Jürgen Uter liest "Totsein verjährt nicht" von Friedrich Ani

Totsein verjährt nicht - Jumbo Neue Medien & Verlag
Totsein verjährt nicht - Jumbo Neue Medien & Verlag
Ein Mädchen verschwindet vor Jahren spurlos. Fiel sie einem Verbrechen zum Opfer oder lebt sie noch? Eine Spurensuche beginnt.

Der aufwühlende Roman "Totsein verjährt nicht" von Friedrich Ani wurde 2010 mit dem Deutschen Krimi-Preis in der Kategorie National ausgezeichnet. Der ausgefeilte Thriller beschreibt eine Tragödie, die jederzeit und überall passieren kann. Jürgen Uter liest den Kriminalroman mit dem Protagonisten Kommissar Polonius Fischer aus München. Erschienen ist das Hörbuch "Totsein verjährt nicht" im Jumbo Neue Medien & Verlag.

Ein Kind verschwindet spurlos

Vor sechs Jahren verschwand die achtjährige Scarlett Peters spurlos auf ihrem Weg zur Schule. Ein geistig behinderter, junger Mann wurde des Mordes beschuldigt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Allerdings fand man nie die Leiche des Kindes. Kommissar Polonius Fischer zweifelt bis heute an der Schuld des jungen Mannes. Jetzt, Jahre nach dem Verschwinden, meldet sich ein Mitschüler des Mädchens, der sie angeblich auf der Straße gesehen haben will. Obwohl Polonius Fischer auch private Probleme hat, beginnt er erneut mit den Ermittlungen. Seine Lebensgefährtin, die als Taxifahrerin arbeitet, wurde überfallen, schwer verletzt und kämpft Im Krankenhaus um ihr Leben. Fischer und seine Kollegen haben mehr als genug damit zu tun, den Täter zu suchen. Dennoch lässt ihm der Fall Scarlett Peters keine Ruhe. Seine Suche nach der Wahrheit bringt Dinge ans Tageslicht, die vertuscht werden sollten.

Bezug zur Realität

Friedrich Ani hat in seinem Kriminalroman "Totsein verjährt nicht" einen Bezug zu einem realen Kriminalfall hergestellt. Im Jahr 2001 verschwand die kleine Peggy aus Oberfranken spurlos. Bis heute ist ungeklärt, ob sie noch lebt oder einem Verbrechen zum Opfer fiel. Der Autor beschreibt die harte Realität, nur trägt die reale Person Peggy in diesem Krimi den Namen Scarlett. Mehrere Fälle werden ineinander verknüpft und zeigen menschliche Abgründe in ihrer dunkelsten Form. Der Sprecher Jürgen Uter spricht fesselnd die Geschichte eines ungewöhnlichen Kriminalfalls, der überall passieren kann.

Stimmliche Vielfalt

Jürgen Uther schafft es perfekt, seine Stimmlage dem Geschehen anzupassen. Zu Beginn des Hörbuches werden die Fakten sachlich und ohne große Emotionen dargestellt. Nach der Einführung in den Kriminalfall, die ähnlich wie ein Polizei- Bericht verfasst ist, beginnt die Geschichte erst richtig. Der Sprecher gibt jedem Protagonisten ein eigenes Klangbild mit unterschiedlichen Dialekten. Dadurch bekommt der Hörer eine sehr gute Möglichkeit der Abgrenzung einzelner Personen. Fesselnd und intensiv beschreibt der Sprecher Gefühle und Stimmungen.

Fazit

Wer gern auch einmal hinter die Kulissen polizeilicher Ermittlungsarbeit sehen möchte und sich auch nicht davor scheut, menschliche Abgründe kennen zu lernen, für den ist dieses Hörbuch bestens geeignet. Der Autor Friedrich Ani zeichnet ein realistisches und erschreckendes Bild unserer Gesellschaft, welches durch den Sprecher Jürgen Uther perfekt zum Hörer transportiert wird. Ein Hörbuch, über das man noch lange nachdenkt.

Friedrich Ani "Totsein verjährt nicht" gelesen von Jürgen Uther, 4 Audio-CD`s, Jumbo Neue Medien & Verlag, Laufzeit 300 Minuten, 22,99 Euro, ISBN 978-3-8337-2465-7

Die Autorin bedankt sich beim Jumbo Neue Medien & Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Jumbo Neue Medien & Verlag

Gabriele Pagenhardt von Mainberg, Gabriele Pagenhardt von Mainberg

Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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