Käsefondue, auch Schweizer Fondue genannt, gehört zu den Klassikern der alpenländischen Küche. In geselliger Runde kann man es besonders genießen. Deshalb gehört Käsefondue zu den beliebtesten Festessen an Silvester, zumal es keiner aufwändigen Vorbereitung bedarf.
Käsefondue: Allgemeine Informationen über dieses klassische Käsegericht
Das Wort „Fondue“ leitet sich aus dem Französischen ab und bedeutet soviel wie „geschmolzen“. Käsefondue gilt als das Schweizer Nationalgericht überhaupt. Für ein Fondue werden verschiedene Käsesorten in einem Keramiktopf, auch „Caquelon“ genannt, geschmolzen und zusammen mit Kirschwasser, Stärke, Salz und Gewürzen vermischt. Für das klassische Käsefondue wird eine Mischung aus den würzigen Käsesorten Appenzeller, Gruyère, Vacherin und Emmentaler verwendet. Diese Mischung wird auf einem Rechaud erhitzt, in das ein kleiner regelbarer Brennofen in Form einer Brennpaste eingefüllt wird.
Käsefondue kann man bereits fertig im Supermarkt, vor Silvester auch im Discounter kaufen. Die für zwei Personen ausreichende 400-Gramm-Packung, die inzwischen für Familien mit Kindern auch völlig ohne Alkohol angeboten wird, ist bereits zu Preisen um 2,50 Euro erhältlich. Damit ist Käsefondue ein ausgesprochen günstiges Festessen für Silvester, was neben dem hervorragenden Geschmack seine große Beliebtheit erklärt. Allerdings ist Käsefondue ausgesprochen reichhaltig. Hundert Gramm haben rund 240 Kilokalorien bzw. 1000 Kilojoule sowie 17 Gramm Fett. Aber wer wird schon an einem festlichen Tag wie Silvester Kalorien zählen?
Die Zubereitung von Käsefondue: Tipps und Tricks
Die wichtigste Beilage für Käsefondue sind Brot- oder Baguettewürfel. Manche mögen auch deftigeres Grau- oder Landbrot. Es empfiehlt sich, Brot vom Vortag zu verwenden, da sich dieses leichter schneiden und auf die Fonduegabel stecken lässt als knuspriges frisches Brot. Die Käsemasse muss unbedingt aufkochen, damit sich die Zutaten zu einer homogenen und sämigen Masse verbinden können. Damit diese während des Essens schön sämig bleibt, muss man das Käsefondue ständig mit einem Holz- oder Kochlöffel (bitte keinen Metalllöffel verwenden!) umrühren. Wenn man kontinuierlich in Form einer großen „8“ rührt, kann das Käsefondue keine Klumpen bilden und auf dem Boden nicht anbrennen. Man sollte darauf achten, dass das Fondue mäßig weiterköchelt und immer dampfend heiß bleibt.
Fertig gekauftes Käsefondue ist bereits gewürzt. Man kann jedoch den Geschmack verbessern, indem man den Fonduetopf mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe einreibt. Mit gemahlenem schwarzem Pfeffer und reichlich frisch geriebener Muskatnuss wird das Käsefondue besonders pikant und würzig.
Welche Getränke und Beilagen passen am besten zu Käsefondue?
Da Käsefondue schwer verdaulich ist, wird traditionell Schnaps wie Kirschwasser dazu getrunken. Sehr gut passt trockener Weißwein, insbesondere Riesling, Grüner Veltliner und Grauburgunder, sowie heißer schwarzer Tee dazu. Weniger üblich, aber geschmacklich ebenfalls passend: französischer Cremant (sehr trocken bzw. "brut")
Als Beilagen neben dem Brot bzw. Baguette eignen sich kleine Gürkchen, Silberzwiebeln, dünn aufgeschnittenes Bündner Fleisch, eingelegte Pilze, kleine gekochte Kartoffeln sowie bissfestes Gemüse. Übriggebliebenes Fondue kann man noch hervorragend für Kartoffelgratin verwenden.
Wenn man sein Brot verliert, droht Strafe
Wer beim geselligen Essen sein Brot in der heißen Käsemasse verliert, was sehr leicht passieren kann, muss mit einer „Bestrafung“ rechnen. Diese kann zum Beispiel darin bestehen, dass der unachtsame Kandidat ein Lied trällern, jodeln, Grimassen schneiden oder auf einem Bein stehen muss. Über die Art der „Bestrafung“ wird am Esstisch demokratisch abgestimmt. Solche Aktionen sorgen an einem fröhlichen und ausgelassenen Tag wie Silvester zusätzlich für Heiterkeit und eine gelöste Stimmung. Also guten Appetit und viel Spaß mit dem sehr wohlschmeckenden und "gemütlichen" Schweizer Nationalgericht!
