Judd Trump gewinnt die UK Championship 2011

Am Sonntag, den 11. Dezember 2011, gewann Judd Trump das Finale der UK Championship 2011 in York gegen Mark Allen mit 10:8.

Judd Trump bleibt der Überflieger des Jahres 2011. Der 22-jährige Snooker-Profi aus Bristol gewann das vierte seiner sechs Endspiele in diesem Jahr. Das 10:8 gegen einen gleichwertigen Mark Allen war eines der Snooker-Highlights des Jahres. Nach den China Open gewann Trump den zweiten großen Titel, nachdem er bei der Weltmeisterschaft nur knapp im Finale gescheitert war. Der Sieg bringt dem Engländer 100000 Pfund Siegesprämie ein sowie 8000 Weltranglistenpunkte, womit sich Trump tagesaktuell auf Rang 5 vorschiebt.

Judd Trump dreht 1:3-Rückstand in der ersten Session des Finals

Der leicht favorisierte Trump legte gleich in der ersten Session mit einem 70er-Break los. 56 Punkte reichten Allen zum 1:1-Ausgleich, obwohl er den Frameball unnötigerweise verschoss und Trump noch mal an den Tisch ließ. Mit einer 141 ging der Nordire in Führung und legte im zerfahrenen vierten Frame zum 3:1 nach. Im fünften Frame lag er mit 49:0 vorne, als er eine Rote auf die Mitteltasche verschoss. Trump nutzte die Chance zu einem vorentscheidenden 52er-Break. In zwei Aufnahmen sicherte sich der Engländer den nächsten Frame zum 3:3. Eine 33 von Allen im siebten Frame reicht wieder nicht für ihn aus. Trump holte sich auch diesen mit einem schönen 75er-Break und legte im achten Frame eine Serie von 61 Punkten vor, bevor er seinen einzigen vermeidbaren Lochfehler beging. Allen bekam also die Chance zum Ausgleich, verschoss aber die vorletzte Rote auf die Mitte. So holte sich der Vizeweltmeister auch diesen Frame zur 5:3-Führung nach der ersten Session.

Mark Allen kämpft sich heran, verliert am Ende das Finale aber knapp mit 8:10

In seinem Halbfinale hatte Allen ein 3:5 gegen Ricky Walden drehen können. In der zweiten Finalsession kam es anders. Trump dominierte die Anfangsphase der zweiten Session und setzte sich mit Breaks von 109, 78 und 74 Punkten mit sieben in Folge gewonnenen Frames bis auf 8:3 ab. Der Nordire konnte sich nichts vorwerfen, er spielte nicht schlecht, sondern bekam schlichtweg keine Tischzeit. Erst ab dem zwölften Frame konnte er zurückschlagen und schaffte mit zwei Total Clearances in Folge (139 und 129 Punkte) den Anschluss zum 5:8. Der Engländer blieb cool und gewann mit einem 75er-Break Frame vierzehn zum 9:5 und benötigte nur noch einen Frame zum Titelgewinn. Eine 125 von Allen – sein viertes Century Break im Finale – brachte diesen auf 6:9 heran. Erst im sechzehnten Frame gab es erstmals in dieser Session kein Break von mindestens 70 Punkten. Obwohl Trump mehrere Chancen hatte, fielen seine langen Einsteiger nicht mehr und Allen, dem plötzlich alles gelang, holte sich den Frame in drei Aufnahmen zum 7:9. Im folgenden Frame gelang dem Nordiren wieder ein hohes Break von 95 Punkten und plötzlich stand es nur noch 8:9. Das Finale schien wieder offen zu sein. Die Entscheidung fiel im achtzehnten Frame, als ein langer Einsteiger von Allen nicht fiel und im Baulk-Bereich lochbar liegen blieb. Der Engländer nutzte den Einsteiger für ein flüssiges 91er-Break und sicherte sich damit nach einer Zitterpartie den UK Championship-Titel 2011 in einem Finale, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Mark Allen hat bewiesen, dass ein Titelgewinn für ihn nur noch eine Frage der Zeit ist. Judd Trump unterstrich indes, dass er zurzeit der vielleicht beste Snooker-Spieler der Welt ist.

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Christian Schmidt - selbständig, vielseitig, vielfältig, ambivalent * 1976 seit 2006 in Dresden wohnhaft Vorlieben: Literatur, Filme, ...

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