Justin Timberlake im Porträt

Von der Boygroup zum Popprinzen mit Hollywoodambitionen

Als Knirps im TV mit Britney Spears, dann als Boygroupschwarm bei N'Sync bis hin zu seiner ausverkauften Welttournee "FutureSex/LoveShow".

Bevor sich Justin Timberlake aufmachte die Popwelt zu erobern, ging er die harte Schule des Showbiz vom ersten Casting in Cowboystiefeln und einem zu großen Cowboyhut. bis er endlich die Grammys einsammeln durfte, die er schon immer haben wollte.

Es heißt, in Memphis sei die Musik zu Hause, und wenn man sich Timberlakes Karriere genauer anschaut, muss man dem fast Recht geben. Auch Timberlake wurde in Memphis geboren und wollte nichts anderes als berühmt werden, auch wenn er als schüchterner Junge galt. Die Unterstützung seiner Mutter war und ist ihm auch heute noch sicher. Als eine seiner Manager kümmert sie sich um die Koordination der Termine ihres Sohnes.

Vom Mickey Mouse Club auf die große Bühne

Damals nahm er am Casting für die im US-Fernsehen sehr beliebten Kindershow "Mickey Mouse Club" teil und bekam einen der begehrten Plätze als Moderator neben Britney Spears, Christina Aguilera und Ryan Gosling. Der "Mickey Mouse Club" als Talentschuppen, denn aus allen sogenannten "Mouseketier " wurden erfolgreiche Künstler. Dort traf er neben JC Chasez, der später mit ihm zusammen bei der Boygroup N'Sync für kreischende Mädchen sorgen würde, auch auf seine erste Liebe Britney Spears, mit der vier Jahre später eine von den Medien stets verfolgte Beziehung führen würde.

Als Teenager mit Lockenkopf fiel er zwischen den anderen Schönlingen seiner Boygroup eher weniger optisch auf. Aber sein Gesang stahl den anderen auch damals schon die Show und ließ schnell erahnen, dass aus dem schmächtigen Jungen, der Michael Jackson sein Idol nannte, mal etwas Großes werden könnte. Aber natürlich wollte niemand so recht zugeben, dass ein Mitglied einer tanzenden Jungskombo wirklich das Zeug zum Popprinzen hatte. Fünf Alben später entschied sich die Band auf dem Gipfel des Erfolges die Notbremse zu ziehen und nicht später einmal wie einige Vorgänger in der Versenkung zu verschwinden. Gerüchte über Timberlakes Wunsch Solopfade zu bewandern als wahrer Grund der Trennung werden auch heute noch dementiert. Tatsächlich war er es aber, der nur wenige Zeit später sein erstes Album "Justified" präsentiert und damit Lob und Kritik aushalten musste.

Justified 2002

Zu viel Michael Jackson, zu wenig Justin Timberlake, sagten die einen. Gute Ansätze und eine goldene Zukunft, sagten die anderen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Mit dem ersten Album traute sich Timberlake offensichtlich noch nicht zu weit weg vom Boygroup-Image, schaffte aber mit einigen Liedern wie "Cry me a river" auch Kritiker zu überzeugen. Das Lied war ein Verweis an seine inzwischen Ex-Freundin Britney Spears. Das Ende ihrer Beziehung würde Timerlake noch öfter in seinen Songs verarbeiten.

Mit Justified zeigte er zumindest Talent zum Songs schreiben und bewies auch als Ex-Teenieschwarm Hallen zu füllen. Aber niemand ahnte was dann kommen würde.

Beim Super Bowl brachte ihm vor allem der Auftritt mit Janet Jackson Ärger ein, der als "Nipplegate" in die Geschichte eingehen mag. Bei einer gemeinsamen Tanzchoreographie entblößte Timberlake ihre nackte Brust, was vom US TV-Publikum als ein Skandal aufgenommen wurde.

Danach glänzte er lieber wieder durch stimmliche Qualitäten. Zusammenarbeiten mit Timbaland, Nelly, Snoop Dogg und anderen Größen der Branche brachten ihm endlich den verdienten Respekt ein. Bedanken würde er sich mit seinem neuen Album für das er sich Zeit nahm.

2008 FutureSex/LoveSound

Die erste Single aus dem neuen Album mit dem Titel "Sexy back" war ein grandioser Erfolg und zeigte einen deutlich reiferen Musiker Justin Timberlake. Zwar verarbeitet er im Song "What goes around, comes around" erneut die gescheiterte Beziehung zu Britney Spears, aber doch legte er vor allem die Kritik "er klinge zu sehr nach Michael Jackson" endlich zur Seite und präsentierte seinen eigenen Sound. Die folgenden restlos ausverkaufte Welttournee 2008 war ein voller Erfolg und setzt Timberlake, zumindest im Moment, die Popprinzen Krone auf.

Seine neueste Zusammenarbeit gleicht einem Ritterschlag der Branche. Zusammen mit der unangefochtenen Queen of Pop Madonna hat er ihre neue Single "Four minutes" aufgenommen. Egal was Mr. Timberlake als nächstes plant, die Erfolgschancen stehen ziemlich gut.

Adriana Popescu, Autorin, Adriana Popescu

Adriana Popescu - Adriana Popescu Geboren 1980 in München Autorin, Continuity, vor allem aber Geschichtenerzählerin, so lässt es sich ...

rss