Eine Tasse schöner warmer Kakao... Schließt man bei diesem Gedacken die Augen, werden Kindheitserinnerungen wach. An die Großmutter, die nach einem wilden Nachmittag im Schnee mit diesem köstlichen Trunk in ihrer Küche wartete. An das wohlige Gefühl, wenn man endlich die Tasse an die Lippen setzen konnte und die kleine Köstlichkeit die Kehle hinunter rann. Unvergessen, dieser Geschmack. Schokoladig, leicht süß, ein wichtiger Bestandteil glücklicher Wintertage in der Kindheit.

Schnell wird man erwachsen. Keine Schneeballschlachten mehr, dazu ist man zu vernünftig. Kein Kakao mehr, dazu ist man zu groß. Doch tief innen drinnen möchte Mann den Anzug und Frau die Stöckelschuhe ausziehen und wieder im Schnee toben. Und dann eine Tasse Kakao trinken. So wie damals...

Warum nicht auch heute?

Den Kakao selbst zu machen ist gar nicht so schwer.

Es braucht nicht viel, schon gar nicht an Aufwand.

  • 1 l Milch
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Kakaopulver
Die Milch in einen Topf gießen, die weiteren Zutaten dazu geben und nicht zu schnell erwärmen. Während dessen umrühren und einmal richtig aufkochen. Dann noch ungefähr fünf Minuten weiter köcheln lassen und fertig ist die Leckerei.

Die Milch brennt an oder kocht über

Einige Probleme können freilich auftreten, wenn man nicht aufmerksam ist.

Natürlich kann die Milch anbrennen. Das passiert aber immer dann, wenn der Topf zu schnell zu heiß wird. Ein guter Kochtopf verfügt über einen dicken Boden, der erst die Wärme sich verteilen lässt, bevor es mit dem Anheizen des Inhaltes los geht. Im Allgemeinen reicht die Zeit aus, die Milch, die sich am Rand zum Topf hin befindet, langsam zu erwärmen. Sie brennt damit nicht so schnell an. Schon gar nicht, wenn mit einem Schneebesen immer wieder umgerührt wird. Milch und Kakao sind eben keine Getränke, die allein vor sich hin kochen können. Aber es sind ja nur wenige Minuten. In der Zeit kann man die Geschirrspülmaschine leer räumen, immer wieder mit den Schneebesen rühren und erledigt ist der Kakao. Ohne anzubrennen.

Milch kocht gern über. Natürlich auch Kakao. Das ist auch ein häufiges Problem, das viele vom Erhitzen des Kuhtrunks und seiner Zubereitungen abhält. Dabei lässt sich das mit ein wenig Beobachtung vermeiden. Wenn die Milch aufwallt, einfach die Hitze reduzieren. Mit dem Schneebesen zu rühren, ist hilfreich.

Im Handel gibt es spezielle Milchkochtöpfe zu kaufen. Mit ein wenig Übung und offenen Augen kann aber diese Anschaffung vermieden werden. Viele Milchkocherinnen und Milchkocher schwören auf diese Geschirre, jedoch gibt es noch viel mehr, die der Auffassung sind, dass soetwas überflüssig ist. Und die kochen auch Milch und vor allem Kakao. Es lohnt sich daher, ruhig erst einmal mit einem normalen, aber guten, Kochtopf sich auszuprobieren, bevor ein Milchkochtopf für gelegentliche Einsätze gekauft wird. Denn wie immer ist dabei zu bedenken, dass es nicht allein das Geld ist, das man investiert. So ein Topf braucht auch immer einen Platz zum Stehen. Je weiter weg der ist, umso weniger wird das gute Stück benutzt, umso sinnloser ist damit auch die Anschaffung.

Kakao verfeinern

Eine Tasse Kakao pur ist ein Genuss. Der lässt sich mit ein wenig mehr an Zutaten noch steigern.

Ein Tupfen Sahne als Haube ist klassisch. Weniger verbreitet ist die Kugel Vanilleeis im warmen Getränk. Viele Alkoholika passen gut zum exotischen Geschmack: Weinbrand, Cointreau und Eierlikör sind nur wenige Beispiele. Vanille und Zimt harmonieren perfekt. Oder Kaffee, ob einige Löffel aus der Kaffeetasse oder einige Prisen löslichen Kaffeepulvers, das ist gleich. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wie es beim Geschmack auch nicht ist.

Bleibt nur noch eines: Ein wenig Zeit nehmen, die Füße hochlegen und von den Schneeballschlachten aus der Kinderzeit träumen.