußeren Ruhe, doch im Inneren brodeln neue Ideen. Eine von ihnen ist das Festival Klangwelten. Im Jahr 2011 findet es zum 25. Mal statt.

Das Festival Klangwelten an 39 Veranstaltungsorten

Immer unterwegs, auf der Suche nach Urwüchsigem oder Unbekannten aus der Musikszene reist Rüdiger Oppermann um den Globus. Während seiner Expeditionen in das Reich der Worldmusik trifft er auf Traditionelles ebenso wie auf Zeitgenössisches. Themenbezogen selektiert er für das jährlich stattfindende Festival unter seinem eigenen Motto: Der Utopie auf die Beine helfen! Exotisch darf es sein und damit spannt er den Bogen, der vom äußersten Ende des Ostens bis zum Westen reicht. Während seiner klingenden Weltreisen taucht Oppermann in die kulturellen und vor allem musikalischen Welten vor Ort, und in jedem Falle hautnah, ein. Nach 25 Jahren weiß sein Publikum: es wird anders. Das weckt die Spannung und so oft heißt es an den Kassen, der mittlerweile 39 Spielstätten, bereits im Vorfeld: Ausverkauft!

Das neue Bewußtsein in Oppermanns Harfenspiel

Neben dem zu erwartenden Neuem, Unbekanntem, Exotischem weiß man um die verzaubernden Klänge des Harfenspiels von Oppermann, der längst als deutscher Meister der keltischen Harfe bekannt ist. Auf internationaler Ebene zählt er zu den bedeutendsten und innovativsten Harfenisten. Mit seinem Spiel beeindruckte der experimentierfreudige Virtuose bereits den einstigen Musikjournalisten, Joachim Ernst Berendt, der sich wie folgt äußerte: "Ein Lichtblick. Hier kann ich wirklich das neue Bewußtsein hören – leuchtend, transparent, durchsichtig; und hier wird auch mein musikalischer Anspruch gefordert."

Quelle: www.klangwelten.de