Aus dem afrikanischen Süden stammt die Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides). Die Medizinmänner der Zulu-Stämme verwenden seit Jahrhunderten bei Atemwegsinfekten Aufgüsse aus der Pelargoniumwurzel. Der niedrige Strauch - er wird nur etwa 20 bis 80 cm hoch - hat lilafarbene Blüten und graugrüne Blätter. Für die Herstellung von Arzneimitteln werden Auszüge aus der dreijährigen Wurzelknolle verwendet. Aber auch in anderen Pflanzenteilen des kleinen Strauches sind wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Cumarine, Phytosterole, Polyphenole, Purine, Saccharide, Mineralstoffe und Gerbstoffe.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kam die Heilpflanze nach Europa
Durch den Engländer Major Charles H. Stevens, der an Tuberkulose erkrankt war und in Südafrika durch die Kapland-Pelargonie geheilt werden konnte, kam die Wurzel nach Europa. Sie wurde zerrieben und dann unter dem Namen "Steven´s Consumption Cure" verkauft. Der Verkauf wurde Major Stevens aber nach kurzer Zeit verboten und die heilbringende Wirkung der Pflanze geriet fast in Vergessenheit. Erst im Jahr 1972 wurde in Deutschland die Identität, in späteren Jahren auch der Wirkmechanismus der Kapland-Pelargonie entdeckt.
Die Wirkungsweise von Pelargonium-Extrakt ist vielfältig
Bereits wenige Minuten nach der Einnahme regt Pelargonium die Interferon Beta-Produktion an. Killerzellen, die Viren abtöten, werden aktiviert. Die schleimlösende Wirkung erleichtert das Abhusten, die Krankheitsdauer kann so deutlich verkürzt werden. Pelargonien-Extrakt wirkt auch gegen Bakterien, ohne dass Resistenzen auftreten, wie dies oft bei einer Antibiotikatherapie der Fall ist. Er kann bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) und Infektionen der Atemwege, aber auch zur Abwehrsteigerung bei Infekten eingesetzt werden. Bewährt hat sich die Einnahme auch bei Erkrankungen im Halsbereich wie zum Beispiel bei einer Mandelentzündung. Typische Grippesymptome wie Gliederschmerzen, Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit bessern sich schneller durch die Einnahme von Tropfen mit Pelargonium-Extrakt.
Studien belegen die Wirksamkeit von Pelargonium
Pelargonium-Wurzelextrakt ist eine bewährte Naturmedizin, die in verschiedenen Studien auf ihre Wirksamkeit hin überprüft wurde. Professor Dr. med. Claus Bachert, Leiter der HNO-Abteilung der Uniklinik Gent in Belgien konnte in seinen Studien die Wirksamkeit des Wurzelextraktes eindeutig nachweisen. Es konnte belegt werden, dass sich bereits drei Stunden nach der Einnahme von Tropfen mit Pelargoium-Extrakt die Anzahl der Bakterien um die Hälfte reduziert hatte.
Nebenwirkungen, die sich im Magen- und Darmbereich als Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall äußern können, sind selten. Schwangere und Stillende, sowie Kinder unter einem Jahr sollten Tropfen mit dem Extrakt der Kapland-Pelargonie nicht einnehmen, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Zu beachten ist, dass die Tropfen aus Pelargoium-Extrakt nach dem Öffnen der Flasche nur noch drei Monate haltbar sind.
Bitte beachten Sie, das ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
